Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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„Auf Jungenfang“ Lesekompetenz für Jungen

Garp, Thursday, 29.04.2004, 20:48 (vor 7953 Tagen)

In der ZEIT dieser Woche gibt es eine Beilage ZEITChancen. Eine Initiative um mehr Kinder für das Lesen zu gewinnen. Auf den ersten drei Seiten der Beilage geht es fast ausschließlich um die schlechtere Lesekompetenz von Jungen und deren Ursachen.

http://www.zeit.de/2004/19/V-Jungen
http://www.zeit.de/2004/19/V-Interview-Whitehead

die Forderungen:
- die Auswahl der Schulliteratur jungengerechter gestalten
- mehr Männer in erzieherische Berufe
- Unterrichtsformen, die dem Bewegungsdrang von Jungen besser gerecht werden.
- aber auch der Appell an Eltern(Väter) ihre Kinder(Söhne) für das Lesen zu begeistern

Zu dieser Initiative befindet sich auch auf der Titelseite der ZEIT ein Leitartikel:

http://www.zeit.de/2004/19/01____2__Leiter

„…Vorleseradikalismus ist gefragt, und der stellt besondere Anforderungen an die Eltern von Jungen. So mächtig ist der Sozialisationsdruck hin zur erwarteten männlichen Rolle mit Sport und Technikbegeisterung, dass Eltern besonders den Söhnen vermitteln müssen, dass Lesen nicht peinlich oder weibisch ist. Und nie, nie, nie dürfen die Väter sagen: Zum Lesen habe ich keine Zeit. Jungen brauchen dringend männliche Lesevorbilder, schreibt Christine Brinck in unserer Beilage. Auch die Schulen können mit einer Lektüreauswahl helfen, die sich mehr an den Bedürfnissen der Jungen, überhaupt an den Interessen der Kinder orientiert:..“

Insbesondere den Artikel von Christine Brinck finde ich wirklich sehr gelungen.
Hierzu noch eine kurze Anmerkung: Gelegentlich wurde ja von Einzelnen die Behauptung aufgestellt „die Frauen“ seinen an der Schulmisere von Jungen schuld. Wenn man sich aber die guten Artikel über die problematische Lage von Jungen ansieht so fällt auf: die Mehrzahl wurde von Frauen geschrieben. Auch wenn ich mich an die Glosse von Prof. Otten über die angeblich fehlende Moral von Jungen zurück erinnere bestätigt sich dieser Eindruck.
Dies weckt doch mal wieder die versöhnliche Einsicht nicht zwischen Frauen und Männern zu spalten, sondern sich gegen falsche Ideologien zur Wehr zu setzen.

Viel Spaß beim Lesen;-)

Garp


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