Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Grundsätzliches

Oberkellner, Sunday, 12.09.2004, 00:37 (vor 7817 Tagen)

Meine Meinung zur Genderthematik: Wenn die Männerbewegung zum Gegenstück des Feminismus - also zum Maskulismus wird, kann zwar eine neutralisierende Wirkung eintreten, mehr aber auch nicht. Außerdem wird man schwerlich "die Männer" damit erreichen wenn schon wieder ein neuer "ismus" auftaucht. Abgesehen davon, daß eine Neuauflage unter umgekehrten Vorzeichen die Akzeptanz in der Bevölkerung auf die selbe Stufe stellen würde, auf die der Feminismus schon lange angekommen ist, wirkt ein allzu forciertes Betonen leicht als sektiererisch und wird demzufolge abgelehnt.

Die Männerbewegung hat m.E. langfristig nur eine Chance, wenn sie sich als Fehlerkorrektur-Bewegung begreift, die die erfolgreiche gesellschaftliche Gleichberechtigung der Frau im Laufe des 20.Jhd. (Wahlrecht für Frauen, Berufswahl ohne Einwilligung des Ehemannes u.s.w.) ausdrücklich als demokratische Errungenschaft begreift und als Grundlage für den Weg in eine Gesellschaft nimmt, in der eine Gleichberechtigung und Gleichverpflichtung herrscht, welche jedoch die Verschiedenheit zwischen den Geschlechtern akzeptiert. Also einerseits gehören Quotenregelungen auf den Müllhaufen der Geschichte, andererseits darf aufgrund der Unter- oder Überrepräsentanz eines Geschlechtes in einem Bestimmten Bereich keine allgemeine Wertung über dieses Geschlecht mehr vorgenommen werden.
Das Problem des Feminismus ist nicht wie einige gemäßigte Damen meinen, in einem "über das Ziel hinausschiessen" zu sehen, sondern in der intrinsischen Unlogik/Falschheit. Viele geben ja heute zu "wir sind hie und da über das Ziel hinausgeschossen". Das ist bequem und man schenkt wenig Ehre her, leider trifft es nicht den Kern. In diesem Forum wurde schon recht viel analysiert wo die Ursachen liegen, Handlungsempfehlungen fehlen aber großteils. Das Problem des Feminismus ist viel umfassender als zunächst angenommen. Es muß verstärkt strategisch gedacht werden, wie wir dem Wahn Herr werden.
Die unmittelbaren Aufgaben müssen jedoch in der Fehlerkorrektur liegen. Es muß gezeigt werden, daß das ganze Gebilde ein Lügengebilde ist, das auf falschen Annahmen über die Wirklichkeit basiert.
Ein Wahn, der sich wie eine Spirale nach oben schraubt, scheinbar unaufhaltsam immer absurdere Auswüchse hervorzaubert.
Benachteiligung und Diskriminierung von Männern aufgrund der Verstrickung feministischer Ideologie mit der Politik müssen beseitigt werden. Frauenbeauftragte gehören aus dem Sessel gehoben, Frauenforschung der Hahn abgedreht. Wichtige Punkte sind das Scheidungs-, Umgangs- und Sorgerecht (unmenschliche Diskriminierung von Vätern), Gesundheitsfragen und arbeitsspezifische Belange, gefolgt von Quotenregelungen und einseitiger Mädchen- und Frauenförderung wie Girls'Day, gefolgt von menschenverachtenden medialen Inhalten, die allgemein-öffentlich präsentiert werden.

Eine große Chance liegt darin, aufzuzeigen, daß bei der derzeitigen feministischen Indoktrination in Politik und Justiz mittelbar BEIDE Geschlechter die Verlierer sind. Zwar werden Frauen überall hofiert, doch kann es längerfristig auch nicht in ihrem Sinne sein, auf die Stufe von Behinderten gestellt zu werden, die es nur dann zu etwas bringen, wenn da oben jemand Hand anlegt. Abgesehen davon wird das gesellschaftliche Klima vergiftet, denn das Gerechtigkeitsempfinden ist trotz medialer Vernebelung nicht ganz abhanden gekommen.

Oberkellner


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