Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß?

ein weiterer Andreas, Monday, 14.02.2005, 15:21 (vor 7660 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: Emanzipation weiterhin zeitgemäß? von Arne Hoffmann am 14. Februar 2005 12:34:46:

Ein Bekannter von mir ist Personal Trainer im Fitness-Bereich. Er schon mehr als ein Call-Girl unter seinen Kunden gehabt. Diese berichteten ihm von ca. 10.000 € monatlich netto als realistischem Einkommen. Allerdings hat sich die letzte in die Schweiz gemacht, weil da die Männer noch zahlungskräfter seien. Das schlechte deutsche Konsumklima spürt man offenbar auch schon in diesem Gewerbe, allerdings auf höchstem Niveau.

Ich zweifle an der Validität der zitierten Studien. Ich glaube die Ergebnisse kommen zustande durch interessengesteuerte Darstellung der Lage. Die Prostitutierten werden gern ein niedriges Einkommen angeben, um wenig Einkommenssteuer zahlen zu müssen und wer kann es schon nachprüfen?
Außerdem enteignet sich das Zerrbild der armen ausgebeuteten Hure trefflich für das Herangraben an die öffentlichen Fleischtöpfe. Die Ansprüche in der gesetzlichen Krankenversicherung, die sie ja immer für sich erschließen wollen, hängen ja auch an einer Einkommensobergrenze. Darüber müßten sie sich teuer privat versichern.

Schließlich macht frau aus allem was mit Sexualität und (Versorgungs-) Prostitution zusammenhängt generell ein Geheimnis. Nirgendsanders werden die Schleier so dicht gewoben.

Daß sie am Ende ihrer "Karrieren" oft beim Sozialamt landen widerspricht dem nicht. Frau lebt während der Prostitutionsphase auf großem Fuß, ohne Rücklagen zu bilden. Ist dann schließlich das zeitliche Ende der körperlichen Attraktivität erreicht stehen sie ohne normale Berufserfahrung da.

Ich habe mal einige Zeit im Umfeld der Sozialhilfe gearbeitet. Da kannten die Sachbearbeiter zu gut folgendes Phänomen: Luxuskarosse fährt vor, wird um die Straßenecke geparkt. Die Prostituierte kommt aufs Amt und erklärt sich mittellos, steckt die Stütze ein und zieht wieder ab. Auf Nachfrage erklärt sie, der Wagen gehöre nicht ihr.

Gruß

Andreas


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