Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: &65533;Auf Jungenfang&65533 Jungen und Pferde

Garfield, Tuesday, 04.05.2004, 19:11 (vor 7948 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: &65533;Auf Jungenfang&65533 Jungen und Pferde von Emmalein am 30. April 2004 11:28:02:

Hallo Emmalein!

"Ich frage mich so langsam ernsthaft, ob es die strenge Grenze zwischen Mädchen - und Jungenliteratur oder Männer- und Frauenliteratur (bis auf einige Extrembeispiele wie beim nächsten Mann wird alles anders etc.) wirklich gibt - oder ob es teilweise einfach nur gute und schlechte Bücher gibt."

Ich denke, bei vielen Büchern existiert diese Grenze nicht wirklich.

Ich kann mir aber vorstellen, daß gerade in der Pubertät Bücher, die für ein bestimmtes Geschlecht als Leitfaden dienen können, durchaus hilfreich sind. Gerade für Jungen in der heutigen Zeit, wo Jungen immer häufiger keine Vorbildfigur im realen Leben finden.

Umso wichtiger ist es aber, daß das dann auch Bücher sind, die den Jugendlichen wirklich weiter helfen. Das Buch zu "Terminator II" beispielsweise wäre wohl keine gute Empfehlung...

Als ich so ca. 14 war, hat mir mein Opa mal ein Buch empfohlen, das im Bücherschrank meiner Großeltern stand. Es hieß "Der Fischkopp" oder so ähnlich, der Name des Autors fällt mir nicht mehr ein. Irgendwie bin ich nie dazu gekommen, es zu lesen. Ich interessierte mich zu der Zeit ohnehin mehr für Abenteuer-Bücher, z.B. von Jules Verne oder "Die Söhne der großen Bärin" von Lieselotte Welskopf-Henrich, später dann für Science-Fiction-Romane, vor allem von Stanislaw Lem.

Mein Opa starb früh, und als dann vor einigen Jahren auch meine Oma starb, erbte ich ihre Bücher. Nun las ich auch dieses Buch, das mir mein Opa damals empfohlen hat, und ich fand es wirklich gut. Es spielt in der DDR und ist deshalb für die heutigen Jugendlichen nur noch hilfreich, wenn sie wissen möchten, wie die Menschen dort wirklich gelebt haben. Aber wenn ich es als Jugendlicher in der DDR gelesen hätte, dann hätte mir das wirklich etwas gegeben. Auch weil es aus männlicher Perspektive geschrieben war, weil die Hauptperson männlich war und weil es u.a. um Liebe ging. Gerade beim Umgang mit dem anderen Geschlecht können gute Bücher durchaus hilfreich sein und einen Mangel an Lebenserfahrung ausgleichen.

Ich denke also schon, daß es durchaus Bücher gibt, die für ein Geschlecht besonders hilfreich sind, wobei es dann aber natürlich nicht schaden kann, wenn sie auch vom anderen Geschlecht gelesen werden. Ein Beispiel fällt mir momentan leider nicht ein, weil ich schon lange aus Zeitmangel kaum Romane lese, sondern mehr Sachbücher.

Freundliche Grüße
von Garfield


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