Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Antidiskriminierungsrichtlinie der EU - Unisex-Tarife

Eugen Prinz, Sunday, 02.05.2004, 17:47 (vor 7950 Tagen) @ Garp

Als Antwort auf: Re: Antidiskriminierungsrichtlinie der EU - Unisex-Tarife von Garp am 02. Mai 2004 13:23:56:

So sehe ich das auch. Es wird auch prinzipiell unterschätzt wie viele Regelungen und Gesetzesvorlagen bereits auf europäischer Ebene auf den Weg gebracht werden. Die Frauenbewegung betont ja auch selbst ständig die Fortschritte auf europäischer Ebene und hat sich daher auch international vernetzt. Für die Männerbewegung ist dies natürlich sehr viel schwieriger, da sie nicht auf nationalen Organisationen aufbauen kann. Da bleibt wohl zunächst nur die Möglichkeit bei den eigenen Europaabgeordneten anzufragen.

Auch bei den eigenen Europaabgeordneten ist es wohl kein Fehler, eher als Interessengruppe denn als Einzelner vorzusprechen. Ich erhoffe aber auch von anderen EU-Parlamentariern indirekte Hilfe, denn nicht alle stehen so unter feministischem Einfluss, wie die unseren.

Allerdings darf man es auch nicht zu negativ sehen. Diese Richtlinie verbietet ganz eindeutig jede Diskriminierung nach dem Geschlecht. Daher werden auch die günstigeren KFZ-Versicherungen für Frauen abgeschafft werden. Und auch die Vätervereinigungen erhoffen sich ja von dem europäischen Gerichtshof mehr Gerechtigkeit, weil die einseitige deutsche Sorgerechtsregelung eben eine Diskriminierung nach Geschlecht darstellt.

...ja, da steckt eine Menge drin, und seien es selbst so läppische Dinge, wie Frauenparkplätze, die nach dieser Richtlinie eine geschlechtliche Diskriminierung von Männern darstellen... ;-)

>Der erste Entwurf der Richtlinie war ja auch wesentlich weitgehender. Angeblich hat damals jemand diesen Entwurf vorzeitig der Presse zugespielt.

Das weist auf eine gute Möglichkeit hin. Statt unsere Argumente an gehörlose PolitikerInnen zu verschwenden, können wir sie auch der jeweiligen Opposition in Politik, Wirtschaft, Medien, Kirche usw. zustecken.

Aber den Weg zu den EU Entscheidungen, den sollten wir mal ausloten. Ich denke, viele der Fakten, die wir bei Manndat zusammengetragen haben, eignen sich dazu, einen Vortrag bei der Kommission zu begründen.

Wenn du dazu Kompetenzen beisteuern kannst und möchtest, dann maile doch mal.

Einen Gruß von Eugen

www.manndat.de


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