Re: 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet
Als Antwort auf: 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet von Pokemon am 14. April 2004 18:36:28:
Hallo Pokemon!
"Du spricht von einem breiten Becken. Heute ist aber eher das Gegenteil modern, oder?"
Jain. Es gibt zwei Schönheitsideale: Erstens das instinktiv festgelegte, und zweitens das von der Gesellschaft anerzogene. Beide können sich durchaus widersprechen.
Heute sieht man in den Medien überall dürre Models. Es gibt dazu ja auch die Theorie, die besagt, daß viele männliche Modemacher homosexuell sind und deshalb Frauen bevorzugen, die eben keine ausgeprägten weiblichen Formen haben. Ich kann schlecht beurteilen, ob das nur ein Klischee ist, weil ich mich in solchen Kreisen nicht auskenne.
Fakt ist jedenfalls, daß man in den Medien viele solche sehr schlanke Frauen sieht, und das schafft dann natürlich ein Schönheitsideal. Das scheint aber vor allem auf Frauen zu wirken, die dann instinktiv bestrebt sind, sich diesem Schönheitsideal anzupassen.
Männer geben bei Umfragen mehrheitlich immer noch an, daß sie diese dürren Model-Frauen eigentlich gar nicht attraktiv finden. Mir persönlich geht das übrigens auch so. Als ich zum ersten Mal diesen Werbespot für irgendeine Hautstraffungs-Creme gesehen habe ("... es ist doch wirklich keine Herausforderung, die Oberschenkel eines Models zu straffen..."), fand ich den richtig gut. Die Frauen in dem Spot fand ich nämlich wirklich auch von der Figur her attraktiv. Und ich war etwas entsetzt, als ich dann mal zufällig beim Herumschalten im Fernsehen zu einer Diskussion kam, die sich um diesen Spot drehte, und wo es darum ging, ob es ästhetisch genug wäre, solch "übergewichtige" Frauen in Werbespots zu zeigen.
Es gibt natürlich auch Männer, die sich von diesem offiziellen Schönheitsideal leiten lassen. Die fühlen sich zwar tatsächlich gar nicht unbedingt zu sehr schlanken Frauen hingezogen, aber es ist ihnen wichtig, zu repräsentieren, und das glauben sie dann am besten mit einer Frau zu können, die eben aussieht wie die dürren Models, die sie immer im Fernsehen sehen. Insgeheim wünschen sich aber auch solche Männer zuweilen etwas ganz anderes und gehen deshalb vielleicht irgendwann auch mal fremd.
Übrigens lassen sich Frauen häufig aus eigenem Antrieb Fett absaugen oder ähnliche OP's an sich durchführen. Es sind nur selten ihre Männer, die sie dazu drängen.
"Ich habe mal gelesen dass es auch einen bestimmten Männertyp (abhängig von der Rangordnung) geben soll, der Frauen mit kleinen Brüsten bevorzugt. Und zwar sollen das die Ranghöheren gewesen sein. Eine Frau mit kleinen Brüsten hatte nämlich wahrscheinlich noch kein Kind und war somit unverbraucht."
Das mag sein. Aber eine Frau mit extrem kleinen Brüsten galt für diesen Männertyp auch nicht als attraktiv. Unter "großen Brüsten" sollte man ja auch nicht "so groß wie möglich" verstehen. Fußballgroße Silikon-Brüste finden viele Männer eher abstoßend. Genau wie viele Frauen umgekehrt auch männliche Extrem-Bodybuilder eher unattraktiv finden. Alles, was zu sehr von der Norm abweicht, wird instinktiv als unattraktiv gewertet, weil es früher häufig ein Anzeichen für Krankheiten war.
"Es sind nicht nur diese Aspekte, die eine Frau als Fortpflanzungspartnerin attraktiv machten. Ich habe dies mal mit meinem Bekannten diskutiert. Er meinte, auch ein jungendliches Aussehen, glatte Haut und ein schöner, unversehrter Körper seinen sehr wichtig und unter anderem auch ein Grund dafür warum Männer im Allgemeinen zu jüngeren Frauen tendieren."
Ja, das klingt logisch. Schwangerschaft und Geburt war für eine Frau in früheren Zeiten durch die schlechtere medizinische Versorgung eine noch weit größere Belastung als heute. Wenn aber die Mutter schon bei der Geburt starb und sonst keine Frau das Kind stillen konnte, starb das Kind dann obendrein auch noch. So war eine Frau, die zu Krankheiten neigte, zur Fortpflanzung natürlich weniger geeignet als eine Frau, die kerngesund war. Glatte Haut und schöne Haare signalisieren Gesundheit.
"Um noch einmal auf den Test zu sprechen zu kommen: Ich habe mich schon sehr erschrocken als ich das las. Aber ich glaube, dass dies kein Umstand ist wegen dem man sich Sorgen machen muss. Zunächst einmal muss das ja nicht bedeuten, dass auch jeder 4. wirklich etwas mit einem Kind machen würde. Außerdem hätten die Testpersonen von sich aus bestimmt keine Kinderpornos angesehen, man hat sie ja dazu aufgefordert."
Ja, ich denke auch, daß man da differenzieren muß. Außerdem fühlen sich auch manche Frauen sehr wohl von Kindern sexuell angezogen. Aber auch da bedeutet das nicht automatisch, daß es dann gleich zu sexuellen Handlungen kommt. Und selbst wenn es dazu kommt, muß man das auch sehr differenziert sehen. Gerade auch im Interesse der betroffenen Kinder. Die wissen nämlich häufig gar nicht, was da abgelaufen ist und werden erst durch übereifrige Jugendamtsmitarbeiter oder Psychologen regelrecht darauf gestoßen. Das kann durchaus traumatisierender wirken als der eigentliche Mißbrauch.
"Man hat ja bisher immer angenommen dass Männer häufiger Kinder missbrauchen usw.. Und irgendwie habe ich manchmal den Eindruck dass man auch gar nicht den Versuch unternimmt, diese These zu widerlegen oder auch nur wirklich zu beweisen. Denn für einen Beweis müsste man ja auch die Gegenseite testen, oder?"
Genau das ist das Problem. Diverse radikalfeministische Dogmen sind heute in der Gesellschaft fest etabliert und gelten als "politisch/sexuell korrekt". So auch das Dogma von der fürsorglichen Frau, die einem Kind niemals etwas Schlechtes antun würde. Wenn nun ein Wissenschaftler Frauen in solche Untersuchungen miteinbezieht, stellt er allein schon damit dieses Dogma in Frage. Das ruft dann ein Heer von selbsternannten Gutmenschen auf den Plan, und der Wissenschaftler muß dann tatsächlich mit negativen Konsequenzen für seinen Arbeit rechnen. Wenn er z.B. Gelder von einem Unternehmen für bestimmte Studien bekommt, kann es passieren, daß Radikalfeministinnen dieses Unternehmen mit Protestschreiben bombardieren, diesen Wissenschaftler darin verleumden und damit drohen, eine öffentliche Kampagne gegen dieses Unternehmen zu starten. Wenn das Unternehmen zu den vielen Firmen gehört, die Frauen als ihre hauptsächliche Zielgruppe ansehen, wird man diese Drohungen ernst nehmen, und man wird dem Wissenschaftler dann womöglich tatsächlich die Forschungsgelder streichen. Das muß so nicht unbedingt passieren, aber es kann passieren. Vor allem in den USA, aber vereinzelt auch in Deutschland, hat es auch schon Fälle gegeben, in denen Universitäts-Dozenten ihre Jobs verloren haben, weil sie feministische Klischees kritisiert haben. Das macht viele Wissenschaftler vorsichtig, und dann führen sie solche Tests eben vorsichtshalber auch nur an Männern durch.
"Oder er muss viel Geld haben. Das wiegt heutzutage viele fehlende körperliche Eigenschaften auf!"
Ja. Das ist aber nur die logische Konsequenz aus den Verhältnissen in früheren Zeiten. Männern wird häufig vorgeworfen, daß sie bei Frauen überwiegend auf das Aussehen achten würden. Frauen dagegen wirft man vor, daß sie vor allem auf Besitz und Einkommen eines Mannes achten. Beides ist durchaus richtig und war in früheren Zeiten sinnvoll.
Eine Frau qualifiziert sich nun einmal vor allem über ihre körperlichen Eigenschaften zu einer geeigneten Mutter. Entscheidend war, daß sie ein Kind austragen, zur Welt bringen und stillen konnte.
Bei Männern waren körperliche Eigenschaften auch wichtig. Ein kräftiger Mann hatte als Jäger und Krieger nun einmal Vorteile. Wenn er aber nicht so kräftig war, konnte er das durchaus auch durch Intelligenz ausgleichen. Ob er seine Aufgaben durch Kraft oder durch Intelligenz erfüllte, war eigentlich nicht so wichtig. Entscheidend war, was hinten rauskam. Also daß er es schaffte, Frau und Kinder möglichst gut zu ernähren. Denn wenn er das nicht schaffte, dann sanken die Überlebenschancen der Kinder enorm.
Deshalb bildeten sich gesellschaftliche Mechanismen heraus, um sicherzustellen, daß ein Mann seinen Aufgaben gewachsen ist. Wenn ein Mann mit einer Frau eine Familie gründen wollte, mußte er häufig ihren Eltern und/oder ihr erst einmal Geschenke machen. In manchen Kulturen waren (und sind teilweise heute noch) Dienstleistungen des Mannes für die Familie der zukünftigen Braut üblich. Bei manchen Völkern konnten sich diese Dienstleistungen über Jahre hinziehen. Das alles hatte den Zweck, sicherzustellen, daß ein Mann nicht nur willens war, eine Familie zu ernähren, sondern daß er dazu auch fähig war.
Heute ist das zumindet hierzulande so nicht mehr nötig, aber die alten Instinkte stecken eben trotzdem noch in uns allen drin, und die wird man nicht von heute auf morgen wieder los. Durch Erziehung läßt sich das wahrscheinlich weitgehend ausgleichen, aber wenn die Strukturen der Gesellschaft so beschaffen sind, daß Schmarotzertum bei Frauen gefördert wird, dann trägt das ganz im Gegenteil eher dazu bei, diese uralten Instinkte noch zu unterstützen.
Freundliche Grüße
von Garfield
gesamter Thread:
- der Hausmann- eine Anekdote aus meinem Leben -
Pokemon,
13.04.2004, 23:22
- Re: der Hausmann- eine Anekdote aus meinem Leben - Cayenne , 14.04.2004, 00:21
- Re: der Hausmann- eine Anekdote aus meinem Leben -
Andi,
14.04.2004, 00:28
- Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
Jens,
14.04.2004, 00:58
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
Emmalein,
14.04.2004, 11:28
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: - Frank, 14.04.2004, 13:14
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
Pokemon,
14.04.2004, 15:12
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: - Emmalein, 14.04.2004, 16:50
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
Garfield,
14.04.2004, 21:07
- 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet -
Pokemon,
14.04.2004, 21:36
- Re: 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet -
Jörg ,
15.04.2004, 04:12
- Re: 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet -
Andreas,
15.04.2004, 11:49
- Re: 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet -
Jörg ,
15.04.2004, 13:09
- Re: 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet - Pokemon, 15.04.2004, 20:45
- Re: 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet -
Pokemon,
15.04.2004, 20:35
- Re: 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet -
Jörg,
15.04.2004, 21:47
- Re: 4 % von Kinderpornos erregt, ... nicht strafbar @ Jörg - Pokemon, 15.04.2004, 23:42
- Re: 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet -
Jörg,
15.04.2004, 21:47
- Re: 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet -
Jörg ,
15.04.2004, 13:09
- Re: 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet -
Pokemon,
15.04.2004, 20:33
- Nein (n/t) - Jörg, 15.04.2004, 21:37
- Re: 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet - Rüdiger, 16.04.2004, 00:22
- Re: 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet -
Andreas,
15.04.2004, 11:49
- Re: 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet -
Garfield,
15.04.2004, 12:57
- Re: 4 % von Kinderpornos erregt... endlich mal keine Empörung - Pokemon, 15.04.2004, 20:53
- Re: 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet -
Jörg ,
15.04.2004, 04:12
- sorry hab mich verschrieben: jeder 4. gemeint,peinlich - Pokemon, 14.04.2004, 21:38
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
Emmalein,
15.04.2004, 11:36
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
AJM,
15.04.2004, 12:53
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
Emmalein,
15.04.2004, 13:10
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: - Odin, 16.04.2004, 14:42
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: - Odin, 16.04.2004, 14:39
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
Emmalein,
15.04.2004, 13:10
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
Garfield,
15.04.2004, 13:22
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
Emmalein,
15.04.2004, 13:28
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: - Garfield, 15.04.2004, 15:34
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
Emmalein,
15.04.2004, 13:28
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
AJM,
15.04.2004, 12:53
- 4 % von Kinderpornos erregt, natürlich nur die Männer getestet -
Pokemon,
14.04.2004, 21:36
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
Odin,
15.04.2004, 01:08
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
Emmalein,
15.04.2004, 11:29
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: - Odin, 16.04.2004, 14:49
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
Emmalein,
15.04.2004, 11:29
- Re: Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
Emmalein,
14.04.2004, 11:28
- Re: der Hausmann- eine Anekdote aus meinem Leben - Joachim, 14.04.2004, 02:00
- Unser feminisierter Zeitgeist sieht das so: -
Jens,
14.04.2004, 00:58