Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Jetzt noch die Gretchenfrage.

Informator, Thursday, 25.11.2010, 21:14 (vor 5529 Tagen) @ Royal Bavarian

Ganz meiner Meinung - Max

So weit, so gut.

Nun noch die Gretchenfrage. Darunter versteht die Wikipedia

eine direkte, an den Kern eines Problems gehende Frage, die die wahren Absichten des Gefragten entlarven soll. Sie ist dem Gefragten meistens unangenehm, da sie ein Bekenntnis verlangt, um das dieser sich bisher herumgedrückt hat.

Ich unterstelle nicht, daß dir die u.g. Frage unangenehm ist. Darum sei sie jetzt nur rhetorisch gestellt, da ich sie sonst denen stellen müßte, denen sie wirklich unangenehm ist.

Wobei ich etwas abändern möchte. Der ursprüngliche Wortlaut ist so:

„Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? Du bist ein herzlich guter Mann, allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.“

In Abänderung möchte ich nun fragen:

Wie hast du's mit dem Ungeborenen-Mord?

Ich komme nicht mehr los von davon, weil ich, wie zum wiederholten Male vermerkt, bei Kuehnelt-Leddihn ("Konservative Weltsicht als Chance", 2010, S.59f.) dieses gelesen habe:

Wir haben jetzt in allen Ländern der "zivilisierten" Welt zwei völlig getrennte, einander nicht mehr verstehende "Seelenrassen".

[...]

Die mikrozephalen Vertreter des Pränatalmordes sind sich nie ernstlich bewußt geworden, daß sie den Graben zwischen diesen beiden "Rassen" katastrophal vertieft haben. Ein ganzer Volksteil sieht im anderen Mörder und Mordhelfer, denen man nur mit dem größten Widerstreben die Hand reichen kann.

[...]

Dieses Recht auf die Vernichtung der Unerwünschten haben auch die Vertreter der drei Revolutionen, die Guillotineure, die Genickschüssler und die Gaskammerinstallateure für sich in Anspruch genommen.

[...]

Freilich gibt es heute in den Kirchen innerhalb der theologischen Halbwelt wahrhaftige King-Kongs, die alle christlichen Lehren in Frage stellen.

Letztlich geht es also nicht so sehr um die Links/Rechts-Frage - wenngleich sie untrennbar mit jener anderen verbunden ist -, sondern um die Frage, ob einer Menschengruppe, egal welcher, die Menschenwürde abgesprochen werden darf. Der Feminismus hat dazu eine klare Aussage, die ihn definiert wie keine andere seiner Aussagen.

Aber diese Aussage, sie ist kein Privileg des Feminismus. Sie geht vielmehr über ihn hinaus und erfaßt auch einen Teil der Männerrechtler bzw. Maskulisten.

Diese Frage also, nicht die Frage, ob pro- oder antifeministisch, ist die entscheidende Frage, welche die zwei "Seelenrassen" bezeichnet. An ihr scheiden sich wirklich die Geister!

Gruß
trel


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