Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Thema: Gender und Schule

Bruno, Friday, 28.03.2003, 14:07 (vor 8349 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Thema: Gender und Schule von susu am 26. März 2003 20:27:10:

Hallo susu,

ich finde es interessant, dass hier einmal ein Beitrag erscheint, der die Diskrepanzen zwischen den Geschlechtern in einem Bereich versucht zu analysieren und zu erklären.

Ich weiß nicht, ob du ähnliche Erklärungen schon auf anderen Gebieten gesucht bzw. gefunden hast. Ich beschäftige mich momentan intensiv mit der Ungleichbehandlung der Geschlechter im Bereich der Krebsvorsorge. Vor allem beim Hautkrebs ist zu erkennen, dass Frauen schan ab 30 Jahren, Männer erst ab 45 Jahren eine Früherkennung bezahlt bekommen, obwohl in der Altersgruppe 30 bis 45 fast 50% mehr Männer an Hautkrebs erkranken als Frauen. Hast du da Informationen, die diese Ungleichbehandlung trotzdem mit der Gender-Philosophie in Deckung bringt?

Falls Ja, wäre ich dankbar, wenn du mir weiterhelfen könntest.

Gruß

Bruno

Hallo Zusammen.
Ich bin gerade dabei meinen Grundsatztext umzuschreiben, um ihn verständlicher zu machen und einige Kritikpunkte zu integrieren, dabei wird einiges auf der Strecke bleiben, selbst im Skelett ist da einiges zu wurschteln, besonders, was die 2.Abwertung angeht.
In dem Zusammenhang testete ich die neue These an einem Sachthema: der Schulpolitik. Im Rahmen der Männerbewegung wurde festgestellt, daß heutzutage Jungen und nicht Mädchen die Benachteiligten sind, meine Analyse kommt zu leicht anderen Ergebnissen, die dennoch mit den gemachten Ergebnissen konform gehen.
Beanstandet wurde von Seiten der Männerbewegung, daß mehr Mädchen als Jungen Abitur machen, ihre Noten besser seien und mehr Jungen als Verhaltensauffällig beurteilt würden. Wenn wir die beiden Blöcke Mädchen und Jungen jedoch differenzierter betrachten, ergibt sich ein anderes Bild. Die für den Schulerfolg nötigen Fähigkeiten zur Konzentration und Kooperation sind weiblich besetzt, Störverhalten und Agressivität dagegen männlich. Die Gewinner sind weibliche Mädchen, geschlechtskongruent und schulangemessen. Dannach kommen die Jungen, entweder sie sind männlich, dann haben sie eher Schulstress, oder werden als verhaltensauffällig angesehen, oder sie sind unmännlich, dann gibt´s Probleme mit der Clicque oder den lokalen "Bullies", auch wenn die Schule fluppt.
Aber, ein glass ceiling bringt auch einen glass floor mit sich und der bewahrt die Jungen vom ganz tiefen Absturz, den unweibliche Mädchen erleiden können. So meine These, die sich aus dem Grundsatztext ergab. Also suchte ich nach Fakten und fand herraus, daß sich z.B. für sich agressiv verhaltende Mädchen da tatsächlich Abgründe auftun (wenn ihr dazu noch sucht und fündig werdet, bitte sofort melden).
Die Theorie scheint zu funktionieren, um die Zustände zu beschreiben, mal sehen, ob sich daraus neue Handlungsansätze ergeben.
susu


gesamter Thread:

 

powered by my little forum