Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Karrierefrauen - mit reduzierten Ansprüchen?

Garfield, Monday, 11.08.2003, 21:23 (vor 8213 Tagen) @ Anabasis

Als Antwort auf: Re: Karrierefrauen - mit reduzierten Ansprüchen? von Anabasis am 11. August 2003 16:47:28:

Hallo Anabasis!

Ist es dir noch nie passiert, daß du irgendwo in den Medien einen Bericht über irgendeine Studie gesehen, gehört oder gelesen, dazu spontan sowas wie "hab ich doch immer schon gesagt" gesagt und dich gefragt hast, wer eigentlich Wissenschaftler für solch banale Erkenntnisse bezahlt, die jedem Menschen mit gesundem Menschenverstand sofort einleuchten?

Es gibt eben Dinge, die einfach offensichtlich sind und gerade deshalb oftmals nicht genauestens untersucht werden.

Und es gibt Dinge, die wir zwar noch gar nicht 100%ig verstehen, die aber im Groben trotzdem klar sind. Was z.B. ist Gravitation? So ganz exakt weiß das niemand. Trotzdem wird wohl kaum jemand leugnen, daß es Gravitation gibt, weil es doch ganz offensichtlich eine Kraft geben muß, die die Himmelskörper in ihren Bahnen hält. Es ist auch offensichtlich, daß die Masse dabei eine Rolle spielt, und man kann sogar Formeln dazu entwickeln und diese Kraft berechnen. Hältst du das alles für unseriös, nur weil bisher niemand bis ins allerkleinste Detail weiß, wie Gravitation eigentlich zustande kommt?

Kinderkriegen und Körperkraft sind nur zwei der körperlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau. Männer haben darüber hinaus auch noch ein besseres Reaktionsvermögen und ein besseres räumliches Vorstellungsvermögen, weshalb sie sich längere Wege besser merken können und auch Entfernungen besser abschätzen können. Frauen dagegen haben beispielsweise in der Regel bessere Fähigkeiten im sprachlichen Bereich und einen besseren Geruchssinn. Wenn ich mir jetzt die Mühe machen würde, dazu langwierige Recherchen zu betreiben, könnte ich da noch mehr auflisten.

Das alles sind keine Spekulationen, sondern das wurde schon durch verschiedene Tests nachgewiesen. Beispielsweise wurde mal ein Mann untersucht, der sich einer Geschlechtsumwandlung unterzogen hat. Man hat dabei tatsächlich festgestellt, daß er vor der Geschlechtsumwandlung in den Punkten, wo Männer im Durchschnitt besser abschneiden, auch entsprechend gut abgeschnitten hat. Nach der Geschlechtsumwandlung (inklusive Hormon-Therapie) änderte sich das. In den Bereichen, wo Männer in der Regel besser abschneiden, wurde er/sie immer schlechter, während sich die Leistungen in den Bereichen, wo Frauen besser abschneiden, verbesserten. Man hat sogar festgestellt, daß die Hirnaktivitäten sich durch die Hormone veränderten und denen einer Durchschnittsfrau immer ähnlicher wurden.

Natürlich wird man immer wieder auch Ausnahmen finden. Also eben Männer, die keine Karten lesen können und Frauen, die nur ungern reden. Aber wenn man ausreichend große Gruppen von Testpersonen zusammen stellt, erkennt man da wirklich einen Unterschied in den Durchschnittswerten zwischen den Geschlechtern. Es gibt zwar z.B. auch Frauen mit Bärten, aber es wird wohl niemand ernsthaft bestreiten wollen, daß die meisten Frauen im Gegensatz zu den meisten Männern keinen deutlich erkennbaren Bartwuchs haben.

Das resultiert allein schon daraus, daß im Körper von Männern und Frauen nun einmal in der Regel Hormone in unterschiedlicher Konzentration wirken. Interessant sind in dem Zusammenhang auch die Effekte männlicher Hormone auf den weiblichen Körper. Extrem-Bodybuilderinnen haben oft männliche Gesichtszüge, und dann gibt es da noch die berühmten chinesischen Schwimmerinnen...

Wenn dem nicht so wäre, dann wären Geschlechtsumwandlungen kaum möglich. Man könnte dann lediglich die äußerlichen Geschlechtsmerkmale operativ ändern, würde aber ansonsten nichts weiter erreichen können. Tatsächlich bewirken Hormone da aber manchmal wahre Wunder. In einer Reportage habe ich neulich mal Männer gesehen, die früher Frauen waren - davon war nichts mehr zu erkennen. Die trugen alle Bärte, teilweise auch Vollbärte, und sahen aus, wie man sich z.B. kanadische Holzfäller vorstellt.

Das Prinzip Mann oder Frau ist eben vor allem durch die Hormone und damit von Geburt an festgelegt.

Außerdem darf man nicht vergessen, daß wir nun einmal nichts weiter sind als die höchstentwickelten Tiere auf diesem Planeten. Bei den Pinguinen legen die Weibchen die Eier. Danach geben sie sie den Männchen, die sie dann auf ihren Füßen unter ihren Flaumfedern wärmen. Die Weibchen ziehen derweil los an die See. Die Männchen bleiben weit entfernt von der See mit den Eiern stehen. Sie stehen so lange Zeit und fressen dabei nichts. Sie zehren nur von ihrem Fett. Die Weibchen fressen sich inzwischen mit Fischen voll und ersetzen so die Reserven, die sie vorher zur Produktion der Eier gebraucht haben. Wenn sie sich genügend Fett angefressen haben, kehren sie zu den Männchen zurück. Die sind mittlerweile schon fast dem Hungertod nahe und übergeben die Eier dann ihren Weibchen. Danach machen sie sich auf den Weg zur See, um endlich wieder was zu fressen.

Woher wissen die Pinguine, daß sie das so machen müssen? Woher wissen sie, daß das so sinnvoll ist? Sie wissen das nicht. Ihr Instinkt sagt es ihnen. Der Instinkt bringt auch ein Huhn dazu, Eier zu legen, wenn im Nest bereits ein Gips-Ei liegt. Bei vielen Tierarten gibt es solche Arbeitsteilungen, und immer sind sie instinktiv einprogrammiert. Dabei spielt es keine Rolle, wie diese Arbeitsteilung aussieht und ob sie der Arbeitsteilung beim Menschen ähnelt oder auch nicht. Wichtig ist nur, daß es solche geschlechtsspezifischen Unterschiede bei zweigeschlechtlichen Tieren gibt.

Unsere Vorfahren haben über hunderte von Millionen Jahren hinweg instinktiv gehandelt. Und das ist ein Faktor, der nicht zu unterschätzen ist. Woher weiß ein Baby, daß es atmen muß? Klar - manchmal hilft ein Klaps dabei, den ersten Atemzug zu tun, aber woher weiß es, daß es dann weiter atmen muß? Woher weiß ein Baby, daß aus der Brust der Mutter Milch kommt? Das ist alles instinktiv festgelegt.

Menschen können zwar ihre Instinkte kontrollieren und durchaus auch unterdrücken. Aber manche Instinkte wirken so unterschwellig, daß sie uns überhaupt nicht bewußt werden.

Ich behaupte ja auch keineswegs, daß alles durch die Gene vorprogrammiert ist. Natürlich spielt die Erziehung durch das Umfeld, in dem ein Mensch aufwächst, immer auch eine große Rolle. Es ist z.B. interessant, sich mit Biographien von Frauen zu befassen, die in früheren Zeiten als Männer verkleidet zur See gefahren sind oder als Soldaten gekämpft haben. Oft wurden diese Frauen nämlich tatsächlich als Kinder wie Jungen erzogen. In einem Fall (ich weiß jetzt nicht genau, ob es sich dabei um Mary Reed oder Anne Bonny handelte), war es so, daß die Mutter dieser Frau ihr in der Kindheit immer Jungen-Kleidung angezogen hat. Diese Frau hatte nämlich ursprünglich von ihrem Ehemann einen Sohn. Nach dem Tod ihres Mannes starb auch der Sohn bald, und danach bekam sie ein uneheliches Kind. Dieses Kind war nun aber eine Tochter. Eine Verwandte ihres toten Mannes war bereit, sie finanziell zu unterstützen - aber nur für den Sohn ihres verstorbenen Mannes, von dessen Tod sie nichts wußte. Da sie den Sohn nie gesehen hatte, mußte fortan eben diese uneheliche Tochter den Sohn spielen. Später fuhr sie dann als Piratin zur See. Wenn diese Erziehung nicht gewesen wäre, dann wäre sie vielleicht nie auf den Gedanken gekommen, so etwas zu tun.

Wieso wollen viele Frauen heute unbedingt ein Kind? Wieso zieht es diese Frauen andererseits kaum zur berufllichen Karriere, was sie auch immer wieder in Umfragen angeben? Das liegt zum Teil natürlich daran, daß Erwerbstätigkeit eben kein Privileg, sondern eher eine lästige Pflicht ist. Und lästige Pflichten wälzt man nun einmal gern auf andere ab, sofern das möglich ist. Aber wenn man sieht, was manche Frauen veranstalten, um ein Kind zu bekommen, dann drängt sich doch der Eindruck auf, daß da noch etwas mehr dahinter steckt. Ist es so unwahrscheinlich, daß viele Frauen sich schon rein instinktiv ein Kind wünschen? Daß sie eine Geburt als ureigene Aufgabe der Frau ansehen, als das, was eine Frau eigentlich ausmacht? Es gibt sogar Frauen, die kein Problem damit haben, ihre Kinder beim Vater zu lassen oder zur Adoption freizugeben, trotzdem aber unbedingt immer wieder schwanger werden wollen. Ich kannte auch mal eine Frau, bei der das so war.

Wie soll man beweisen, daß es so ist? Reichen dazu Aussagen von Frauen? Diese eben erwähnte Bekannte von mir sagte z.B. mal, daß sie es als eigentlichen Zweck einer Frau ansieht, Kinder zu bekommen. Ist das ein aureichender Beweis, oder muß man tausend Frauen mit Lügendetektor befragen, um sicherzustellen, daß sie auch ihre wahren Beweggründe offen legen und die Ursachen dafür ehrlich darlegen?

Und wie kann man beweisen, daß es nicht so ist?

Freundliche Grüße
von Garfield


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