Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Ist der Ausdruck "Männerrechtler" diffamierend?

Informator, Saturday, 27.11.2010, 16:56 (vor 5527 Tagen)

Im Anschluß an ein Gespräch ist mir einiges klarer geworden, und ich möchte diese Frage bejahen.

Daß der Ausdruck an "Frauenrechtlerin" anklingt, macht ihn zu einer Art zweitem Aufguß, was allein schon einen unmännlichen Eindruck macht. Männer sollten nicht in die - ohnein zu kleinen - Fußstapfen von Frauen treten.

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Vor Allem reiht der Ausdruck die Betreffenden in die Menge der Fordernden, wenn nicht der Antrag- oder gar Bittsteller ein. Zur Beachtung: Jede Petition ist eine Bittstellung, denn lat. "petare" heißt u.a. (er)bitten!

Erbitten oder fordern kann man aber nur etwas von einem, der mehr hat als man selbst, und der geben, aber auch verweigern kann. Damit erkennt man seine Abhängigkeit ausdrücklich an.

Ja, man erkennt damit seine Nachrangigkeit an - womit man sich aber die Männlichkeit abspricht. Die Selbstkastration mache ich aber (und hoffentlich viele andere Männer auch) nicht mit. Denn die Vorrangigkeit des Mannes ist in allen Hochkulturen dieser Welt fundierend, m.W. auch in allen von ihnen kodifiziert. (Die Bibel ist nur ein Beispiel.) Wer das bestätigt, begibt sich also in keine Rechtfertigungspflicht.

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Schließlich ist zu bedenken, daß das Rechtswesen als Kulturelement eine rein männliche Angelegenheit ist, sehen wir von usurpatorischen Monstern wie dem "Deutschen Juristinnenbund" einmal ab. Es handelt sich ja im Rechtswesen um die Setzung von Regeln, von Abstraktionen.

Wenn wir also die Anwendung oder gar Schaffung von Rechten fordern, dann wenden wir uns sozusagen an das Patriarchat. Wir sind nicht nicht mehr Teil von ihm, wir stehen außerhalb. Wir haben uns eingereiht in diejenigen, die das Patriarchat nicht vorbehaltlos anerkennt, also in die Frauen, Sklaven, Verantwortungslosen, die Mündel.

Somit scheint der Ausdruck "Männerrechtler" ein in sich widersprüchlicher Begriff zu sein, dem genau die egalisierende Denkweise zugrundeliegt, die einzig auch den Feminismus legitimieren könnte.

trel


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