Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Microperlen, Schleudergang, Trockentrommel

Der Eman(n)ze, Saturday, 06.03.2004, 00:18 (vor 8007 Tagen) @ susu

Als Antwort auf: Re: Microperlen, Schleudergang, Trockentrommel von susu am 02. März 2004 20:34:41:

Hallo susu

"Ich denke zum Beispiel an die USA, wo es bereits 1985 eine Grundsatzentscheidung des Supreme Courts zu den Versicherungstarifen gab, und dort hat man die Versicherungstarife im Ergebnis abgelehnt, und zwar mit der Begründung, dass Versicherer auch Schlaffe und Fitte zum gleichen Risiko versichern, während Männer und Frauen als unterschiedliches Risiko behandelt werden."

Schön und gut, aber da gibt es ein rein praktisches Problem: Schlaff oder fit steht nicht im Paß, jur. männl. oder jur weiblich schon.

Würde ersteres im Paß stehen, hätten es die Versicherungen schon längst umgesetzt (da viel wirksamer als jur. männl. oder jur. weibl.) Aber gegen den gläsernen Bürger gibt es zum Glück (noch) mehr oder weniger wirksamen Datenschutz.

Es stimmt zwar, daß das Thema verkürzt behandelt wurde

Falsch. Dieses Thema [daß dieser Fall instrumentalisiert wurde für das "Frauen-sind-wieder-mal-Opfer-Schema] bzw. eine Relativierung, um eine Instrumentalisierung zu verhindern, wurde nicht behandelt.

und diese Kritik halte ich auch für gerechtfertigt.

Freut mich :-)

Allerdings ist dann die Frage, ob er im Zeitrahmen bliebe, wenn er das tun würde.

Nicht im Zeitrahmen bleiben zu können ist keine Entschuldigung für tendenziöse und suggestive Berichterstattung.

Allerdings ist der Bericht schon deshalb großartig, weil hier mal klar wird, wie Politik mit dem Thema Geschlecht umgeht und wie da auch mal ein Begriff ganz ungeahnte Bedeutungen haben kann

dito. s.o. "großartig" allerdings von meiner seite aus in "..."

Reporter: "Geht es nicht bei Gleichbehandlung darum, dass man Frauen und Männer ob ihres Geschlechts in allen Lebensbereichen möglichst gleich behandelt?"
Renate Schmidt, SPD, Bundesministerin für Familie und Frauen: "Nein..."

nix neues. Deswegen heirate ich nicht und zeuge kein Kind, obwohl es meine partnerin will.

Mit echter Gleichberechtigungs-Gesetzgebung statt Frauen-Lobbying wäre beides kein Problem.

Ich bin mir sicher, Du verstehst mich.

Der Eman(n)ze


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