Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Typische Männerverarsche

Alex, Thursday, 17.04.2003, 03:32 (vor 8329 Tagen) @ Jörg

Als Antwort auf: Re: Typische Männerverarsche von Jörg am 16. April 2003 23:49:32:

Hallo Jörg.

Schau mal, wenn nun eine Frau nicht einverstanden ist, was der Mann sich anschafft und sie nicht mitreden kann, dann hat sie Druckmittel genug, sich da durchzusetzen. Sie muss sich nur scheiden lassen, dann bezahlst du vielleicht mehr als dir lieb ist!

Das ist eine wesentlich unschönere Methode, als offene Diskussion und dadurch Klarheit zu schaffen. Ich verabscheue Manipulation und Druckmittel.

Es geht hier nicht um offene Diskussion, sondern um eine gesetzliche
Verankerung dessen, was eigentlich in offener Diskussion stattfinden sollte
(und oftmals auch stattfindet). Das ist ein Unterschied.[/i]

Sicher. Aber Jolanda sprach von Druckmitteln. Das war nicht meine Idee.
Heutzutage wird selbst Taschengeld für Kinder gesetzlich geregelt... warum also hier nicht. Das Gesetz ist geschlechtsneutral formuliert, und somit für mich ok.

Daß Du Manipulation und Druckmittel verabscheust, ist zwar lobenswert,
[quote]ändert aber leider nichts daran, daß Frauen auf diese Mittel zurückgreifen
können.
[/quote]

Männer auch. Wäre für mich allerdings ein Grund eine Beziehung zu beenden, wenn nach intensiven Diskussionen weiter manipuliert wird.
Ich hatte solche Situationen, und habe klargestellt, dass so etwas für mich gleichbedeutend mit physischen Schlägen ist. Als das dann trotzdem so weiter ging, war die Trennung nicht zu umgehen. In einem anderen Fall hat das dagegen sehr gut funktioniert.
Ich bin bestimmt kein Mensch, den man nicht überzeugen kann, wirklich nicht. Aber Manupulation rieche ich 7 Meilen gegen den Wind (egal von wem, hab ich von meiner Mutter gelernt, die konnte perfekt manipulieren)... und damit erreicht man bei mir garnichts.

Ich gehe sogar so weit zu behaupten, daß Frauen ihre Männer auch durch
[quote]Sexentzug bestrafen können (hier können Frauen aufgrund des stärker
ausgeprägten Sexualtriebes bei Männern auch erheblich mehr Druck machen
als das ein Mann bei einer Frau tun könnte).
[/quote]

Hier sind mehrere Fehler enthalten:

1. Der Sexualtrieb ist kein geschlechtsspezifisches Merkmal, sondern nur individuell verschieden. Anders lautende Behauptungen stammen aus der Psychologie der 1950er Jahre, teilweise sind sie sogar noch wesentlich älter, und alle sind mittlerweile überholt.
Auch persönliche Erfahrungen von mir bestätigen für mich diese Aussagen. Ich hatte Freundinnen, die schier die Wand hoch gingen, wenn wir uns mal eine Woche nicht sehen konnten; und nicht nur eine davon. Sexuelle Abstinenz ist dagegen aber sehr oft ein Zeichen für Unzufriedenheit mit der gelebten Sexualität (von natürlichen Toleranzen rede ich hier jetzt nicht; Fakt ist, es gibt auch Menschen, die sehr wenig Sex möchten und brauchen, Männer wie Frauen).

2. Männer können ebenso Druck ausüben. Wenn in einem speziellen Fall der Sexualtrieb eines Mannes wesentlich stärker, als der seiner Partnerin ist, kommt es nicht selten vor, dass diese ANGST hat ihrem Mann nicht genügend geben zu können. Und Angst davor, dass er sich eine andere sucht. Auch das ist Druck.

Somit ist auch hier die Situation eigentlich recht ausgeglichen.

Liebe Grüße

Alex


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