Seid ihr heute denn nicht die Schmiede eures Glücks?
Ganz toll.
Kirche und Inquisition sind nicht schuld an den Todesurteilen, denn die
Inquisition hat ja die Beklagten nur schuldig gesprochen. Das Todesurteil
haben dann die weltlichen Gerichte ausgesprochen ...
Ja, Robert, in der Tat eine sehr weise und segensreiche Lösung des Problems, um zu allem entschlossene Demagogen und Volkszersetzer effektiv an der Durchführung ihres verderblichen Tuns zu hindern. Dieses Problem besteht nämlich immer und überall auf der Welt, an jedem Ort und zu allen Zeiten. Die Frage ist bloß, wie man praktisch damit umgeht und klarkommt, und gerade bezogen auf diese Frage lautet das Urteil über die Heilige Inquisition, daß sie extrem human und effektiv gewesen ist und darin alles übertraf, was sonst noch so auf der Welt gegeben hat.
Die römische Inquisition war die mildeste und weiseste von allen, da sie von den politischen Erwägungen weltlicher Potentaten weitestgehend frei gewesen ist. Die Hauptmethode der Inquisition war das gütliche Gespräch. Die allermeisten ihrer Verfahren endeten mit Einstellung bzw. ohne ein Urteil. Mit einem Minimum an Toten hat sie so mehr als ein halbes Jahrtausend lang ein Maximum an Sicherheit für die christlichen Völker geschaffen. In den 700 Jahren des Bestehens der römischen Inquisition wurden aufgrund ihrer Schuldsprüche 97 (in Worten: siebenundneunzig!) Todesurteile gefällt und vollstreckt, in der Mehrzahl der Fälle entgegen der ausdrücklichen Auflage der Inquisition, kein Todesurteil zu fällen. Das sind die extrem humanen Tatsachen.
Mit der Aufklärung und der blutrünstigen Französischen Revolution von 1789 wurden deratige Köpfzahlen nicht etwa in Jahrhunderten, sondern an einem einzigen Tag lässig übertroffen, und mit dem weiteren Fortgang des gottlosen Totalitarismus wurden diese Opferzahlen zügig 6-stellig, 7-stellig und schließlich 8-stellig. Demnächst werden sie 9-stellig und 10-stellig werden, und auch du hast statistisch eine hohe Chance, dich unter ihnen zu befinden. Das sind die grausigen historischen Tatsachen bzw. der aktuelle Ausblick auf die nächste Zukunft, in die wir gerade eintreten.
Wenn man deine Reaktion liest, Robert, dann fragt man sich unwillkürlich, wie man bloß so verblendet sein kann, derart hanebüchene Tatsachen schlechthin "nicht zu bemerken" und sich dabei auch noch "moralisch im Recht" vorzukommen. Meiner Ansicht nach handelt es sich um ein psychopathologisches, völlig irrationales Phänomen, das sich dadurch erklärt, daß, wer die obszönen Leichengebirge der Moderne kleinreden möchte, aus einem Maulwurfshügelchen den Mount Everest zusammenlügen muß, und an dieser monströsen Lüge erstickt er am Ende schließlich, weil die Geister, die er damit rief, nicht mehr loswerden kann. Die werden nämlich zu seinen Gesetzgebern!
Einer von den 97 Exekutierten der römischen Inquisition war Giordano Bruno, der am 17.2.1600 auf dem Campo de Fiori in Rom verbrannt wurde. Der hatte, neben vielen anderen schlimmen Dingen, unter anderem auch das Folgende verfaßt und unter die Leute gebracht:
Betrachtet doch das Wahre, erhebt die Augen zum Baum der Erkenntnis von Gut und Böse, seht den Widerspruch und den Gegensatz, die zwischen dem einen und dem anderen bestehen, achtet genau darauf, wer zu den Männern und wer zu den Frauen gehört.
Hier seht Ihr als Zugrundeliegendes den Körper, der Euer Freund ist, männlich; dort die Seele, die Eure Feindin ist, weiblich.
Hier das männliche Chaos, dort die weibliche Geordnetheit;
hier den Schlaf, dort die Wachheit;
hier den Trägen, dort die Erinnerung;
hier den Haß, dort die Freundschaft;
hier den Argwohn, dort die Sicherheit;
hier den Starrsinn, dort die Freundlichkeit;
hier den Skandal, dort die Friedlichkeit;
hier den Aufruhr, dort die Ruhe;
hier den Irrtum, dort die Wahrheit;
hier den Mangel, dort die Vollkommenheit;
hier den Höllenabgrund, dort die Glückseligkeit;
hier Polihimnio, den Pedanten, dort Polihymnia, die Muse:
schließlich sind alle Laster, Fehler und Verbrechen männlich und alle Tugenden, Vorzüge und Vollkommenheiten weiblich.
Klugheit, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Mäßigkeit, Schönheit, Majestät, Würde werden daher als weiblich bezeichnet, als weiblich vorgestellt, als weiblich beschrieben, als weiblich gemalt, und weiblich sind sie auch tatsächlich.
Die römische Inquisition hatte, wie es bei ihr üblich war, auch bei Bruno ausdrücklich darum gebeten, ihn nicht hinzurichten, und das war ernstgemeint, denn es ging ihr bei ihren Verfahren nie um Rache, sondern einzig um das effektive Abschalten eines hochgefährlichen Monsters. Und Giordano Bruno war eines!
Hundert Jahre später entstand die Freimaurerei, 200 Jahre später fand die von ihr betriebene Französische Revolution mit ihrem Guillotinenterror statt, 300 Jahre später putschten die Bolschewiken in Rußland und überzogen es mit ihrem Gulag-System, und heute, 400 Jahre danach, habt ihr den Feminismus am Hals, den ihr nie mehr loswerdet, weil der euch nämlich vorher beseitigt und ausrottet.
Dieses Schicksal ereilt euch völlig zurecht – weil ihr selbst es so haben wolltet. Das ist nämlich die Freiheit des Menschen: daß er an seiner eigenen, verbohrten Blödheit zugrundegehen darf, indem er sich selbst aus der Welt schießt. Die Freimaurer haben auf dem Campo de Fiori in Rom eine Statue Giordano Brunos aufgestellt. Bei denen dürft ihr euch bedanken, denn von denen habt ihr auch den wunderbaren Feminismus und die ganzen anderen Perversitäten geschenkt bekommen. Also, seid schön artig und sagt danke!
Um so etwas Grauenhaftes wie den Feminismus loszuwerden, bräuchte es zwingend eine effektive Inquisition. Die gibt es aber nun nicht mehr und ihr jubelt und weint vor Glück darüber. Statt dessen habt ihr etwas ganz anderes bekommen, und das werdet ihr NICHT wieder los, denn ihr habt euch selbst entwaffnet. Selber schuld.
![[image]](http://s20.rimg.info/ed1ade37daf14887f6f42aa0c5446e56.gif)
Nick
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Wenn wir Toren wüßten, daß wir welche sind, wären wir keine.
gesamter Thread:
- Hexenverfolgung. Die Hexen von Winningen. -
der_quixote,
14.02.2011, 22:37
- Kärntens Hexen waren Männer -
Medien,
15.02.2011, 00:26
- Wer die feministische Geschichtsklitterung dazu lesen will: "Meredith Haaf" im Spiegel - Medien, 15.02.2011, 00:54
- Kärntens Hexen waren Männer - hoerer, 15.02.2011, 02:33
- Richtigstellung -
Chato,
15.02.2011, 09:04
- Anmerkung - Narrowitsch, 15.02.2011, 12:11
- Richtigstellung -
Robert,
15.02.2011, 13:36
- Seid ihr heute denn nicht die Schmiede eures Glücks? -
Chato,
16.02.2011, 00:06
- Seid ihr heute denn nicht die Schmiede eures Glücks? -
Robert,
16.02.2011, 10:02
- Seid ihr heute denn nicht die Schmiede eures Glücks? - Chato, 16.02.2011, 13:45
- Seid ihr heute denn nicht die Schmiede eures Glücks? -
Robert,
16.02.2011, 10:02
- Seid ihr heute denn nicht die Schmiede eures Glücks? -
Chato,
16.02.2011, 00:06
- Hexenverfolgung. Die Hexen von Winningen. - Narrowitsch, 15.02.2011, 12:34
- Kärntens Hexen waren Männer -
Medien,
15.02.2011, 00:26