Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Meine Gedanken hierzu

Garfield, Wednesday, 15.04.2009, 15:37 (vor 6193 Tagen) @ Zarathustra

Hallo Zarathustra!

Bestimmte Informationen haben die Öffentlichkeit nichts anzugehen.

Ich finde, daß die Information, ob eine Person mit einem Krankheitserreger infiziert ist, der sehr gefährlich und ansteckend ist, die Öffentlichkeit sehr wohl etwas angeht, wenn diese Person sich so verhält, daß andere Menschen einem großen Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Aus diesem Grunde gab es zu allen Zeiten Gesetze oder sonstige Regeln für den Umgang mit Krankheiten, die Epidemien auslösen können.

Auch HIV-Infektionen sind in Deutschland meldepflichtig. Nicht namentlich, aber sie müssen gemeldet werden. Und auf richterliche Anordnung kann auch die ärztliche Schweigepflicht aufgehoben werden. Vermutlich ist das in diesem Fall geschehen, oder die Staatsanwaltschaft hatte auf andere Weise sichere Kenntnis über die HIV-Infektion der Frau Benaissa. Immerhin sollen Gerüchte darüber schon vor ihrer Verhaftung durchs Internet gegangen sein.

Und offensichtlich hat man die Verhaftung nur als letztes Mittel angeordnet, nachdem sich Frau Benaissa gegen alle anderen Maßnahmen gesträubt hatte.

Und anfangs hat man auch gar keine Informationen über den Grund der Verhaftung veröffentlicht - es war nur ganz allgemein die Rede von Körperverletzung.

Daß man die HIV-Infektion der Frau Benaissa nun der breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht hat, ist nur die logische Konsequenz ihres bisherigen Verhaltens. Denn offensichtlich hat sie sich ja bisher einen Dreck darum geschert, ob sie Andere damit infiziert. Möglicherweise sind auch weitaus mehr als drei Männer davon betroffen. Die vielleicht unwissentlich weitere Personen infiziert haben...

Denk mal darüber nach, was das für einen Betroffenen bedeutet! Jetzt wissen Viele darüber Bescheid und haben die Möglichkeit, sich vor Infektionen durch Frau Benaissa zu schützen.

Hätte sie sich von Anfang an fair und verantwortungsbewußt verhalten, dann wäre das nicht nötig gewesen. Es wäre dann auch nie zu einer Anklage und auch zu keiner Verhaftung gekommen.

Sie hat sich das also 100%ig selbst zuzuschreiben. Die Staatsanwaltschaft hat in diesem Fall lediglich das getan, was im Interesse der übrigen Bevölkerung offensichtlich nötig war.

Freundliche Grüße
von Garfield


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