Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Eugen Prinz im 'Handbuch': "Männliche Logik ...

Ekki, Wednesday, 26.01.2005, 19:22 (vor 7679 Tagen)

... will etwas beweisen, weibliche Logik will etwas erreichen."

Für diese nicht hoch genug einzuschätzende Erkenntnis gibt es seit Monat einen schlagenden Beweis in SPIEGEL ONLINE.

Auszug aus einem Interview mit irgendsoeiner Biologin Haas (zum Thema Vaterschaftstests):

<hr>

SPIEGEL ONLINE: Sie sind Biologin und Mitherausgeberin des Buches "Der Kuckucksfaktor". Warum gehen so viele Frauen fremd und werden schwanger?

Haas: Das hat nichts mit Sexgier oder einem Mangel an Moral zu tun. Hinter Seitensprüngen steckt oft ein - manchmal unbewusster - Kinderwunsch. Die Frauen suchen sich als Erzeuger solche Männer aus, deren Erbanlagen ihnen imponieren, deren Gene sie für ihre Nachkommen wollen.

SPIEGEL ONLINE: Warum schieben sie diese Kinder dem ahnungslosen Partner unter?

Haas: Die Erzeuger sind ja nicht automatisch die besten Väter. Fürsorglicher und als Versorger zuverlässiger sind ja oft die bisherigen Partner.

SPIEGEL ONLINE: Es bleibt aber ein eklatanter Vertrauensbruch.

Haas: Damit müssen diese Frauen leben. Und neuerdings mit dem Risiko, dass der Schwindel durch einen DNS-Test irgendwann auffliegt.

SPIEGEL ONLINE: Steht Ihrer Ansicht nach bei Männern, die viele Affären haben, auch der Kinderwunsch im Vordergrund?

Haas: Mehr, als gemeinhin angenommen wird. Solche Männer gelten zwar allgemein als oberflächliche Abenteurer, denen es hauptsächlich auf Sex ankommt. Tatsächlich geht es ihnen aber auch oft darum, ihre Gene mit Erfolg zu verteilen - wiederum häufig ein unbewusster Prozess. Wichtiger Anreiz fürs Fremdgehen ist selbstredend aber immer auch die Aussicht auf erotische Abwechslung.

<hr>

Was die Ausführungen zur Motivation der Frauen[/u] beim Fremdgehen betrifft, so wird die Autorin wohl wissen, wovon sie redet. Möge es allen Männern eine Warnung sein, die sich diesbezüglich Illusionen machen![/i]

Was jedoch die Ausführungen zu den Motiven der Männer[/u] beim Fremdgehen betrifft, so stehen einem zunächst einmal die (Scham)haare zu Berge:

Wäre es wirklich so, daß auch Männer vornehmlich "ihre Gene weitergeben" wollen, so hätte man doch schon von Männern gehört, die den Prostituierten, deren Dienste sie ihn Anspruch genommen haben, inbrünstige Heiratsanträge machen, um mit ihnen eine Familie zu gründen.

Ein solches Verhalten ist jedoch bestenfalls in der Literatur anzutreffen.

Auch die hohe Zahl der Männer, die sich nimmt, was sie kriegen kann, und an dem von ihnen gezeugten Nachwuchs keinesfalls interessiert ist, spricht gegen diese Auffassung.

Die Behauptung, daß die Suche nach erotischer Abwechslung "auch" ein wichtiges Motiv für fremdgehende Männer sei, stellt schlicht und einfach die Proportionen auf den Kopf.

Also - alles Dummbabbelei?

Mitnichten!

Hier kommt nämlich Eugen Prinz' im Titel erwähnte Erkenntnis ins Spiel.

Frau Haas bedient sich hier - wie Frauen übrigens sehr häufig, wenn sie über Männer sprechen, eines Mittels der Demagogie, das man als zielgruppengerichtete Suggestivbehauptung definieren könnte.

Dieses Mittel, übrigens bei Demagogen jeglichen Zuschnitts sehr beliebt, funktioniert nach dem ganz einfachen Prinzip:

Wenn ich einen Sachverhalt nur oft genug behaupte, wird er schließlich zumindest geglaubt - und vielleicht wird er sogar zur Realität.[/u]

Nun wissen freilich die meisten Männer, daß sie wegen dem geilen Gefühl fremdgehen und nicht einmal im tiefsten Unterbewußtsein einen Fortpflanzungswunsch haben.

Aber zum einen wirkt hier der oben beschriebene Mechanismus, und zum anderen - und das ist unendlich viel wichtiger! - wird durch Äußerungen wie die oben zitierte den Männern (nunmehr tatsächlich unter Beeinflussung ihres Unterbewußtseins, denn den meisten dürften sich über den nachstehend genannten Sachverhalt nicht bewußt klar werden) zwischen den Zeilen die Botschaft vermittelt: "Wir Frauen wollen nicht, daß ihr nur des geilen Gefühls wegen fremdgeht, wir wollen befruchtet und nicht nur gerammelt werden."[/i]

Danke, lieber Eugen, für den zitierten Satz aus Deinem 'Handbuch'. Seine Konsequenzen sind unglaublich weitreichend. Möge jeder Mann sie in jeder Sekunde bedenken!

Gruß

Ekki

P.S.: Zu dem oben beschriebenen Mittel der Demagogie noch eine Ergänzung:

Mein Vater hat mir oft erzählt, daß die Alliierten während des Zweiten Weltkrieges besonders gerne Flugblätter mit Zitaten aus "Mein Kampf" abwarfen, von denen eines lautete: "In der Größe der Lüge liegt immer ein gewisser Faktor des Geglaubtwerdens"


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