Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Microperlen, Schleudergang, Trockentrommel

susu, Tuesday, 02.03.2004, 23:02 (vor 8010 Tagen) @ MalSehen

Als Antwort auf: Re: Microperlen, Schleudergang, Trockentrommel von MalSehen am 01. März 2004 10:05:06:

Hallo MalSehen

Der Sinn einer Versicherung ist es Leute mit gleichem Risiko gegen selbiges Abzusichern. Was du gerne möchtest ist, das man Männer gegen das Riskio einer Schwangerschaft absichert. Das ist imho genauso unsinnig wie eine Kategorisierung nach Sternzeichen.

Der Sinn einer Versicherung ist es, Leute gegen bestimmte Risiken abzusichern. Eine Krankenversicherung springt bei medizinisch Notwedigen Augaben ein. Ein Risiko nicht Individuell, sondern nach der Zugehörigkeit zu einer Gruppe einzuschätzen ist unsinnig. Die Schwangerschaftskosten sind übrigens nicht der ausschlaggebende Punkt bei den Tarifen, sie werden durch Männer stärker betreffende Probelem locker wett gemacht (häufigere Behandlungen wegen gegen sie Verübte Körperverletzung, z.B.). Nur: Was auch immer da angeführt wird, es hat nichts mehr mit den Einzelnen Personen zu tun. Schwangerschaftsrisiko? - Warum dann der gleiche Traif für Unfruchtbare? Häufigere Arztbesuche? - Wiso gleiche Preise für die, die sie nicht in Anspruch nehmen? Es ist das Prinzip von Versicherungen, daß diejenigen, die keine Versicherungsleistungen in Anspruch nehmen, die Leistungen an anderen VersicherungsnehmerInnen bezahlen. Wenn due eine hast, mußt du die Brandschutzversicherungsbeiträge auch dann zahlen, wenn es bei dir nicht gebrannt hat.

Während man bei der Versicherung nach Sternzeichen noch die Wahl hat, ob man sich dort versichern will, soll die Wahlmöglichkeit den Männern ja gerade genommen werden. Es steht jeder Versicherung frei einen Unisextarif anzubieten.

Und dann nicht konkurenzfähig zu sein. Wo läge der Unisextarif preislich? Zwischen den üblichen Tarifen für Männer und Frauen: Die Versicherung wäre also für Männer teurer als andere, für Frauen billiger. Wer näme sie also in Anspruch? Das wiederum würde vermutlich zu höheren Kosten führen, der Tarif würde erhöht werden müssen (oder die Versicherung ginge in Konkurs) bis der Tarif schließlich da ankäme, wo er bei den differenzierten jetzt für Frauen steht. Wäre zwar Unisex, aber die Nutzung wäre es nicht. Wenn alle Versicherungen gezwungen werden werden die Tarife in der Mitte stabil beleiben. Und das gilt für alle Versicherungen die bislang geschlechtsdifferenziert abrechnen: Die private Rentenversicherung ist bislang für Männer billiger, weil sie kürzer Leben, die Lebensversicherung teurer, weil sie kürzer leben... Wer ein breites Spektrum an Versicherungen beansprucht wird letztenendes bei ca. +/- 0 landen.

susu


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