Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: @Ralf - Interpretierst Du da nicht zu viel rein?

Ekki, Wednesday, 26.01.2005, 19:48 (vor 7679 Tagen) @ Ralf

Als Antwort auf: Interpretierst Du da nicht zu viel rein? von Ralf am 26. Januar 2005 17:38:22:

Hallo Ralf!

Hallo Ekki,
hier kann ich Deiner Logik nicht ganz folgen.

Haas: Mehr, als gemeinhin angenommen wird. Solche Männer gelten zwar allgemein als oberflächliche Abenteurer, denen es hauptsächlich auf Sex ankommt. Tatsächlich geht es ihnen aber auch oft darum, ihre Gene mit Erfolg zu verteilen - wiederum häufig ein unbewusster Prozess.

Da steht nämlich nur etwas von "Gene struen", aber _nichts_ davon, dass sie die evtl. Kinder hinterher auch selbst großziehen wollen. Insofern sind Deine restlichen Ausführungen in meinen Augen eher hinfällig.

Ich verstehe, was Du meinst. Aber ein Mann, der einerseits Kinder zeugen, andererseits nach vollzogener Zeugung spurlos verschwinden will? Etwas seltsam. In meinen Augen müßte einem Kinderwunsch bei Mann und Frau auch der Wunsch korrelieren, diese Kinder anzunehmen und sich ihrer anzunehmen. Warum soll ich mir etwas wünschen, mit dem ich nachher um alles in der Welt nichts mehr zu tun haben will?

Nun wissen freilich die meisten Männer, [...] nicht einmal im tiefsten Unterbewußtsein einen Fortpflanzungswunsch haben.

Das ist ein Widerspruch in sich.

In diesem Punkt bestünde also der Dissenz zwischen uns darin, daß Du der Ansicht bist, man könne sich sein Unterbewußtes nicht bewußt machen. Meiner Meinung nach kann man durchaus.

Was die gute Frau behauptet, ist m.E. eher folgendes:
- bewusst: aus Geilheit Gene struen
- unbewusst: Gene struen, um Nachwuchs zu verbreiten

Nachvollziehbar

- hat nix zu tun mit: Nachwuchs selber großziehen zu wollen

Wenn ich den öffentlichen Diskurs richtig mitverfolgt habe, ist die Zahl der Frauen, die Kinder zeugen und dann auch großziehen wollen - nicht unbedingt zusammen mit dem leiblichen Vater! - doch entschieden größer als die Zahl derjenigen Frauen, die mit dem von ihnen geborenen Kind nichts zu tun haben wollen. Im Übrigen gelten hier meine obigen Ausführungen zur Korrelation zwischen Kinderwunsch und Erziehungswunsch bei Männern entsprechend.

Gruß

Ekki


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