Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Traumfrau?

Emmalein, Monday, 02.02.2004, 15:19 (vor 8040 Tagen) @ Texaco

Als Antwort auf: Re: Traumfrau? von Texaco am 30. Januar 2004 23:32:50:

Hi, Texaco,

wenn ein Mann sich für das Nehmen des Erziehungsurlaubs oder für ein Hausmann-Dasein entscheidet, kann er nur Familie haben.

Wenn er sich für ein Dasein als Karriere-Mann ohne Anhang entscheidet, kann er nur Karriere haben.

Wenn er eine Ehefrau nimmt, kann er beides haben.

Männer haben also doch alle Wahlmöglichkeiten.

Ich denke, dass eine ausserhäusige Kinderbetreuung sogar mehr leistet als die durch eine einzelne Hausfrau. Kaum eine Familie kann sich heute mehr mehr als zwei Kinder leisten, bei den Ansprüchen, die die Kinder stellen (Turnschuhe von Adidas, Hosen von Diesel, T-Shirts von Kokaii - und das ist nicht nur auf die Mädchen beschränkt, nein, die Jungen haben dieselben Ansprüche an ihre Klamotten!). Das führt dazu, dass man notgedrungen verwöhnte Einzelkinder erzieht. Das Zusammenleben in der Gruppe sollten Kinder schon vor dem Schulantritt beherrschen. Deswegen bin ich für einen Pflicht-Kindergarten für alle Kinder.

Ich weiss, dass ich mir in Zeiten, in denen vor allem auf Kosten der Bildung gespart werden soll (die normalen Unis sollen zu Elendsquartieren werden, mit den Studiengebühren will man ja nicht bessere Unis, sondern mehr Strassenbau und Schuldenabbau finanzieren - und die Elite-Unis kriegen das letzte bisschen Restgeld, was der Staat noch für Bildung ausgeben will). Aber ich denke, dass die PISA-Ergebnisse uns da mal zum Umdenken bewegen sollten.

Klar hat das den Nebeneffekt, dass es für Frauen auch möglich wird ,die dritte Entscheidung: Kind und Beruf, zu treffen, zumindest für mehr, als es ohnehin schon möglich ist. Aber ich finde das gar nicht mal schlimm;-)...
Möglicherweise entscheidet sich dann ja auch die eine oder andere Frau für ein Kind, die es jetzt nicht tut. Ich weiss, dass Ihr meint, vor allem die MÄnner blockieren die Entscheidung für ein Kind. Aber wenn eine Frau unbedingt ein Kind wollte, dann bräuchte sie in den meisten Fällen den Mann gar nicht zu fragen.

In meiner wilden Zeit habe ich die Männer recht leicht gewechselt. Meistens habe ich das Thema Verhütung auf den Tisch gebracht und ich hatte auch die KOndome dabei. Es wäre also ein Leichtes für mich gewesen, mir einen "Erzeuger" für ein Kind zu besorgen. Die Männer hätten nicht einmal nach meiner Verhütungsmethode gefragt!

Es ist also doch eher so, dass die Frau entscheidet, ob sie ein Kind bekommt oder nicht. Natürlich meist in Abstimmung mit dem Partner. Aber sie könnte es theoretisch auch völlig allein entscheiden! Und das vor allem wegen der Sorglosigkeit der Männer.

Es grüsst sorgfältig
das Emmalein


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