Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Frauen sparen anders

Ekki, Tuesday, 14.09.2004, 12:08 (vor 7815 Tagen) @ Andreas

Als Antwort auf: Frauen sparen anders von Andreas am 13. September 2004 23:30:17:

Hallo allerseits!

Es ist doch immer wieder köstlich, wie MenschInnen, die auf Biegen oder Brechen die Überlegenheit der FrauInnen beweisen wollen, sich in ihrer eigenen Argumentation hoffnungslos verheddern. Nicht mal zu einer anständigen Lügen-Propaganda sind diese EntitätInnen imstande! Nach dem "Schwiegermutter-Text" über die "Entdeckung der psychischen Gewalt" (index.php?id=33557), an dem ich ja Punkt für Punkt nachgewiesen hatte, daß er sich gegen sich selbst richtet (index.php?id=33565), haben wir hier das nächste geniale Eigentor vor uns.


Montag, 13. September 2004
Der kleine Unterschied
Frauen sparen anders
Frauen shoppen ohne Ende und hatten als Mädchen statt Mathe-Unterricht die Masern. Klischees über die in Finanzdingen angeblich ahnungslosen Frauen halten sich hartnäckig.

Das Klischee muß wohl stimmen, sonst wäre nicht so etwas Idiotisches wie der hier kommentierte Text entstanden (oder war der Autor eine MännIn?!)

Dabei sind sie heute zunehmend diejenigen, die zu Hause die Geldangelegenheiten regeln.

Das sollte jede MännIn bedenken, bevor "sie" heiratet!

Und die Familienmanagerinnen sind oft die besseren Strategen, beobachten Experten.

Sieh mein oben erwähntes Posting über psychische Gewalt!

Auch bei der privaten Altersvorsorge haben Frauen nach einer Umfrage für die Zeitschrift "Brigitte" (Ausgabe 15. September) aufgeholt.
Ehemann und Staat haben als Anker fürs Alter für viele ausgedient: Fast jede zweite Frau verlässt sich nicht mehr allein auf die gesetzliche Rente und hat zusätzlich vorgesorgt, ergab die repräsentative Studie des Emnid-Instituts im Auftrag der Zeitschrift. ...

Schlaflose Nächte
Gleichzeitig steigt aber die Unsicherheit. Mehr als jede dritte Frau weiß laut Studie nicht genau, wie viel sie im Alter zur Verfügung haben wird. "Nachdem ich einen halben Tag mit meinem Anlageberater gesprochen hatte, konnte ich die ganze Nacht nicht schlafen. Am nächsten Tag habe ich alles rückgängig gemacht", sagt die Hamburger Hebamme Wibke Albers. Auch bei der selbstständigen Friseurmeisterin Jenny Lindgens blieb nach der Anlageentscheidung ein "mulmiges Gefühl und die Angst, über den Tisch gezogen worden zu sein".

Brüll! Alles umschmeißen, nicht wissen, woran man ist, aber sich als die besseren Finanzmanager verkaufen!

"Dass Frauen vorsichtiger agieren, liegt an der geschichtlichen Erfahrung", erläutert Buchautorin und Psychotherapeutin Ulla Sebastian. "Noch bis vor wenigen Jahrzehnten durften Frauen nicht arbeiten und ihr eigenes Geld verwalten. Geld war schon immer eine Männerdomäne. Viele reagieren aggressiv, wenn man sie ihnen streitig macht." Nach Eifersucht sei Geld das Thema, über das am meisten gestritten werde.

Kein Wunder! Die MännInnen wollen ja schließlich ihr schwer verdientes Geld nicht von ihrer "besseren HälftIn" verjubelt sehen.

Ausgezeichnete Kassenwarte
"Frauen sind nicht nur an der Börse oft erfolgreicher als Männer, sie sind auch ausgezeichnete Kassenwarte ", sagt die Wiesbadener Finanz-Trainerin Monika Müller. "Sie halten das Geld zusammen, verzichten eher lieber aufs neue Kleid, als der Familienkasse Geld zu entziehen."

Ach, deshalb laufen die allermeisten deutschen Frauen so abgerissen und ungepflegt herum und sind das totale Erektions-Ex!

Das sei oft auch der Grund für mangelnde Vorsorge, denn die persönlichen Ausgaben gehen meist zu Lasten des gemeinsamen Haushaltskontos.

Kann mir mal jemand diese WeiberInnen-Logik erklären? Weil die Frauen "lieber aufs neue Kleid verzichten, als der Familienkasse Geld zu entziehen", haben sie zu wenig Geld für die Altersvorsorge?!

Expertinnen raten daher zu mehreren Konten.

Genau! Und Ehe-MännInnen wäre zu raten, in einen Privatdetektiv zu investieren, um herauszufinden, was Holda mit dem Geld macht.

Nach einer Untersuchung des Wiesbadener Finanzdienstleisters Delta Lloyd vom vergangenen Jahr hat noch immer mehr als ein Drittel der Frauen (36 Prozent) in Deutschland keine privaten Rücklagen für das Alter. Bei den Männern liege der Anteil mit 23 Prozent deutlich niedriger. Frauen sparten 50 bis 100 Euro monatlich, Männer doppelt so viel.
Welche Gesamtbeträge Männer und Frauen für später zurücklegen, ist unklar. "Leider gibt es keine Trennung von Anlageverträgen nach Geschlechtern", sagt Bernd Katzenstein vom Deutschen Institut für Altersvorsorge (DIA) zur Begründung.

Das wäre in der Tat der neueste Hit: Gender-Forschung durch Bruch des Bankgeheimnisses. Wann man/frau für Datenschutz ist, kommt eben ganz auf die Situation an.

Befragungen hätten jedoch ergeben, dass Frauen auch weniger sparen, weil sie den Gedanken an das Alter stärker verdrängten als Männer.

Da gibt's in der Tat einiges zu verdrängen. Wenn man sich so manche Frau anguckt, begreift man, woher der Begriff "eheliche Pflichten" kommt.

Zudem lassen sich viele Frauen in Finanzdingen lieber von Frauen beraten. Sie finden, dass männliche Berater sich mit ihrem Fachchinesisch oft gern als Macho aufspielen, zeigte eine Umfrage von Delta Lloyd.

Wohingegen die weiblichen Finanzberater den Fachjargon nicht drauf haben, oder was?

Immerhin vertrauen sich 15 Prozent lieber einem Makler an. Der wichtigste Grund laut Versicherer: "Der 'Funfaktor' ist größer, denn: Frauen flirten gern mit ihrem Versicherungsmakler".

Das ist das erste wahre Wort in dieser Suada - und zudem einer der seltenen Fälle, in denen Frauen und Männer den gleichen Motiven folgen. Mir ist eine hübsch durchgestylte Finanzberaterin im nicht zu hohen Alter auch lieber als alles andere. Und wenn sie dann noch flirtwillig ist ...

Die männlichen Finanzberater, die von den Damen bevorzugt werden, müssen dann aber höllisch aufpassen, daß sie nicht flugs vom Finanzberater zum Ehemann avancieren. Dann nützt ihnen nämlich ihre ganze Kompetenz nichts mehr: Die Ehegesetzgebung ist längst auf die Versklavung des Mannes zugeschnitten, und ohnedies sind Frauen ja bekanntlich die besten Kassenwarte.

Gruß

Ekki

P.S.: Mich juckt es gelegentlich in den Fingern, mit den AutorInnen solcher Elaborate in direkten Kontakt zu treten und ihnen Kommentare wie die obigen um die Ohren zu hauen. Denn irgendwie ist es schon so, daß wir uns hier gegenseitig bestätigen, worüber wir uns einig sind, aber den Gegner nicht direkt angehen. Vielleicht werd' ich's in diesem Fall sogar machen, wenn ich auf der betreffenden Internet-Seite einen Link für Leserbriefe finde. Indes: Die Dummheit von Leuten, die so etwas schreiben, dürfte therapieresistent sein.


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