Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 1 - 20.06.2001 - 20.05.2006

67114 Postings in 8047 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Re: Spanisches Familienrecht

ChrisTine, Saturday, 03.04.2004, 14:14 (vor 7979 Tagen) @ Rosi

Als Antwort auf: Spanisches Familienrecht von Rosi am 02. April 2004 17:46:20:

Hallo Rosi,

das sind aber interessante Hinweise! Da wird uns in einem europäischen Nachbarland so eine gute Lösung für viele Probleme im Zusammenhang mit Kindern und Trennungen vorgelebt und wir wissen hier gar nichts davon!

Richtig, ich wußte bis zu diesen Beiträgen im Pappa.com Forum auch nichts davon und war mehr als erstaunt.

Ob diese unterschiedlichen Regelungen in Deutschland und in Spanien ein Hinweis für ein unterschiedliches Kräfteverhältnis der Feministinnen in Deutschland bzw. Spanien ist?

Da bin ich mir nicht so sicher und zwar aus dem Grund, weil in Spanien in einer Kleinstadt ein Männerausgehverbot an einem Tag in der Woche abends erlassen wurde.
Ich denke eher, daß es damit zusammenhängt, daß Kinder einen anderen Stellenwert in Spanien haben als hier. Das kann man auch sehr schön auf spanischen Campingplätzen beobachten.

@Christine: Bist Du hier die "Heilige", von der Emmalein in einem der Postings der letzten Tage sprach? :-)

Leider habe ich nicht so viel Zeit, um alle Beiträge hier zu lesen, deswegen kann ich dazu nichts sagen. Ein Link wäre sehr nett. Danke :-)

Ich finde es gut, wenn neben der wachsenden Schar der Männer auch möglichst viele Frauen die Auswüchse des Feminismus und die damit verbundene Benachteiligung der Männer erkennen und sich davon abgrenzen.

Was glaubst Du, was ich seit Jahren mache? Außerdem habe ich immer betont, daß die 'Männerbewegung' auch Frauen braucht, denn letztendlich läuft nichts ohne sie. Nur glaube ich leider immer mehr, daß sich erst dann nachhaltig etwas ändern wird, wenn immer mehr Frauen in die Situation kommen, in der jetzt die Zahlmänner/-väter stecken. Die ersten Frauen weinen sich ja bereits aus, daß sie es nicht ok finden, wenn sich ein ehemaliger Hausmann/-vater auf die finanziellen Einnahmen seiner Ex verläßt. Aber es sind leider noch zu wenige, als das sich da in absehbarer Zeit etwas ändern wird.

Der Schlüssel liegt nicht im Kampf der Geschlechter gegeneinander, sondern im Miteinander, im gegenseitigen Respekt und im Entwickeln von menschlichen Qualitäten.

Das sehe ich genauso.

Wer das aus sich heraus nicht erkennt, der muß sich spätestens dann mit dieser Frage auseinandersetzen, wenn er Kinder des jeweils anderen Geschlechts hat. Kann ich meinen Sohn guten Gewissens in diese männerfeindliche Gesellschaft lassen, ohne etwas dagegen zu tun? - NEIN!

Genau das ist seit Jahren meine Motivation, mich zu engagieren. Ich habe nämlich eine Tochter und einen Sohn.

Schade nur, daß ich mein eigenes Familienleben auch nicht auf die Reihe gekriegt habe, meine Kinder ebenfalls wie viele andere Trennungskinder unter der Trennung leiden, obwohl sie ihren Vater regelmäßig sehen, und ich ausgerechnet mit meinem Ex auf keinen grünen Zweig komme. Das bedaure ich sehr und ich empfinde das auch als Manko.

Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein. Wir alle haben unsere Fehler gemacht und sollten daher zumindest versuchen, das eine oder andere besser zu machen.

Nun ja. Lassen wir das. Konzentrieren wir uns lieber auf das was geht und zwar auf das Thema dieses Forums.

Ich glaube, Du kannst Dir im Moment noch gar nicht vorstellen, wie froh die hauptsächlich hier schreibenden Männer sein werden, eine ehrliche Mitstreiterin dazugewonnen zu haben, wenn es so ist.
Meine erste Reaktion auf Deinnen Beitrag war: Toll, wieder eine Frau, die die Ungerechtigkeiten auch sieht. Aber dann kam auf Grund jahrelanger Erfahrungen ein STOP-Schild hoch. Solltest Du Dich weiter für Männerbelange einsetzen, wird Dir von der Frauenfraktion noch heftiger Wind entgegen wehen, von daher gesehen war mein Kommentar nur ein laues Lüftchen. Nichts für ungut :-)

Liebe Grüße - Christine


gesamter Thread:

 

powered by my little forum