Re:
Als Antwort auf: Re: von Andreas (d.a.) am 18. Februar 2005 16:47:44:
Hi Andreas,
Wir alle wollen doch mehr Männer an den Grundschulen, oder nicht? Was liegt näher als ein Tag, an dem Jungen sich in aller Ruhe und ohne die Anwesenheit von Mädchen über solche Berufe informieren können? Auf diese Weise würde die Gesellschaft vor allem eines signalisieren: wir brauchen Jungen und Männer in solchen Berufen.
Es wäre dann gerechtfertigt, wenn es zuvor soetwas wie einen Boys-Day gegeben hätte, der Jungen primär in technische Berufe gefördert hätte, oder einen Girls-Day, der Mädchen einseitig Berufe im sozialen Bereich nahegelegt hätte.
Das gab es doch auch. Vor hundert Jahren war es ja nicht besonders gerne gesehen, wenn Frauen in technischen Berufen aktiv waren. Und Maenner in sozialen Bereichen - naja, wohl eher eine Seltenheit.
Das ist nicht der Fall; der Girls-Day ist kein Korrektiv (als was er sich ausgibt), sondern folgt der Ideologie der Quote. Echte Gleichberechtigung und Freiheit, den eigenen Neigungen zu folgen, zeigt sich eben nicht an einer statistischen Gleichverteilung; dass die Interessen der Menschen höchst unterschiedlich sind, wird wohl niemand bestreiten. Wie da quotieren?
Es geht ja nicht darum, Leute in Berufe hineinzuzwingen. Es geht nur um Moeglichkeiten, die aufgezeigt werden sollen. Versuche doch mal, das Ganze von einer positiven Seite aus zu betrachten. Ich wuerde es nicht schlecht finden, wenn Jungen mal die Moeglichkeit haetten in Lehrer- oder Erziehungsberufe hineinzuschnuppern. Wenn sie unter sich sind, dann oeffnet sich ihnen vielleicht eher ein Zugang zu diesen Berufsfeldern.
Es scheint doch lernpsychologisch unumstritten zu sein, daß Jungen und Mädchen auf unterschiedliche Art und Weise lernen.
Scheint es also so? - Jede Form von Apartheid wird doch damit gerechtfertigt, dass eigentlich nur ohnehin existenten Unterschieden Rechnung getragen würde.
Naja, ich bin natuerlich kein Experte auf diesem Gebiet. Aber ich glaube, heute vormittag hatte ich einen Aufsatz zu diesem Thema ins Forum gepostet. Aber auch wenn ich mal so an die eigenen Erfahrungen in meiner Schulzeit zurueckdenke, dann habe ich schon den Eindruck, dass Jungen und Maedchen auf unterschiedliche Weise an Probleme herangehen. Das sollte natuerlich auch beruecksichtigt werden.
Aber - um es mal auf den Punkt zu bringen: Der Verschiedenartigkeit der Menschen muss man nicht durch regulative Mechanismen begegnen. Das ist eine verdrehte Logik. Wenn es diese natürlichen, objektiv biologisch determinierten Tatsachen tatsächlich gäbe, würden sie sich unabhängig realisieren. Das tun sie nicht, weil Menschen unterschiedlich sind, und weil sie beeinflussbar sind. Gerade um dieser Unterschiedlichkeit gerecht zu werden, gibt es nur den Weg, allen alle Möglichkeiten offen zu halten. - Koedukation aufheben? Das ist nicht Dein Ernst, oder?
Doch schon. Ich bin mittlerweile durchaus der Ueberzeugung, dass Jungen und Maedchen ein wesentlich groesseres Potential entfalten koennten, wenn man sie getrennt unterrichten wuerde. Gab es diesbezueglich nicht sogar schon einige Untersuchungen? Also, ich denke in diesem Zusammenhang immer an meine eigene Schulzeit zurueck. Ich war damals auf einem technischen Gymnasium, also eine sehr kleine Schule, die nur aus einer Oberstufe mit etwas ueber 150 Schuelern bestand. Wir hatten damals einen Leistungskurs Mathematik, bestehend aus 7 Personen - alles Jungs. Glaub mir: das ist eine ganz andere Atmosphaere. Die Schueler waren wesentlich aufmerksamer, entspannter, ruhiger, produktiver und konzentrierter. Ich denke, getrennter Unterricht macht schon was aus.
Gruss
Andreas
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- Mädchenzukunftstag -
Dr. Schikago,
18.02.2005, 15:05
- Re: Mädchenzukunftstag -
Andreas,
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GArp Garp,
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Andreas,
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Andreas (d.a.),
18.02.2005, 18:47
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- Re: Was soll denn das? - Martin (d. e.), 18.02.2005, 21:37
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Andreas (d.a.),
18.02.2005, 18:47
- Re: Mädchenzukunftstag - Hintergrundleser, 18.02.2005, 16:29
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Andreas,
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Andreas (d.a.),
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Andreas,
18.02.2005, 20:03
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Andreas (d.a.),
18.02.2005, 18:55
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18.02.2005, 18:37
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Eugen Prinz,
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