Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt

Max, Thursday, 03.03.2005, 10:19 (vor 7643 Tagen) @ Christian

Als Antwort auf: Gerwin Trifft Familienministerin Renate Schmidt von Christian am 03. März 2005 06:14:15:

Da wurden Fragen gestellt, warum Männer im Familienministerium nicht vorkommen oder ob es nicht von Vorteil wäre, die Männer mit der Familie auch de Facto und richtig laut mit in Verbindung zu bringen oder über den Rückgang der Kinderzahl und wie das Familienministerium die Situation verbessern könnte usw.?
Fragen und Antworten unten im Link!

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Hi Christian,

der folgende Satz -

Ich finde, die Männer kommen in unserer Gesellschaft sehr ausdrücklich, sehr breit und sehr intensiv vor. -

von Frau Schmidt zeigt hervorragend, wie es einer Person die Wahrnehmung verschieben kann, wenn sie nur lange genug einer bestimmten Propaganda ausgesetzt gewesen ist.

1. Was wäre falsch daran, wenn das so wäre? Schließlich stellen Männer fast 50 Prozent der Bevölkerung.

2. Die entscheidende Frage, die sie sich stellen müßte, wenn man ihr unterstellt, daß sie zu obigem Satz wirklich steht, stellt sie sich anscheinend nicht: Wie kommen Männer in unserer Gesellschaft vor?

Männer sind auch Familienmitglieder. Mit einem leichtfertigen: "Die Männer sollen halt auch so aktiv für ihre Rechte eintreten, wie das die Frauen jahrzehntelang getan haben" (sinngemäß) gibt sie zu erkennen, daß sie Männer nicht als Teil ihrer Arbeit als Familienministerin erkennt. Das ist also das unbeabsichtigte Eingeständnis, daß sie Familienpolitik zuvörderst als "Frauen- und Kinderpolitik" begreift.

Sie ist protestantische Fränkin. Das ist ein Menschenschlag, mit dem ich mich bestens auskenne und ich sage Dir: Eine Renate Schmidt begreift ihr beschränktes Bild von der Wirklichkeit als den höchsten aller erreichbaren Kenntnisstände. Den wiederum infrage zu stellen, müßte für sie bedeuten, große Teile ihrer eigenen Biografie und ihrer politischen Motivation neu zu bewerten - und das wird nicht mehr passieren.
Daraus folgt, daß Männer, solange Frau Schmidt Familienministerin ist, in ihrem Ressort keine Interessenvertretung vorfinden werden.

gruß - Max


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