Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Von ARTE enttäuscht: Selten derart perfide feministische Gehirnwäsche gesehen

Günter Dantrimont, Wednesday, 23.03.2005, 01:07 (vor 7623 Tagen) @ Advocatus feminae

Als Antwort auf: Und in nomine patris kommt hinterher ... von Advocatus feminae am 22. März 2005 18:03:33:

Hallo,

ich bin an sich ein absoluter Fan von ARTE, aber ich habe
selten derart perfide feministische Gehirnwäsche gesehen!

Der Titel verhieß ja schon nichts allzu gutes, denn
hier wurde per se ohne Begründung 'Rache' der Väter
unterstellt, wo es zunächst mal ja nur um gleichberechtigtes (!)
Sorge- und Umgangsrecht ging.

Alleine schon die ständig eingeflochtenden 'Spielszenen'
des altbekannten Märchens von Rotkäppchen und dem bösen Wolf
erinnerten doch stark an die bekannten subliminalen Botschaften,
mit denen angeblich in Werbespots für Cola experimentiert wurde.

Denn was hat das Rotkäppchen-Märchen mit gescheiterten Beziehungen
zu tun?

Wenn schon unbedingt das Bild vom Wolf sein muß, dann komme ich
nicht umhin festzustellen, daß der Wolf bekanntlich in Europa
ausgerottet wurde, nachdem er lange Jahrhunterte lang nicht die
geringste ernsthafte Bedrohung für Omas oder auch für Enkelinnen
dargestellt hatte - sondern allenfalls für das Vieh der Bauern auf
der Weide.

Ihm wurden also real garnicht vorhandene Gefahrenpotentiale unterstellt,
nur damit er aus real rein wirtschaftlichen Interessen ausgerottet werden
konnte. Wenn die Femis, die den Film gedreht haben, das nun mit den Vätern
vor haben, so haben sie ihre Absichten durch ihre unsinnige Wolf-Metapher
leider allzu fadenscheinig offen gelegt.

<hr>

In Media res muß ich sagen, daß ich dem weit überwiegenden Teil der dargestellten
maskulistischen Extremisten selbst äußerst ablehnend gegenüber stehe - daß mich
aber umso mehr die Suggestion des Filmes anwidert, daß die Mehrheit der Väter mit
solchen Extremisten gleichzusetzen seien.

Das ist die älteste rhetorische Masche der Welt: Man zeigt vom realen Diskussionsgegner
nur die extremsten, krassesten Fälle, womöglich noch bis zur Unkenntlichkeit karrikiert,
widerspricht diesen dann (natürlich mit leichtigkeit) und tut danach so, als habe man
den gegnerischen Mainstream damit entlarvt.

Das wurde sogar aus den Schnittfolgen klar, denn selbst vergleichsweise moderate
Vertreter der Väterbewegung, etwa Mattusek, wurden ständig derart kurz geschnitten,
daß ihre Sätze kaum in dem Zusammenhang wirken konnten, in dem sei höchstwahrscheinlich
gesprochen und auch gemeint gewesen waren.

Mit derart billiger rhetorischer Masche könnte ich mit Leichtigkeit selbst das
Auto verunglimpfen, denn bekanntlich wurden die Autobahnen unter Hitler gebaut.
Oder verunglimpfen wir doch die Kühlschränke, denn solche werden ja bekanntlich
bei der Herstellung von Biologischen Massenvernichtungswaffen eingesetzt.

Oder hetzen wir doch mal gegen Feuerwehrleute - bekanntlich ist die statistische
Wahrscheinlichkeit, daß ein beliebig ausgewürfelter Feuerwehrmann ein Brandstifter
ist, deutlich größer als in der Durschschnittsbevölkerung.

Kein Witz!

Bei Polizisten trifft vermutlich ähnliches in Sachen Kriminalität zu.

Ach wie ist es doch schön zu manipulieren, wenn man es drauf anlegt.

Erschreckend ist nur, daß ich befürchten muß, daß der weit überwiegende Teil der
Fernsehzuschauer die für mich wirklich fadenscheinigen Manipulationen vermutlich
nicht durchschauen wird.

Am wenigsten wohl die Maskulisten selbst, die in absehbarer Empörung über die
Darstellungen im Film absehbar ihr äußerstes tun werden, um den Klischees des
Films nun noch posthum die fehlende Glaubwürdigkeit zu geben.

Ach, es ist schon ein Kreuz.

Eigentlich habe ich gar keine Lust mehr, weiter über diesen Mist zu schreiben.
Traurig, daß ausgerechnet ARTE so was verbreitet hat, denn von denen habe ich
bislang immer wirklich viel gehalten.

Womöglich ist der Moderatorin ja selbst aufgefallen, daß das übliche Niveau nicht
gehalten wurde, denn in ihren Schlußworten sprach sie ganz klar aus, daß für diejenigen,
denen es heute zu einseitig war eine Dokumentation der anderen Seite vorbereitet würde.

Na, warten wirs mal ab, ob sich ARTE damit rehabilitieren wird.

Mfg. Günter Dantrimont

GleichBerechtigung-Online.de


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