Carl Sagan
Hallo "Unterdrücker"!
Was könnte an meiner These dran sein, dass Sagan recht hat, die wahren Gründe aber verschwiegen werden, weil die Eliten das Volk für zu doof halten, um diese zu verstehen, und daher unter anderem der Feminismus eingeführt, bzw. forciert wurde um dieses übergeordnete Ziel zu erreichen?
Hm, ich glaube nicht daran, daß es irgendwo so eine Art geheime Weltregierung gibt, in der z.B. jemand von der Familie Rockefeller nebst Vertretern anderer unvorstellbar reicher Dynastien sitzt und unser aller Schicksal lenkt.
Ich fürchte, die Wahrheit ist viel komplizierter. Zweifellos haben die Angehörigen der Oberschicht das Sagen, denn ihr großes materielles Vermögen ermöglicht es ihnen, sich die Unterstützung anderer Menschen zu kaufen, die dann ihre Pläne durchsetzen.
Und sicher haben sie auch viele gemeinsame Interessen. Sie wollen z.B. allesamt ihren übergroßen Wohlstand auf Kosten der Allgemeinheit erhalten und weiter vermehren. Und sie möchten sich für den Fall, daß die Massen mal revoltieren, möglichst gut absichern.
Aber sie sind ja teilweise auf unterschiedlichen Gebieten tätig, woraus sich dann wieder auch unterschiedliche Standpunkte und Ziele ergeben. Das sieht man z.B. gut an der "Klimakatastrophen"-Kampagne. Die wird in Deutschland und damit in Europa ganz offensichtlich von mächtigen Angehörigen der Oberschicht forciert, weil sie sich davon jetzt und in Zukunft hohe Gewinne für sich selbst versprechen. Da kann sich hier kaum noch jemand dagegen stemmen - also versuchen alle, ein Stück vom großen Kuchen abzubekommen.
In den USA dagegen sieht das anders aus. Da gibt es offensichtlich einflußreiche Leute, die von dem Unsinn eher Verluste als Gewinne für sich selbst befürchten. Mit Obama schien sich das zu ändern, und man wollte dann sogar nach europäischem Vorbild CO2-Zertifikate einführen. Aber das scheint nun gekippt zu sein - und das zeigt eben, daß es auch in der Oberschicht widersprüchliche Interessen gibt.
Ich denke, daß es da auch nur sehr wenige Menschen gibt, die wirklich so vorausschauend denken wie Carl Sagan. Es gibt da ein treffendes Sprichwort: "Jeder ist sich selbst der Nächste." So ist das aben auch in der Oberschicht. Ich denke, die verlangen da einfach alle nur das, was ihnen jetzt direkt nützt, ohne groß darüber nachzudenken, was das langfristig bewirkt.
Sonst wären in der Weltgeschichte Revolutionen und Aufstände gar nicht oder nur selten vorgekommen. Die Oberschicht hätte immer in weiser Voraussicht dafür gesorgt, daß die Massen irgendwie abgelenkt oder aber irgendwie dezimiert werden, und zwar noch bevor sich Unzufriedenheit weit ausbreiten konnte. Für beides gab es auch in früheren Zeiten durchaus Möglichkeiten.
Aber die menschliche Gier verhindert eben auch in der Oberschicht, daß man dort gemeinsam auf ein Ziel hinarbeitet und dabei auch mal auf den eigenen Gewinn verzichtet.
Afghanistan ist ja auch so ein typisches Beispiel dafür. Es wäre durchaus möglich gewesen, da Ruhe und Wohlstand zu schaffen. Aber eben NICHT durch einen Angriffskrieg und NICHT dadurch, daß man zuläßt, daß in der ganzen Region radikale Islamisten mit Öl-Dollars hochgepäppelt werden. Dasselbe gilt für Irak. Saddam Hussein war zwar ein übler Diktator, ist aber auch nur durch die USA an die Macht gekommen. Und wenigstens hat er den radikalen Islam eingedämmt. Jetzt herrscht da Chaos, und sowohl im Irak wie in Afghanistan sind Unruhe-Herde entstanden, die natürlich in diesen Regionen dafür sorgen, daß sich dort so schnell kein Wohlstand für die Masse der Bevölkerung ausbreiten wird.
Wer Wohlstand auch in Entwicklungsländern will, der darf diesen Ländern ihre Rohstoffe nicht einfach wegnehmen, und der muß Produkte aus diesen Ländern anständig bezahlen. Der darf da auch keine geldgierigen Diktatoren finanzieren, die das Volk nur auspressen und in Armut halten.
Aber das alles geschieht, und zwar letztendlich auch auf Anweisung der Superreichen an der Spitze der Oberschicht. Einfach nur aus Gier - sie sehen eben auch nur bis zu ihrer Nasenspitze und keinen Millimeter weiter.
Nur die Existenz einer Gefahr, vor der sie sich allesamt sehr fürchten, kann sie dazu bringen, umzudenken und wenigstens dem eigenen Volk oder den Völkern befreundeter Länder mal etwas mehr zu gönnen. Aber seit etwa 1990 gibt es solch eine große Gefahr nicht mehr.
Ich sehe es zwar auch so, daß der Feminismus als willkommenes Mittel zum Zweck eingesetzt wurde und wird. Aber ich glaube nicht, daß man dabei einen strategischen Plan verfolgt. Ich denke, das geschah und geschieht aus rein taktischen Erwägungen. Man wollte einfach die Frauen auf den Arbeitsmarkt drängen, nachdem sie in den Industriestaaten nach dem Zweiten Weltkrieg den allgemein steigenden Wohlstand massenweise dazu nutzten, Hausfrauen zu werden. Dafür brauchte man aber in den Köpfen der Frauen einen Bewußtseinswandel, und das war nur mit Hilfe der Feministinnen möglich, die Erwerbstätigkeit und "Unabhängigkeit" der Frau als ihre alleinseligmachende Lebensalternative anpreisen. Deshalb wurden und werden auch genau diese Feministinnen massiv von den durch die Superreichen kontrollierten Massenmedien hofiert.
Ich denke, daß der Feminismus auch gar nicht das wirkliche Problem ist, sondern allenfalls der Gipfel eines Eisbergs. Ich habe da eine ganz andere Theorie:
Die wichtigste Aufgabe eines Lebewesens besteht in der Produktion von Nachkommen. Beim Menschen fiel die Hauptlast dieser Aufgabe aus biologischen Gründen der Frau zu. Weil menschliche Kinder aber relativ viel Fürsorge brauchen und relativ lange nicht dazu in der Lage sind, sich selbst zu versorgen, war diese Aufgabe für Frauen lange Zeit sehr aufwändig. Auch wurden sie ja immer wieder schwanger, nicht nur mehrheitlich 0-2mal im Leben, so wie heute.
Das schuf automatisch eine große Abhängigkeit der Frau vom Mann. Der Mann mußte für Frau und Kinder Ressourcen heranschaffen, und er mußte sie vor der brutalen Außenwelt beschützen.
Wenn die Zeiten sehr hart waren, starben dabei viele Männer. Das erhöhte den Wert des Mannes. Frauen konnten sich dann weniger Ansprüche leisten, sondern mußten froh sein, wenn sie einen Mann abbekamen.
Nun war es aber unbedingt nötig, daß sie auch unter solchen für sie ungünstigen Umständen von den Männern immer ausreichende Ressourcen bekamen, mit deren Hilfe sie dann die Kinder zur Welt bringen und aufziehen konnten. Denn gerade unter solchen harten Umständen wäre es höchst fatal gewesen, wenn die Geburtenrate stark gesunken wäre.
Deshalb bildeten sich bei den Menschen Mechanismen heraus, die dafür sorgen, daß Frauen immer besondere Unterstützung bekommen. Dabei wurden offenbar noch ältere Instinkte wiederverwendet, die ursprünglich auf Kinder ausgerichtet waren. Diese Instinkte gibt es auch bei Tieren - sie werden durch die speziell geformten Gesichter der Jungtiere ausgelöst. Beim Menschen wirken sie in Bezug auf Kinder und auch in Bezug auf Frauen. Weil das weibliche Gesicht eher kindliche Züge behält, während das männliche Gesicht sich stärker verändert. Erst bei älteren Frauen verändert sich das Gesicht dann ebenfalls - weil sie für die Fortpflanzung nicht mehr geeignet sind, dürfen sie den allgemein üblichen "Frauenbonus" nicht mehr bekommen.
So neigt die Menschheit also generell zum Feminismus. Deshalb bekamen junge Frauen zu allen Zeiten nur aufgrund ihres Geschlechts jede mögliche Unterstützung, während man Männern höchstens dann half, wenn es objektiv nötig war, z.B. wenn sie alt oder verkrüppelt waren. Da übernahm dann der Verstand die Rolle der Instinkte, allerdings auch nur, wenn Möglichkeiten zur Hilfe vorhanden waren.
Wenn sich die Umstände nun bessern, dann hat das zunächst zur Folge, daß der allgemeine Wohlstand zunimmt. Er wird vor allem durch Männer erwirtschaftet, und sie haben aus traditionellen Gründen immer noch ein hohes Ansehen. Aber nun sterben weniger von ihnen, und das senkt ihren Wert für die Frauen. Frauen können sich nun mehr Ansprüche und Forderungen leisten, und Männer können es sich weniger leisten, diese abzulehnen.
Obendrein verschwinden die alten Instinkte ja nun nicht einfach. Frauen wird weiterhin viel Unterstützung zuteil, sogar noch mehr als früher, weil mehr zum Verteilen da ist.
Wenn die Wohlstandsperiode lange andauert, werden die Aufgaben der Männer zunehmend als Selbstverständlichkeiten wahrgenommen. Frau denkt nicht mehr darüber nach, wieso sie nun sicher vor Feinden durch die Straßen gehen kann, wieso sie immer genügend zu essen hat und sich diversen Luxus leisten kann. Das war ja schon immer so, so lange sie sich zurück erinnern kann...
Anstatt darüber froh und glücklich zu sein, sieht sie, daß andere Frauen reichere Männer haben, die ihnen mehr kaufen. Das will sie auch, und so jammert sie ihrem Mann tagaus, tagein die Ohren voll.
Bald ist es soweit, daß nur noch sehr reiche Männer hohes Ansehen genießen. Männer in der Mittelschicht werden von Frauen der gleichen Schicht quasi als Neutren betrachtet - als ganz nützlich, aber eben nicht als etwas Besonderes. Männer in der Unterschicht gelten als Versager, auch für die Frauen der Unterschicht. Immer mehr von ihnen kriegen überhaupt keine Frau mehr ab, während so mancher Mann in der Mittelschicht neben seiner Frau noch eine Geliebte hat und so mancher Mann in der Oberschicht einen ganzen Harem.
Viele Männer versuchen zunächst, das auszugleichen, indem sie sich noch eifriger bemühen, Frauen alles recht zu machen. Es wird also immer eifriger um die Frau herum getanzt. Ihre Bedeutung steigt, und wenn es lange keine äußeren Feinde gibt, kann sich durchaus dauerhaft ein Matriarchat etablieren.
Das zieht sich so normalerweise über mehrere Generationen hin. Wenn man aber sowas wie den heutigen Feminismus so massiv fördert, dann beschleunigt sich diese Entwicklung.
Aber dieser Feminismus ist letztendlich nur sowas wie Fruchtkörper eines Halimasch-Pilzes. Es kann davon durchaus viele geben, aber man kann sie relativ leicht wegschneiden. Damit beseitigt man aber keineswegs den Pilz. Der kann darunter im Boden gewaltige Ausmaße annehmen.
Der Feminismus-Pilz steckt in uns allen drin, und Gestalten wie Alice Schwarzer oder Valerie Solanas sind bzw. waren nur seine häßlichen Fruchtkörper. Diese vermehren sich natürlich, wenn man ihnen gute Bedingungen verschafft. Aber das eigentliche Problem ist der Pilz darunter.
Freundliche Grüße
von Garfield
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11.06.2010, 19:16
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