Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: „Auf Jungenfang“ Lesekompetenz für Jungen

susu, Friday, 30.04.2004, 15:33 (vor 7952 Tagen) @ Emmalein

Als Antwort auf: Re: „Auf Jungenfang“ Lesekompetenz für Jungen von Emmalein am 30. April 2004 11:19:19:

Hallo

Mir ist es wirklich ernst damit; ich habe gesehen, wieviel Raum die Leseförderung auch in den oberen Klassen in England einnimmt. Ich möchte nicht, dass Jungen sich vielleicht vom Stoff des Englischunterrichts ausgeschlossen fühlen, weil sie Jungen sind; Sprachen sind auch für die, vor allem die englische, sehr nützlich. Deswegen diese Frage.

Ich bin zwar gegen jegliche Kanonisierung aber mir fallen ein paar Bücher ein, die ich sehr gern gelesen habe.

Woolf - "The Waves". Machen wir uns nichts vor, wenn Woolf gelesen wird, dann meistens "To the Lighthouse" oder "Mrs. Dalloway". Beide nicht annähernd so packend wie "The Waves" und in ihrem scope doch eher beschränkt. "The Waves" haftet (IMO zu unrecht) der Ruf an, schwierig zu sein. Schwierig zu schreiben, war es mit Sicherheit, aber zu lesen ist es wie im Flug. Der perfekte Rhythmus und die 6 Erzählstimmen lassen das Buch zu einem Erlebnis werden. (würde ich trotzdem nur in höheren Jgs lesen lassen)

Hornby - "How to be good". Muß eigentlich nichts weiter zu gesagt werden. Kann auch früh gelesen werden. "About a boy" ginge im Prinzip sogar noch früher, aber das wurde mit diesem einen Schaupieler, der jeden Film zugrunde richtet verfilmt (Hugh Grant).

Gibson - "Neuromancer". Wenn der erste Satz nicht ausreicht jemanden dazu zu bewegen das ganze Buch zu lesen, dann ist es sowiso hoffnungslos. Nuromancer ist die schärfste Analyse der Zielvorgabe von "Männlichkeiten" in einer globalisierten Welt (Gute Klausuraufgabe: "What does the protagonists name - "case" - stand for?"). Das ganze kommt aber in einer prima Verpackung.

Pratchett - Egal was. Obwohl "Small Gods" meiner Meinung nach am sinnigsten wäre. Oder die Pratchett/Gaiman-Kooperation "Good Omens". "The Amazing Maurice and His Educated Rodents" hat ja Preise als Kinderbuch gewonnen, und ist auch für Jüngere interessant. Da das Buch allerdings auch Erwachsene anzusprechen vermag und quasi als Einstiegsdroge Discworld wirkt, ist es für die Mittelstufe vermutlich ein geeignetes Material. (BTW: Genau solche Einstiegsdrogen brauchts für´s lesen).

Das sind die, die mir spontan einfallen würden.

susu


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