Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Ein super Beitrag!

Maesi, Monday, 13.09.2004, 22:16 (vor 7816 Tagen) @ Magnus

Als Antwort auf: Ein super Beitrag! von Magnus am 12. September 2004 11:12:20:

Hallo Magnus

Jetzt gibt es allerdings ein Problem: Die Teilnehmer der "Männerbewegung" - wenn man das überhaupt so sagen kann - werden pauschal als "Maskulisten" bezeichnet, gerade eben weil sie die von den Feministen aufgestellten, abstrusen Gedankengebilde bereits akzeptiert haben. Man ist schon Maskulist oder wird als solcher verstanden, wenn man einer Feministin ernsthaft widerspricht und Gegenargumente bringt - obwohl - und das kann man hier in diesem Forum nachlesen - es eigentlich nur darum geht, Gerechtigkeit zu etablieren und keinen "Backslash" - wie es die Soziologen gerne ausdrücken - herbeischwören zu wollen.

Was dem 'real existierenden Sozialismus' die Reaktionaere waren oder in der McCarthy-Aera die Sozialisten, ist dem real existierenden Feminismus die Backlash-Bewegung. Hier wie dort wurde mit dem ideologischen Gegner nicht diskutiert, er wurde vielmehr stigmatisiert und zur Unperson erklaert. Der Begriff 'Backlash' diskreditiert somit nur jene, die ihn zur Charakterisierung des Gegners verwenden und sich damit einem fairen Diskurs entziehen; im Grunde genommen eine intellektuelle Bankrotterklaerung...

Ich bin sogar der Ansicht, dass die meisten hier ein gesundes Gerechtigkeitsempfinden haben - trotzdem sind wir für die meisten Außenstehenden die eben mit diesen feministischen absurden Bildern indoktriniert sind, das Gelbe Masku-Forum, in dem Personen schreiben, die das doch gar nicht ernst meinen können, was sie da abliefern.

Die hiesigen Poster decken wohl das ganze Spektrum von gemaessigt bis radikal ab. Ich weiss nicht, wieviele hier regelmaessig mitlesen und selbst nie als Poster in Erscheinung treten; viele werden es jedoch nicht sein (wenn's hoch kommt vielleicht ein paar hundert?). Man sollte die gesellschaftliche Bedeutung dieses Forums also nicht ueberbewerten - genausowenig jene der Femiforen.

Zusätzlich kommt hinzu, dass in der heutigen Politik ist, wenn man einer Gruppe oder Menschen ein bestimmtes Recht einräumt, man dieses Recht auch nicht wieder "wegnehmen", sondern höchstens nur noch modifizieren kann - ansonsten macht man sich als Politiker oder Partei zu unbeliebt. Jeder Politiker, der die Frauenbüros und Frauenbeauftragten abschaffen oder deutlich in dem bereich rationieren will, der schaufelt sein eigenes Grab. Wie das mit dem Feminismus gelöst werden soll, bleibt für mich bis jetzt ein unbeschriebenes Blatt.

Das nennt man Besitzstandswahrung.

Gruss

Maesi


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