Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Männliche Hebammen: Allein unter Frauen

Narrowitsch, Berlin, Wednesday, 14.07.2010, 00:02 (vor 5661 Tagen) @ Garfield

Hallo Narrowitsch!

Aber wie man dem Text entnehmen kann, wäre es zumindest auf diesem Gebiet
gut, wenn dort mehr Männer tätig wären.

Ich kann dies dem Text nicht entnehmen. Nirgends. Vermutlich kämen auch mit männlichen Geburtshelfern, gesunde Kinder zur Welt, na klar. Aber aus welchem Grunde sollte es für irgendjemanden gut sein, wenn Männer sich auf einem Gebiet bewegen, von dem sie - zumindest emotional - keine Ahnung haben: nämlich der der wichtigsten weiblichen Bestimmung: dem des Gebärens.

Ich glaube auch nicht daran, daß
eine Frau, die selbst noch nie ein Kind geboren hat (und davon gibt es ja
heute nicht wenige, sicher auch im Hebammen-Beruf) da irgendeinen Vorteil
gegenüber einem Mann hat.

Doch, das glaube ich, weiß es natürlich auch nicht. Fest steht: mit dem Beginn der Menstruation haben Frauen ein anderes Verhältnis zu dem, was die Folge aus ihr ist. Es ist etwas anderes, über belegte Tatsachen zu denken, oder sie im eigenen Leib zu spüren. Fest steht auch, dass aus der Fähigkeit Leben auszutragen, sehr emotionale Denkprozesse sprießen, die wir Männer so wohl nicht nachvollziehen können, so wenig Frauen je ganz begreifen werden, was männliche Geschlechtsreife - Pubertät sowieso - im Detail bedeutet. Mich ärgert es beispielsweise, wenn Frauen Jungen erklären, was mit ihnen vorgeht während jener Pubertät- während dieser in vielerlei Hinsicht spannungsreichen Zeit.
Und so, wie ich Frauen die Fähigkeit zu einem tiefen emotionalen Verständnis in diesen Dingen abspreche,weil sie sie nur vom Hörensagen kennen, so maße ich mir nicht an, mich - angeblich wissend - in das weite Feld weiblicher Empfindungen in Sachen Schwangerschaft und Geburt zu mischen.

Ich habe keine Ahnung, was diese neue Form beruflicher und/ oder emotionaler Gleichschalterei uns allen bringen könnte. Abgesehzen von der Bestätigung der Prothes, Geschlechter seien gleich.

Stell dir nur mal vor, man hätte immer gesagt, daß Männer in der Küche
nichts zu suchen haben, daß das Frauenarbeit wäre! Glaubst du, es hätte
dann berühmte Chefköchinnen gegeben, die sich darum bemüht hätten, immer
wieder neue Gerichte zu kreieren?

Du argumentierst mit den berühmten Äpfeln und Birnen. Kochen kann jeder und jede, zeugen nur Männer , gebären nur Frauen. Ich halte es demnach für nicht ausgeschlossen, dass Männern auch dann ein etwas anderes - emotionales - Verhältnis zum Zeugungsakt eigen ist, als Frauen, selbst wenn sie nicht gezeugt haben. Und selbstverständlich folgt daraus, Frauen besitzen ein eigentümles Verhältnis zu Schwangerschaft und Geburt.

Ich glaube, daß es dann heute gar keine Sterne-Restaurants gäbe, sondern
einfach nur normale, durchschnittliche Gaststätten. Was nicht unbedingt
schlecht wäre und womit die Menschheit sicher auch überleben würde.

Das steht auf einem gänzlich anderen Blatt.

Aber wenn es um die Gesundheit geht, dann sollte man sich doch nicht nur
mit Durchschnitt und Bauchgefühl zufrieden geben. Es gab (und gibt!) ja
durchaus auch Widerstände gegen männliche Ärzte für Frauen.

Dies hat mit der (häuslichen) Geburtshilfe, mit instinktivem weiblichen Verstehen, nichts zu tun. Was Du andeutest, ist Ausfluss feministische Propaganda, die lieber die Folgen des Kindbettfiebers hin nähme, müssten sie nicht ohne "wenn und aber" zuzugeben, dass Männer - in diesem Fall Semmelweis - sich um Mütter, den "weisen Frauen" weit voraus, verdient machten. Allein daran läßt sich die menschliche Abartigkeit feministischen Denkens demonstrieren.

Stell dir mal
vor, es wäre heute noch üblich, daß eine Geburt eine reine
Frauenangelegenheit wäre!

Das stelle ich mir nicht nur nicht vor, das ist so und wird noch lange so bleiben.

Dann hätten wir heute noch eine inakzeptabel hohe
Kinder- und Müttersterblichkeit bei Geburten, und das völlig sinnlos!!!

Die Geburt und die Hilfe bei ihr sind verschiedene Dinge.

Freundliche Grüße
von Garfield

ebenso freundliche Grüße zurück!

Narrowitsch

--
Extemplo simul pares esse coeperint, superiores erunt-

Den Augenblick, sowie sie anfangen, euch gleich zu sein, werden sie eure Herren sein.


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