Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Interessante Antwort - leider total daneben

Bruno, Thursday, 03.03.2005, 23:03 (vor 7642 Tagen) @ E-Mann C.

Als Antwort auf: Re: Petition zur Männergesundheit - Pressemeldung von MANNdat von E-Mann C. am 01. März 2005 21:22:31:

Männer führen fast alle Krankenstatistiken an.

Das liegt zu einem grossen Teil daran, dass Männer mehr rauchen als Frauen. Da müssen "die Männer" sich wohl an der eigenen Nase nehmen (auch der werbende Cowboy). Für die Erkenntnis dass Rauchen ungesund ist, braucht's allerdings keine weiteren Gesundheitsberichte.

...du machst hier gleich zwei Fehler auf einmal.

1. Du macht den Fehler des falschen Umkehrschlusses (Rauchen macht Männer krank, also sind alle kranken Männer krank weil sie rauchen). Du übersiehst, dass es durchaus auch Krankheiten gibt, die nichts mit dem Rauchen zu tun haben. Keine der genannten Themen, die wir in der Petition fordern hat etwas mit dem Rauchverhalten der Männer zu tun. Prostatkrebs oder Hautkrebs bekommt man nicht vom Rauchen und Männer. Männern Gleichberechtigung zu verweigern weil sie mehr rauchen ist eine so irre Begründung, dass sie selbst rot-grünen AntimännerpolitkerInnen nicht besser einfallen könnte. Und wer dir erzählt hat, das man(n) AIDS vom Rauchen bekommt, ist ein Dummkopf. Und was den Männergesundheitsbericht angeht, habe ich ja spezielle Themen dafür genannt. Das Thema Rauchen ist NICHT dabei.

2. Wenn Männer signifikant mehr rauchen, MÜSSEN nach den Grundlagen der neuen Geschlechterpolitik "Gender Mainstreaming" die Gründe für diese geschlechtsspezifische Verhalten eruiert werden und die daraus resultierende Schlechterstellung in ihren Ursachen bekämpft werden. Aber leider ist da ein Verhinderungsgrund:

Gleichberechtigung ist zwar etwas Tolles. Aber leider gilt sie nur für Frauen.

Übrigens: Was ist mit den behinderten Männern, die wegen Unfalls oder von Geburt an behindert sind? Sind die auch selber Schuld, weil sie rauchen? Ist das nicht ein wenig zynisch? Ist es nicht menschenverachtend, diesen die gleichen Sozialleistungen wie weiblichen Behinderten zu verweigern, nur weil einigen GutmenschInnen das Geschlecht nicht passt?

PS: Wenn du glaubst, du wirst nie krank werden, weil du nicht rauchst muss ich dir leider sagen, dass dies nicht unbedingt der Fall sein wird. Ich hoffe du verkraftest diese Erkenntnis und wünsche dir, dass du nie in die Verlegenheit kommst einmal eine Sozialleistung zu brauchen, die dir dann verweigert wird, nur weil du so unverschämt bist ein Mann zu sein oder bist du etwa eine Frau, die sich nur nicht getraut hier im Forum zu ihrem Geschlecht zu stehen?


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