Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

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Anmerkung

Narrowitsch, Berlin, Tuesday, 15.02.2011, 12:11 (vor 5449 Tagen) @ Chato

Angenendt, ein sehr angesehener Mediävist, räumt auf mit den Klischees
vom "finsteren Mittelalter" ....

Dass das Klischee vom "finsteren Mittelalter" auch im 21. Jahrhundert fest in den Köpfen - nicht nur deutscher?- "Volksgebildeter" fest verankert ist, zeigt, was es mit dem Bildungsgesabbel (auch wirtschafts-)politischer Wichtigtuer auf sich hat. Jeder Esel, der sich je ein wenig in Kunstgeschichte umsah, weiß vom treibenden Zeitgeist der Gotik: Dem Streben meterdicker Mauern zu durchbrechen, Licht und Farbe in das Halbdunkel fester Bauten zu holen. Ganz so finster, wie kolportiert, war das Mittelalter wohl doch nicht.

Gegenwärtige Bildung beschränkt sich auf Ausstattung der Menschenmassen mit Fähigkeiten, die die Wirtschaft fordert.Geschichte zählt nur insofern dazu, als sie per Unterricht und Studium allerlei Volks mit Scheineinsichten in politische, namentlich außenpolitische, erwünschte Denkschablonen ausstattet. Und die betreffen bei weitem nicht nur Hexen, Kirche und Inquisition - sie betreffen alles Denken zu den großen Fragen der Menschheit: Woher kommen wir, was sind wir, wohin gehen wir....

Ob dies aber die Fans von Drewermann ....

Drewermann hält sich, wenn ich nicht irre, für die Reinkarnation des Giordano Bruno. Nicht ausgeschlossen er tät gern den Scheiterhaufen besteigen, als Märtyrer der Moderne. Selbst das verweigert ihm die Kirche. Nicht einmal für einen Platz im Tollhaus macht sie sich stark, was für ein Saustall...

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Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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