Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Postulate

Martin, Monday, 14.06.2004, 00:16 (vor 7908 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Re: Postulate von Odin am 13. Juni 2004 20:27:27:

 Alle Menschen haben heute in Deutschland unabhängig vom Geschlecht die gleichen Chancen und Möglichkeiten

Ist leider nicht so. In unserem Land kann es sein, daß Du eine Arbeitsstelle deswegen nicht bekommst, weil Du ein Mann bist. Und das darf man Dir auch noch ins Gesicht sagen.

Klar! Und warum ist das so? Als "Gegenmaßnahme" für vermeintliche Frauenbenachteiligung, die es eben nicht gibt. Dahin zielt diese These. Adressat sind Gesetzesmacher und sonstige Feministen.

Nirgends wird eine Frau wegen ihres Geschlechtes abgewiesen oder schlechter behandelt
Eine Frau nicht. Als Mann kann es Dir schon passieren, daß Du den doppelten Eintritt zu einer Veranstaltung zahlen mußt oder ein Glas Sekt zahlen mußt, das die Frau neben Dir umsonst bekommt.

Dafür müssen Frauen beim Frisör mehr bezahlen. Das ist eben private Unternehmenspolitik.

 In gleicher Situation, mit gleicher Erziehung, unter gleichen Umwelteinflüssen verhalten sich Frauen und Männer gleich

Das sind feministische Gedanken, die längst überholt sind. Es gibt viele Dinge, die den Menschen unterschiedlich schwer oder leicht fallen, je nach Geschlecht.

Nur körperliche Dinge. Deshalb sind ja Sportarten zurecht in Frauen und Männer getrennt.
Und feministisch sind für mich eher gegenteilige Gedanken. Nämlich "Gender-Mainstreaming", angeblich "unterschiedliche Interessen" von Frauen und Männern zu berücksichtigen. Z. B. einen Sportplatz oder eine Straße als hauptsächlich Männern dienend, weil es fast nur von diesen benutzt wird, abzulehnen und Ausgleichsmaßnahmen zu fordern.
Klar gibt es geschlechtliche Unterschiede im Jungenaufzuchtverhalten und im Nahrungsbeschaffungsverhalten (siehe These zum biologischen Ursprung der Berufsfelder). Die verschwimmen aber im Zivilisationsleben mehr und mehr. Beziehungsweise werden bewusst unterdrückt und umgekehrt. Darauf zielen doch diese Thesen: Natürlich entwickelte Disproporzionierungen nicht mit der Brechstange zu einem Wunschbild "korrigieren" sondern den Ursprung akzeptieren und von nun an jedem seine Wünsche lassen!

Martin


gesamter Thread:

 

powered by my little forum