Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Erstaunliche "Freiburger Leitlinien"

Leser, DFR (Deutsche Femokratische Republik), Sunday, 07.11.2010, 02:38 (vor 5547 Tagen)
bearbeitet von Leser, Sunday, 07.11.2010, 02:51

Nachtgedanken ...

Wer wissen möchte, wie Kinder aktuell erzogen werden und welches ideologisches Gedankengut dahinter steht, der lese die "Freiburger Richtlinien", die ich hier unkommentiert einstellen möchte. Lest (ist lang, aber aufschluss- und erkenntnisreich) und kommentiert bitte eure Gedanken, denn ich halte mich bewusst zurück und denke nicht mal ansatzweise an solche NGOs wie "Dissens e.V." Hier also Kapitel 12:

Qualitätsmanagement-Handbuch - pädagogischer Teil

12. Pädagogischer Qualitätsstandard
Geschlechtsbezogene Erziehung

Begriffsdefinition

Unter geschlechtsbezogener Erziehung versteht wir verschiedene Formen von Koedukation und die Notwendigkeit einer „bewussten“ Haltung zur Geschlechtererziehung, um den speziellen Bedürfnissen von Mädchen und Jungen gerecht zu werden.

Theoretischer Hintergrund

Wir leben in einer Gesellschaft, die noch immer starke patriarchale Strukturen aufweist, mit allen bekannten Nachteilen für Frauen und Kinder, Mädchen wie auch Jungen:

- eingeschränkte Chancen in der Gesellschaft
- restriktive unangemessene Erwartungen und
- krankmachende Vorgaben des Umfeldes.

Grundlage dieser patriarchalen Strukturen sind überkommene Rollenbilder und Rollenerwartungen, die reflektiert und überwunden werden müssen. Aufgrund der prägenden Lebensphase, in der sich Kinder in Kindertageseinrichtungen befinden, gehört die Förderung der Chancengleichheit und der gleichberechtigte Umgang zwischen Mädchen und Jungen zu den grundlegenden Zielen. Dies wird auch vom Kinder- und Jugendhilfegesetz § 9 explizit gefordert.

Mädchen und Jungen haben nicht nur das gleiche Recht und die gleiche Wertigkeit im Leben, sondern auch die gleichen Wünsche und Bedürfnisse; auch wenn diese zuweilen auf unterschiedliche Arten geäußert werden.

Im Anhang zu diesem Standard werden die theoretischen Zusammenhänge noch deutlicher beleuchtet und herausgestellt; sie sind ein fester und verbindlicher Bestandteil dieses Standards.

Ziele

- Wir geben Jungen und Mädchen Anregungen auf der Suche nach der eigenen Identität und nach ihrem Verhältnis zueinander.

- Die geschlechtsbezogene Förderung von Mädchen und Jungen, so dass beide
ihre speziellen Bedürfnisse und Wünsche kennen- und ausdrücken lernen.

- Wir brechen traditioneller und unreflektierter Rollenbilder durch das Angebot von vielfältigen Erfahrungsmöglichkeiten auf.

Mädchen

- um die Höherbewertung von Mädchen zu unterstützen

- um sich eigener Stärken bewusst zu werden, auch um Wünsche / Interessen
/ Bedürfnisse durchzusetzen

- um so in unterschiedlicher Weise, Grundlagen für selbständige Lebensgestaltung und Berufsentscheidungen zu schaffen

- um Weiblichsein erleben zu können, ohne dass daraus Vor- oder Nachteile
entstehen.

- um Anstöße für die Entwicklung erweiterter weiblicher Rollenkonzepte
zu geben.

Jungen

- um eigene Grenzen zu spüren und Grenzen anderer respektieren zu können über das bisher im Rollenbild zugelassene hinaus.

- um eigene Wünsche / Interessen / Bedürfnisse zu spüren, zuzulassen und angemessen auszudrücken.

- um Interessen zu entwickeln und umzusetzen, die bislang vor allem dem anderen Geschlecht vorbehalten waren.

- um sie vor „Selbstbeschränkungen“ zu schützen.

- um Sicherheit in der Geschlechteridentität entwickeln.

- um Männlichsein erleben können, ohne dass daraus Vor- oder Nachteile entstehen.

Aufgaben der Fachkräfte

- Für die geschlechtsbezogene Förderung ist eine differenzierte Sicht auf Mädchen und Jungen, auf die Erzieherin als Frau, den Erzieher als Mann wesentlich.

Grundlage hierfür ist, sich seiner eigenen Geschlechtsidentität bewusst und sich darüber zu klar werden, wie sie die Wahrnehmung und das pädagogische Handeln beeinflusst.

- Der Erzieher und die Erzieherin muss sich mit verschiedenen Fragen der eigenen Geschlechterrolle auseinandersetzen: Welches Bild habe ich von mir als Mann bzw. als Frau? Wie wurde ich in meiner Erziehung geprägt?

- Welches Geschlechtsrollenbild vermittle ich (gewollt oder ungewollt) Mädchen, welches Geschlechtsrollenbild Jungen?

- Durch welche unbewussten Fallstricke gerate ich in Gefahr, unreflektierte Rollenstereotypen an Kinder weiterzugeben?

- Die Männer und Frauen, die in Kindertageseinrichtungen arbeiten, müssen sich vor Augen halten, dass Mädchen und Jungen zwar nicht gleichgeschlechtlich, aber doch gleichwertig sind. Sie müssen auf Unterschiede achten, um ihnen gerecht zu werden. Gleichmacherei führt zu Undifferenziertheit und somit zu unreflektiertem Rollenverhalten.

Für die pädagogischen Fachkräfte gelten die Freiburger Leitlinien zur Mädchenarbeit!

Anhang zur Theorie

Fester und verbindlicher Teil des Standards „Geschlechtsbezogene Erziehung“

Wir leben in einer Gesellschaft, die noch immer starke patriachale Strukturen aufweist. Die Machtpositionen innerhalb der patriachalen Gesellschaft sind noch überwiegend von Männern besetzt. Die Chancen sind ungleich verteilt.

Nach wie vor haben Frauen keinen wirklich gleichberechtigten Platz, sondern müssen sich zumindest teilweise männlichen Normen anpassen, um selbst ihre relativ bescheidenen Positionen zu halten.

Außerdem „dürfen sie freiwillig sogar alles nebeneinander her tun; den Schimpf
über die „Karrieretante“ und die Schande über der „Rabenmutter“ werden sie bei so viel Selbstverwirklichung auch noch wegstecken lernen“ (Zus, Freiburger Tageszeitung, Auszug vom 8.3.2001 zum Internationalen Frauentag, S.1)

Vom Verhalten der Männer und Frauen gibt es in unserer Kultur oft sehr enge stereotype Vorstellungen. Die Vorbildwirkung von Eltern, direkten Bezugspersonen wie Erzieherinnen

- aber auch Medien, wie Fernsehen, Bücher, Werbung sind für Kinder wichtige

Informationsquellen zur Entwicklung ihrer Vorstellung von der typisch weiblichen und männlichen Rollen. Oft werden Geschlechtsrollen aber auf eine stereotype Weise gezeigt, die, gerade Kindern im Bezug auf ihre Identifikationsfindung und Geschlechtsdifferenzierung übernehmen.

„Vorschulkinder tendieren deshalb oft zu einer recht engen und rigiden Interpretation dessen, was für ein Mädchen und was für einen Buben als angemessen zu betrachten sei.“ (P. Rossman, S. 106). Dabei setzen sie sich selbst unter Druck. „Der „Normalitätsdruck“ bringt ein Mädchen dazu, sich dem anzupassen oder anzugleichen, was ihm als normal = richtig vorgegeben wird.

Abweichendes sowohlim Innern (Gefühle, Gedanken, Erleben) als auch im Außen (Erscheinungsbild, Auftreten..) wird unterdrückt und abgelehnt bzw. nicht wahrgenommen und benannt, sondern der „Normalität“ entsprechend umgeformt.“ (s.o.)

Für Mädchen kann dies eine Beschneidung ihrer Kompetenzen und Chancen zur Folge haben; führt unter Umständen dazu, sich in den von der Gesellschaft vorgegebene Rollen unwohl fühlen, ein unbefriedigendes Leben führen. Psychosomatische Störungen, wie z. B. Magersucht/Bulimie sind mögliche Folgeerscheinungen, die „typisch weiblich“ sind.

Für Jungen kann der Druck, gesellschaftliche Erwartungen erfüllen zu müssen, die viel Aktivität, Energie, Durchsetzungskraft erfordern, dazu führen, wenig Kontakt zu eigenen Bedürfnissen und Gefühlen zu entwickeln. Auffälligkeiten im sozialen Verhalten sind eher Ausdruck von „typisch männlichen“ Reaktionen auf nicht erfüllbare Erwartungen.

In Kindertageseinrichtungen gehört die Förderung der Chancengleichheit und der
gleichberechtigte Umgang zwischen Mädchen und Jungen zu den grundlegenden Zielen.

Das KJHG fordert dazu auf, „die unterschiedlichen Lebenslagen von Mädchen und
Jungen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die leichberechtigung von Mädchen und Jungen zu fördern.“ (KJHG ' 9, Abs.3)

Überlegungen und Praxisansätze gibt es bislang vor allem in der Jugendarbeit. In Kindertagesstätten, die einen sehr großen Bereich der Jugendhilfe darstellen, gehen Erzieherinnen und Erzieher oft wie selbstverständlich davon aus, beide Geschlechter gleich zu behandeln.

Neuere Studien belegen jedoch, dass trotz anderer pädagogischer Grundsätze geschlechtsspezifische Handlungsmuster in der Praxis bestehen. „Annahmen der Sozialisationsforschung zufolge sind die Potentiale von Mädchen und Jungen ursprünglich sehr ähnlich, doch werden die biologischen Geschlechterunterschiede im Alltag zum Anlass genommen, Mädchen und Jungen unterschiedlich zu erziehen und an ihr Verhalten unterschiedliche Erwartungen zu richten. Die klischeehaften Vorstellungen von Weiblichkeit (einfühlsam, fürsorglich, gefühlsbetont) und Männlichkeit (mutig, sachlich, rational) und die unterschiedliche Wertschätzung der Geschlechter in der Gesellschaft werden von Mädchen und Jungen im Prozess ihrer Sozialisation auf vielfältige Weise angeeignet und zu den eigenen Möglichkeiten in Beziehung gesetzt.“

(vgl. hierzu auch Mädchenarbeit im Hort KiT 1.20, Juni 1999 Colber-Schrader, Engelhard, Höltershinken, Neumann, Sprey-Wessing)

Nach einem „heimlichen Erziehungsplan“ werden an Mädchen und Jungen unterschiedliche Erwartungen gerichtet, Jungen erhalten mehr Aufmerksamkeit und Förderung als Mädchen. Die Art und Weise, wie Jungs Aufmerksamkeit einfordern ist oft eine raumgreifende, destruktive - aber nicht befriedigende - Form, das Bedürfnis nach Zuwendung zu befriedigen.

Mädchen hingegen lernen früh, angesichts der jungmännlichen Dominanz ihre eigenen Bedürfnisse hinten an zu stellen. Auf diese Weise bekommen weder Mädchen noch Jungen, die Aufmerksamkeit, die sie brauchen.

Welche Sichtweise auf die Bedürfnisse von Mädchen und Jungen haben Eltern und Erzieherinnen und Erzieher, aber auch die Kinder selbst?

Kinder

Mädchen:

Ergebnisse aus einem Interview mit Kindern (Permien/Frank S. 54 ff.) zeigen folgende Mädchenselbsteinschätzungen

- Wir sind schöner als Jungen.

- Mädchen können besser miteinanderauskommen.

- Mädchen können besser Rad, Handstand und Zwicken

- Mädchen können besser Puppenecke spielen, putzen und Stau saugen.

- Wir sind schon auch stark, aber die Jungen viel stärker

- Mädchen sind leicht beleidigt.

und Fremdwahrnehmungen von Jungen:

- Mädchen können besser Kinder erziehen

- Mädchen sind nicht so brutal

- Wenn sie lachen sind sie so schön.

- Gut, dass man sie ärgern und knutschen kann

- Mädchen können nicht mal laufen,

- Mädchen stinken.

Jungen

Wenn man Kinder fragt, was denn ein richtiger Junge sei, stößt man auf Normen und Werte, die aus dem vorigen Jahrhundert zu stammen scheinen:

Jungen müssen überlegen sein und sich durchsetzen können. Sie dürfen keine Angst zeigen, nicht zaghaft oder vorsichtig sein. Ihre Körper sollen supergut funktionieren und ständig über sich hinaus wachsen. (Schnack, Neutzling, S.64)

Ergebnisse aus einem Kinderinterview (Permien/Frank S. 54 ff.) zeigen folgende
Jungenselbsteinschätzungen:

- Jungen sind stärker

- Männer kriegen leichter Jobs und können sich verwöhnen lassen

und Fremdwahrnehmungen von Mädchen:

- Irgendwie sind Jungen stärker

- Buben sind zu den Mädchen wild und unfreundlich

- Jungen sind wild und frech

Mütter und/oder Väter

Mädchen:

- Beide Elternteile - Mütter und Väterbetrachten es in einer von Evelyn Goodenough Pitcher erhobenen Studie, „als „weiblich“ an hübscher Kleidung, häuslichen Gewohnheiten, Familie und Babys interessiert zu sein und sich mit einer Frau zu identifizieren.

Sie erwarten, dass Mädchen mehr an Menschen interessiert sind als Jungen. Und sie berichten auch, dass die kleinen Mädchen mehr nach den Gesichtern sehen, auf deren Ausdruck achten, Beziehungen beobachten. Mädchen werden meist als kokett bezeichnet.“(Scheu, S. 78/79)

Jungen

- Bei einer Umfrage von 230 junge Männern zwischen 20 und 30 im Jahre 1994 wurde die Frage gestellt, wie sie (die Jungen) laut Vater sein sollen, wurden unter dieser Rubrik von den Söhnen kaum irgendwelche menschliche Eigenschaften erwähnt. Nicht von einem einzigen

Vater, „glaubte z.B. der Sohn, dieser würde ihn sich „glücklich“ vorstellen oder „kreativ“ oder „zufrieden“. Alle Erwartungen waren von Männernatur, die meisten bezogen sich auf die Leistung. (Auszug S.30 Benard)

Mädchen

- Mädchen sind interessierter und geübter mit Angeboten in der
Puppenecke (Puppen, Geschirr, schminken)

- Spielen leiser/weniger Störungen der Gruppenatmosphäre/passen sich scheinbar reibungsloser dem „Rahmen“ an

- Ruhigere Beschäftigungen, beobachten, Gespräche untereinander, organisieren sich in Mädchengruppen

- Gehen bereitwilliger auf Angebote der Erzieherinnen ein, verhalten sich solidarischer

- Sind seltener im Mittelpunkt von Fall- und Fachbesprechungen, werden weniger beobachtet, sind unauffälliger (Auszug: Büttner, Dittmann, S. 45)

Jungen

- Jungen sind interessierter und geübter in den Angeboten der Bauecke, mit Bauklötzen und Legos, Autos, Eisenbahnen

- Von ihnen gehen oft lärmende Konflikte aus, die schnell die Gesamtatmosphäre beherrschen

- Jungenbanden fallen auf, die kämpfen, andere „überfallen“

- Überschreiten häufiger Grundstücksgrenzen/ sonstige aufgestellte Regeln

- Kritisieren und torpedieren Beschäftigungen/ Angebote von Erzieherinnen stärker

- Sind prozentual häufiger im Mittelpunkt von Fall- und Fachbesprechungen, werden mehr beobachtet, sind auffälliger. (Auszug: Büttner, Dittmann, S. 45 Erzieherinnen/Erzieher

Erzieherinnen/Erzieher

Th.Hüller beschreibt seine Erfahrungen und Beobachtungen als Erzieher in
einer Kita folgendermaßen:

Mädchen

- Mädchen sind interessierter und geübter mit Angeboten in der Puppenecke (Puppen, Geschirr, schminken)

- Spielen leiser/weniger Störungen der Gruppenatmosphäre/passen sich scheinbar reibungsloser dem „Rahmen“ an

- Ruhigere Beschäftigungen, beobachten, Gespräche untereinander, organisieren sich in Mädchengruppen

- Gehen bereitwilliger auf Angebote der Erzieherinnen ein, verhalten
sich solidarischer

- Sind seltener im Mittelpunkt von Fall- und Fachbesprechungen, werden weniger beobachtet, sind unauffälliger (Auszug: Büttner, Dittmann, S.45)

Jungen

- Jungen sind interessierter und geübter in den Angeboten der Bauecke, mit Bauklötzen und Legos, Autos, Eisenbahnen

- Von ihnen gehen oft lärmende Konflikte aus, die schnell die Gesamtatmosphäre beherrschen

- Jungenbanden fallen auf, die kämpfen, andere „überfallen“

- Überschreiten häufiger Grundstücksgrenzen/ sonstige aufgestellte Regeln

- Kritisieren und torpedieren Beschäftigungen/Angebote von Erzieherinnen stärker

- Sind prozentual häufiger im Mittelpunkt von Fall- und Fachbesprechungen, werden mehr beobachtet, sind auffälliger. (Auszug: Büttner, Dittmann, S.45)

Auszug aus den Freiburger Leitlinien zur Mädchenarbeit:

(1) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter achten auf die Belange von Mädchen und nehmen sie wahr. Sie sind bereit, sich mit ihrer Geschlechterrolle und ihrer eigenen geschlechtsspezifischen Sozialisation auseinander zu setzen; nehmen Mädchen in ihrer gesellschaftlichen Rolle geschlechtsbezogen wahr, entwickeln in ihrem pädagogischen Handeln ein Bewusstsein für geschlechtsbezogene Arbeitsweisen und Wirkungen und sind bereit, ihr pädagogisches Handeln kritisch zu reflektieren.

(2) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter qualifizieren sich in Fragen der geschlechtsbezogenen Pädagogik und Arbeit. Sie bilden sich in diesem Bereich regelmäßig fort.

Sie nutzen Möglichkeiten zur Teilnahme an einschlägigen Fortbildungen und kollegialen Beratung und Supervision

(3) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich durch ihr Handeln offensiv und engagiert für die Belange von Mädchen ein. Sie decken Benachteiligungen von Mädchen auf, thematisieren sie und tragen durch ihr Handeln aktiv dazu bei, diese zu überwinden; unterstützen Mädchen, ihre Stärken zu entfalten, ihre Interessen wahrnehmen und Bedürfnisse umsetzen zu können; mischen sich ein, wenn Mädchen diskriminiert, benachteiligt oder belästigt werden; wirken tradierten geschlechtsspezifischen Arbeitsteilungen entgegen, wenn diese Mädchen in ihren Entfaltungsmöglichkeiten und Erfahrungsspielräumen einschränken.

(4) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich aktiv für die Etablierung und Weiterentwicklung geschlechtsbezogener Ansätze in ihrem Arbeitsfeld ein. Sie nutzen aktiv die Möglichkeiten und Gestaltungsspielräume für geschlechtsbezogene Arbeitsweisen; Sie sind für innovative Handlungsansätze in der Mädchenarbeit offen und beziehen diese in die eigene Arbeit mit ein.

Quelle: http://www.antife.de/Doku/freiburger%20richtlinien.pdf

Nachtrag: Doris Lessing meint dazu

Die Schriftstellerin Doris Lessing fordert die Männer auf sich gegen ihre "sinnlose Erniedrigung" zu wehren. "Ich bin zunehmend schockiert über die gedankenlose Abwertung von Männern, die so sehr Teil unserer Kultur geworden ist, dass sie kaum noch wahrgenommen wird", sagte 81-jährige Autorin in einem Bericht des "The Guardian".

Lessing, die vor allem mit ihren Büchern "The Grass is Singing" und "Das goldene Notizbuch" zu einer literarischen Heldin des Feminismus wurde, sagte:

"Es ist Zeit, dass wir uns fragen, wer eigentlich diese Frauen sind, die ständig die Männer abwerten. Die dümmsten, ungebildetsten und scheußlichsten Frauen können die herzlichsten, freundlichsten und intelligentesten Männer kritisieren und niemand sagt etwas dagegen. Die Männer scheinen so eingeschüchtert zu sein, dass sie sich nicht wehren. Aber sie sollten es tun."

Die im heutigen Simbabwe aufgewachsene Autorin, beklagte eine "denkfaule und heimtückische Kultur", die sich des Feminismus bemächtigt habe und darauf hinauslaufe, "auf Männer einzudreschen". Bei einem Besuch in einer Schule, in der die Lehrerin Beifall heischend erklärt habe, Kriege seien auf die angeborene Gewalttätigkeit von Männern zurückzuführen, berichtet die Schreiberin: "Da saßen die kleinen Mädchen fett, selbstgefällig und eingebildet, während die kleinen Jungs zusammengesunken waren, sich für ihre Existenz entschuldigten und dachten, dass das so ihr ganzes Leben lang weitergehen würde. Das passiert überall in den Schulen und niemand sagt ein Wort."

Ein Teil des Feminismus ist in heiße Luft aufgegangen

Die Schriftstellerin klagte, ein Teil der "großen Energie" des Feminismus sei "in heißer Luft und schönen Worten verloren gegangen", während man sich doch darauf hätte konzentrieren sollen, Gesetze zu ändern. "Wir haben jetzt die Bezahlung bekommen. Aber die wirkliche Gleichheit gibt es erst, wenn die Sorge für die Kinder geregelt ist. Und das ist noch nicht geschehen, jedenfalls nicht für jene, die es wirklich brauchen", sagte Lessing. Sie kündigte an, sie werde keinen dritten Band ihrer Autobiografie schreiben, denn sie wolle "nicht so viele große und bedeutende Leute" dadurch verletzen, dass ich sie an ihre "Dummheiten" erinnere. "Ehrlich gesagt: Es kümmert mich nicht mehr", sagte sie.

Quelle: http://www.vaeter-aktuell.de/feminismus/Lessing_20010814.htm

--
Eine bestimmte Sorte Mensch (meist weiblich) hat mir den Krieg erklärt
- und ich gehe da jetzt hin
zusammen mit "Sunzi" (500 ante Christum natum)


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