Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Auch bei den Nachbarn geht es rund!

Sven75, Tuesday, 22.06.2004, 00:08 (vor 7900 Tagen) @ Bojo

Als Antwort auf: Re: Auch bei den Nachbarn geht es rund! von Bojo am 21. Juni 2004 19:55:54:

Das sehe ich als Frau aber schon als Diskriminierung an. Was wollen die denn haben? Eine Arbeitskraft oder ein Stripgirl? Wie würdet Ihr Männer Euch denn fühlen wenn man Euch nach der Penisgröße fragt mit dem Argument die Diensthosen müssen ja auch gut sitzen.

Sorry Pokemon, aber der Vergleich hinkt.

Du schreibst Quatsch!

Welch qualitativ hochwertige Aussage. Ich bin beeindruckt. Wirklich.

Der Vergleich hinkt nicht, da es sich hier um Fragen nach intimen Details handelt.

Die Tatsache, dass es sich in beiden Fällen um intime Details handelt, ändert nichts daran, dass ein Penis etwas anderes ist als eine weibliche Brust. Andernfalls wäre es mir neu, wenn Frauen neuerdings den Geschlechtsakt mit den Brüsten begehen bzw. sich über die Brüste fortpflanzen. Sollte dir dies nicht einleuchten, empfehle ich dir Nachhilfestunden in Anatomie. Und am Besten auch in angemessener Diskussionsführung.

Den Arbeitgeber gehen weder Penis- noch Körbchengröße etwas an, genausowenig wie den Durchmesser meines A*****lochs. Irgendwann fragen Arbeitgeber nach dem Sexleben des Bewerbers mit der Begründung, dass sie nur glückliche und sexuell ausgeglichene Angestellte haben wollen.

Und? Schonmal was vom ArbeitsMARKT gehört? Solang es für etwas ein Angebot gibt, gibt es auch eine Nachfrage. Über was regst du dich eigentlich auf? Darüber, dass Arbeitgeber so etwas fragen könnten oder darüber, dass es Menschen gibt, die ihre Daten dort preisgeben, während du es nicht tun willst und deshalb den Job nicht bekämst? Prinzipiell könnten Arbeitgeber in der Tat alles Mögliche fragen, solange sie dafür eine Begründung haben und es Leute gibt, die diese Fragen auch beantworten.

Inwiefern das moralisch und aus Sicht der Menschenwürde akzeptabel ist, ist eine andere Frage. Aber die Auffassung jedes Einzelnen von Moral ist so unterschiedlich wie die Lebensansichten insgesamt und bietet daher IMO kaum eine gute Argumentationsgrundlage.

Und noch was: Ich kann es weitaus eher akzeptieren, abgelehnt zu werden weil dem Arbeitgeber irgendwas an meinem Äußeren nicht paßt, wenn es ökonomisch begründet ist, als dass ich damit leben könnte, aufgrund meines Geschlechtes abgelehnt zu werden, weil ein auf gezielt ausgelegten Statistiken basierter Zeitgeist den Menschen vermeintlich einbleut, Frauen seien besonders zu fördernde Menschen.

MfG,
Sven


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