Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Mädchenzukunftstag

Andreas, Saturday, 19.02.2005, 09:48 (vor 7655 Tagen) @ Eugen Prinz

Als Antwort auf: Re: Mädchenzukunftstag von Eugen Prinz am 19. Februar 2005 02:29:13:

Hallo Eugen,

Ich verstehe Andreas´ Bemerkung eher so: Der Männer, die sich für einen Boys-Day interessieren, sind vermutlich so wenige, dass sie schlichtweg keinen gesellschaftlichen Faktor darstellen. Aber Andreas kann uns aufklären, wie er es meinte ;-)
Einen Gruß von Eugen

Ja, das ist richtig. Wenn Bruno schreibt, Jugendpolitik sei eine Frauendomäne, dann ist das ja nur deswegen so, weil Männer diesen Bereich den Frauen einfach überlassen. Da sind wir einfach selbst dran schuld. Ministerien und Behörden machen nur dann etwas, wenn Druck auf sie ausgeübt wird. Frauen haben das verstanden. Solange die Männer schweigen, passiert da nix. Und da kann in den Foren noch so viel gemeckert werden. Es gibt ja viele Möglichkeiten, tätig zu werden. Ich habe es schon angesprochen: Männerrechtsorganisationen, Gewerkschaften, Parteien usw. Man kann es gar nicht oft genug betonen. Dort könnten sich Männer zusammentun und etwas in Gang bringen. Aber was passiert: Die Gründung des neuen bundesweiten Kaninchenzüchter- oder Briefmarkensammlervereins ist natürlich wichtiger als die Zukunft der eigenen Kinder. Und was sehen wir da: Da disputieren Männer ganze Abende über die neue Karl-Moik-Briefmarken-Sonderedition oder schrauben ihre neue BOSI-Sidepipe an den BMW, während die Frauen alle wichtigen Positionen besetzen und neue Strategien entwickeln. So wird das nix. Es ist zwar richtig, wenn Bruno schreibt, Ministerien und Politiker seien für alle Menschen zuständig - aber an diesen Grundsatz halten sich die Behörden einfach nicht mehr. Wo Ministerien in Frauenhand sind, wird natürlich eiskalt Frauenpolitik gemacht - Politik für Frauen unter Ausschluß der Männer. Das ist klar. Wenn die Katze aus dem Haus ist, dann tanzen die Mäuse lustig auf dem Tisch herum. Dem muß aktiv entgegengewirkt werden. Das geht aber nur, wenn Männer mehr Präsenz zeigen, Interessen formulieren und vor allem Initiativen und Aktionen starten. Desinteresse können wir uns einfach nicht mehr leisten.

Gruß
Andreas


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