Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Die "Heilige" des Forums lt. Emmalein / Fraueninteresse an der Männerbewegung?

ChrisTine, Sunday, 04.04.2004, 01:27 (vor 7978 Tagen) @ Rosi

Als Antwort auf: Die "Heilige" des Forums lt. Emmalein / Fraueninteresse an der Männerbewegung? von Rosi am 03. April 2004 16:14:05:

Hallo Rosi,

Spanisches Familienrecht

Da bin ich mir nicht so sicher und zwar aus dem Grund, weil in Spanien in einer Kleinstadt ein Männerausgehverbot an einem Tag in der Woche abends erlassen wurde.

Männerausgehverbot? Wirklich? Unglaublich!

Suche Dir hier das entsprechende raus: http://www.google.de/search?hl=de&ie=UTF-8&oe=UTF-8&q=Ausgehverbot+f%C3%BCr+M%C3%A4nner&btnG=Google-Suche

Die "Heilige" lt. Emmalein
Der Beitrag von Emmalein ist im Zusammenhang zu sehen mit dem vorangegangenen Beitrag von Garfield. Es ging darum, ob Frauen, die sich für Männerrechte einsetzen denn damit einer masochistischen Veranlagung nachgehen.
Tust Du das? :-)

Mit Sicherheit nicht.

- Ich jedenfalls nicht und Du machst mir auch bisher nicht den Eindruck, als hätten Deine Beiträge hier etwas mit masochistischen Fantasien zu tun. Scheint mir eher ein Totschlag-Argument zu sein.

Sehe ich auch so.

@ Emmalein: Wo hat denn hier eine Frau indirekt propagiert, dass eine andere Frau vergewaltigt werden soll? Kann ich mir bislang gar nicht vorstellen, die Beiträge, die ich hier gelesen habe, schienen mir alle recht vernünftig zu sein.

Vielleicht ist da der Wunsch Vater des Gedankens oder wie dieser Spruch auch immer heißt?

Fraueninteresse an der Männerbewegung?

Was glaubst Du, was ich seit Jahren mache? Außerdem habe ich immer betont, daß die 'Männerbewegung' auch Frauen braucht, denn letztendlich läuft nichts ohne sie. Nur glaube ich leider immer mehr, daß sich erst dann nachhaltig etwas ändern wird, wenn immer mehr Frauen in die Situation kommen, in der jetzt die Zahlmänner/-väter stecken.

Sei nicht so pessimistisch. ;-)

Das hat nichts mit Pessimismus zu tun. Viele Frauen sehen ja vielleicht noch, daß es eine Schieflage zu Ungunsten der Männer gibt, sind aber letztendlich nicht bereit, zu ihrem eigenen Nachteil etwas ab- bzw. aufzugeben, ob sie Söhne haben oder nicht. Es ging den Frauen in den westlichen Ländern noch nie so gut wie heute, aber sind sie endlich mal zufrieden, mit dem was sie erreicht haben? Nein, es muß immer noch eins drauf geben, damit man auch ja irgendwelche Privilegien erhalten kann.
Siehe dazu auch das Urteil zur Aufhebung der Eheverträge http://www.bnotk.de/DNotZ/Mitteilungen/mitt0204.htm
Das schlimme daran ist, daß diese Frau sich nicht nur selbst geschadet hat, sondern auch den Frauen im allgemeinen. Dazu kommt noch, daß diese Frau studiert hat. Nach diesem Urteil muß Frau damit rechnen, noch weniger für voll genommen zu werden, als es ohnehin oft schon der Fall ist.

Die Männerbewegung hat viele Ansätze. Die Situation der Zahlmänner/-väter ist nur eine davon und sicher diejenige, die am schwierigsten zu bereinigen ist, weil es da um direkte Geldflüsse der Männer an die Frauen geht. Aber es gibt doch auch noch andere Ansätze:
-Z.B. die Erkenntnis, daß es ebenso wie Frauenvergewaltigung auch Männervergewaltigung gibt, die wiederum mitverantwortlich für Frauenvergewaltigung ist. Da müßten doch die Frauen ein ureigenstes Interesse dran haben, daß dem entgegengewirkt wird.

Das verstehst Du einfach nicht, muß ich hier mal anmerken ;-)
Die Frauen, die am lautesten schreien, um sich Gelder und Privilegien zu sichern, sind idR selbst nicht vergewaltigt worden. Wie erwähnt, Ausnahmen bestätigen die Regel.

-Oder z.B. die Erkenntnis, daß Männer gar nicht gewalttätiger sind als Frauen. Das ist doch auch ein Stück weit befreiend und ermöglicht einen anderen Zugang auf das andere Geschlecht. Bei vielen Frauen manifestiert sich doch die Angst in der "Angst vor dem bösen Mann". Und damit sind diese Frauen Opfer der eigenen Opferhaltung.

Das siehst Du oder ich so, aber man darf bei allem nicht vergessen, daß es letztenbdlich um Geld und Macht geht, siehe das Beispiel des Vereins "Zartbitter", dem Gelder gestrichen wurden, weil diese sich auch um vergewaltigte Jungen kümmern.

-Oder aber der Kindesmißbrauch durch Frauen. Erst, wenn man dieses Phänomen kennt, kann man seine Kinder auch davor schützen.

Das wollen die Frauen aber nicht, sonst könnten sie ihren Opferstatus nicht aufrecht erhalten.

-Oder aber sexuelle Belästigung: Viele Frauen mögen doch Anmache von den Männern und wollen bestimmt keine ent-erotisierte Gesellschaft.

Mit Sicherheit nicht, denn diese Auswirkungen sind bereits spürbar, sogar zum Nachteil von Unternehmen.

-Oder aber Sexualität an sich: Auch hier sind wiederum viele Frauen Opfer ihrer eigenen Opferhaltung. Es könnte sehr befreiend sein für viele Frauen, wenn sie aus dieser Opferhaltung herausfinden und dann in der Lage sind, aktiv mit den Männern zusammen ein lustvolles Sexualleben zu gestalten.

Sehe und praktiziere ich auch so. Deswegen geht es mir ja auch so gut :-)))
Leider ruft das aber wieder Neiderinnen auf den Plan, alles selbst hautnah erlebt. Der Neidfaktor spielt in der Tat eine große Rolle.

-Oder aber die Darstellung der Männer als Trottel in den Medien: Wenn man erst einmal erkannt hat, daß die Männer systematsich erniedrigt werden, dann ist es einfach nicht mehr lustig. Ich denke, es gibt bei vielen Frauen einfach ein Gerechtigkeitsempfinden, das an dieser Stelle aktiviert werden kann.

Siehe Macht und Privilegien.
Siehe Alice Schwarzer ihr neuestes Pamphlet http://www.emma.de/04_2_editorial.html Hier ein Auszug:
Sicher, die Lage von Frauen in den westlichen Demokratien ist heute unvergleichlich besser als die in so manchen archaischen Männergesellschaften Asiens, Arabiens oder Afrikas. Doch auch im Westen kennt jede dritte bis zweite Frau Gewalt aus eigener Erfahrung; werden Frauen geschlagen, missbraucht, vergewaltigt – kurzum: gefoltert. Auch im Westen kann die „verletzte Männerehre“ eine Frau das Leben kosten. Und in der ganzen Welt ist laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Männergewalt die Todesursache Nr. 1 von Frauen, noch vor Krebs oder Aids.

Lese aber ruhig mal den ganzen Artikel, der ist vor Dummheit kaum noch zu überbieten.

Z.B. gab es letztens im Kölner Stadt Anzeiger eine mehrseitige Beilage, in der positiv über die Anliegen der Männerbewegung berichtet wurde und das Buch von Arne Hoffmann mehrfach erwähnt wurde.
Sogar die Erziehungsberatungsstelle in meiner Nähe hatte diese Beilage in Kopieform ausgelegt.

Jetzt bin ich aber platt, ehrlich.
Trotzdem ist es noch ein langer Weg, bis die Überpreviligierung von Frauen aufgehoben wird.

Ich glaube, Du kannst Dir im Moment noch gar nicht vorstellen, wie froh die hauptsächlich hier schreibenden Männer sein werden, eine ehrliche Mitstreiterin dazugewonnen zu haben, wenn es so ist.

Das ist schön. Ich hatte auch den Eindruck, herzlich aufgenommen zu sein.

Na ja, letztendlich bin ich gespannt, wie lange Du dabei bist. Hier waren schon jede Menge Frauen, die sich über kurz oder lang freiwillig oder unfreiwillig verabschiedet haben. Deshalb auch das allseitige Mißtrauen.

Liebe Grüße - Christine


gesamter Thread:

 

powered by my little forum