Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Nur BBC?

Friedwilli, Tuesday, 12.10.2004, 22:29 (vor 7786 Tagen) @ michail

Als Antwort auf: Nur BBC? von michail am 11. Oktober 2004 13:14:22:

Danke Arne!
Zwangsbesetzungen (Quoten) bewirken unweigerlich Pervertierung ("Ich will hier unbedingt eine Frau haben" - war das nicht der amtierende ARD-Boss Pleitgen als WDR-Intendant?). Man siehe wie 'Monitor' zum Frauenmagazin degenerierte.
Was mich bei der Meldung überraschte (angenehm), ist, daß das einer mal sagt. Direkt und unverblümt. Ähnlich hatte es Hans-Christoph Buch im vergangenen Jahr in DIE WELT für die Literatur klargestellt ("Big Sister - genützt oder geschadet?"). Es war eine sehr gute Antwort auf Schirmachers (FAZ) dämliche "Männerdämmerung" (und als solche ausgiebig bei mir kommentiert).
Schön, daß es Menschen gibt, die sich dem allgemeinen Schlafgebot entziehen. Wichtige Menschen!
Dir schönen Gruß
Michail

Hallo Michail,
Eine ähnliche Äußerung habe ich vor einiger Zeit auch von F. Nowotny gehört. "Etwas mehr Feminismus könnte dem Land nicht schaden. Der hat als kleiner Junge öfter mal von den größeren Haue gekriegt und ist daher leicht desorientiert. Ich habe Pleitgen jetzt geschrieben und angefragt, warum Wehrpflicht, Gewalturaschen und anonymer Vaterschaftstest nicht im Sender zur Diskusion stehen. Bin ich richtig informiert, ist das Gesetzesvorhaben der Frau Zypries, dem WDR seit Monaten bekannt. Eine Aufklärung für die Hälfte der Bevölkerung hat bisher nicht stattgefunden und wird auch nicht stattfinden, jedenfalls nicht so, als ginge es um weibliche Benachteiligung. Schreibe ich von einem Zwangsdienst für Männer, antwortet die Dame mit: die von Ihnen als "Zwangsdienst" bezeichnete Wehrpflicht. Beim Vaterschaftstest kann Sie sich nicht vorstellen, daß Männer dadurch zu Unrecht Unterhalt zahlen müssen.
Am Telefon konnte ich die Dame bisher nicht kriegen, aber ich habe schriftl. nachgehackt und fordere kleinlich, daß ein Zwangsdienst ein Zwangsdienst bleibt. Sollte als Antwort wieder nur bla bla kommen, werde ich dem WDR eine Frist setzen, das Vorhaben der Frau Zypries so öffentlich zu machen, daß die Betroffen reichlich aufgeklärt sind.
Im Mediengesetz heißt es, die Sender haben darauf zu achten, daß alle Interessensgruppen ausreichend zu Wort kommen oder so ähnlich.
Für mich liegt hier ein klarer Verstoß vor, der vielleicht gerichtlich verfolgt werden kann.

Gruß
Friedwilli


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