Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Gewalt ist nicht (nur) männlich

Norbert, Tuesday, 23.09.2003, 15:49 (vor 8171 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Gewalt ist nicht (nur) männlich von Odin am 23. September 2003 12:08:35:

Hi

Da kann ich Dir überhaupt nicht zustimmen.

Meine Meinung.

Natürlich ist Renate Schmidt keine Männerrechtlerin, es wäre ein Joke, so etwas zu erwarten.

Nun könnte man trefflich streiten, was eine Männerrechtlerin ist.
IMO nach setzt sie sich schon für Männerrechte ein.

Aber wie bei andern Personen, stellt sich die Frage wie sie es tut.
Und welche Erwartungshaltungen sie damit erfüllen kann.
Und da gehen die Meinungen eben auseinader.
<hr>

IMO ist sie eine Person, die versucht, beide Seiten auszubalancieren und ich würde mich wundern, wenn das nicht genau der Grund war, warum Schröder Bergmann gefeuert hat.

Eingeschränkte Zustimmung.
Bergmann ist u.a. deshalb nicht mehr da, weil sie gar nicht mehr im Parlament ist (ihren Wahlbezirk nicht gewonnen hat, was ich ihr von Herzen gönne :-)))).
Allerdings war sie schon vor der Bundestagswahl als Ablösekandidat genannt worden.
Doch wenn sie es geschafft hätte, wäre sie möglicherweise doch auf diesem Posten geblieben, da Schöder diesen als wenig wichtig einschätzte, und vermutlich weiterhin so einschätzt.
<hr>

Sowenig wie die Frauenbewegung etwas erreichen konnte, ohne die Mithilfe von vielen Männer, sowenig wird die Männerbewegung vorankommen, wenn ihr die Unterstützung von Frauen fehlt! Das ist meine Meinung! Die Frauen generell zum Feindbild zu erklären, wird ihnen nicht gerecht. Ich habe mit meinen Aktionen in Rosenheim z.B. auch schon Zuspruch von Frauen erfahren - was mich selbst sehr überrascht hat!
Ansonsten möchte ich mich dem anschließen, was Norbert oben geschrieben hat: Man kann das Ruder nicht um 180° herumreissen, es zählen gerade die kleinen Schritte. Genau so ist übrigens auch der Feminismus vorangekommen. Wir tun hier oft so, als sei das eine Revolution gewesen und sind dann sauer, wenn drei Leserbriefe in irgendeinem Provinzblatt noch immer keinen Einsturz aller Frauenbibliotheken, Frauenparkplätzen, Mädchenspielplätzen.... bewirkt. Warum sollte UNS alles in den Schoß fallen? Gegen den Feminismus kämpfen ist eine jahrelange Arbeit! Mit Sicherheit jahrzehntelang!
Wir tun uns keinerlei gefallen, wenn wir jeden kleinen Fortschritt selbst schlecht reden, nur um uns zu bestätigen, wie arm wir dran sind.
Selbst wenn sich das Ministerium in Ministerium für Frauen, Männer, Senioren und Jugend umbenennt, würde doch bestimmt nur rumgemotzt, daß das alles Schmarrn ist und nichts zu bedeuten hat.
Solches Verhalten würde ich beinahe als "weibisch" bezeichnen: Unbedingt an der Opferrolle festhalten, weil man sich da so wohl fühlt.

Zustimmung.
<hr>

Z.B. birgt die Umbenennung der Frauenbeauftragen in Gleichstellungsbeauftrage auch viele Chancen in sich, die man nutzen muß! Die können sich nicht mehr einfach so rausreden, daß sie für Männer nicht zuständig sind. Die müssen sich jetzt mit Dir auseinandersetzen, wenn Du mit einem Anliegen kommst.

Was auch die Frage nach dem Bundesgesetz aufwirft, die bisher nur Frauen diesen Posten zuschanzt.
Bei 'Frauen'beauftragte konnte man dieses noch 'begründen', bei Gleichstellungsbeauftragte ist dieser Sexismus nicht mehr so einfach.

Wir KÖNNEN vieles ändern und müssen noch vieles ändern. Laß uns doch nicht alles schlechtreden, wo es schon Fortschritte gibt und laß uns nicht zuviel auf einmal erwarten!

Genau.
Jedes Gebäude muß mit dem ersten Stein aufgebaut, oder eingerissen werden.
Alle auf einmal geht nicht.

Gruß
Norbert


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