Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Denial

Texaco, Tuesday, 20.01.2004, 00:43 (vor 8053 Tagen) @ Bijou

Als Antwort auf: Re: Denial von Bijou am 17. Januar 2004 21:35:21:

N'Abend Bijou!

Ich bin wie du siehst auch nicht so schnell zum antworten gekommen.

Genau darum geht es mir hier, um diese Pauschalurteile. [...]Und wenn man die Erzählungen in manchen Foren liest, bin ich nicht existent. Und das ärgert mich eben.

Das ist gut gesagt. Es ist wohl so: Man läuft in Gefahr, sich die Welt schlecht zu schreiben, wenn man sich mit dem schlechten in der Welt zu lange auseinandersetzt. Auch wenn es um das Geschlechterverhältnis geht. Entscheidend ist, daß man Interesse daran hat, sich vom Gegenteil überzeugen zu lassen, wenn es denn zutrifft, anstatt sich in seiner Weltanschauung zu verbarrikadieren.

Es ist immer so eine Sache mit dem für eine Gruppe angeblich "typischen" und dem einzelnen Menschen. Man kann vermutlich immer zeigen, daß das "typische" auf "die meisten" Menschen gar nicht zutrifft. (Wenn man damit voll und ganz zutrifft meint.) Trotzdem meine ich, daß es so etwas sehr wohl gibt. Für mich ist das typische das Verhalten, das ich vom Angegehörigen einer Gruppe erwarte, weil es vermutlich eintreten wird. Es ist das, womit ich vernünftigerweise rechne.

Urteile über Gruppen sind also immer problematisch und man sollte sie widerrufen, wenn man falsch gelegen hat. In diesem Sinn stimme ich dir zu. Nun geht es in diesen Internet-Foren aber noch um etwas anderes: Hier kommen Dinge auf den Tisch, die sonst lieber unter den Teppich gekehrt werden. Hier kommt ein Teil der Wahrheit ans Licht, der sonst nicht ausgesprochen werden darf. Es darf einfach nicht als wahr akzeptiert werden - zum Nutzen der Frauen, und zum Schaden der Männer. Was den Männern hier zu schaffen macht, soll einfach nicht existent sein. Und das ärgert uns.

Was in diesen Foren längst Konsens ist, wäre für den Rest der Gesellschaft noch ein Tabubruch, wenn es auch nur zum Thema gemacht würde. Und das ist der Skandal, über den man sich wirklich aufregen kann - nicht daß einige Männer nur noch ihre Verbitterung loswerden wollen.

Frauen versuchen mit allen Mitteln diese Diskussionen zu bremsen - es hat genug Störerinnen in diesem und in anderen Foren gegeben, die nicht an einer ehrlichen Diskussion interessiert waren. Sie sind die Regel, nicht die Ausnahme. Sie sind auch im täglichen Leben die Regel, nicht Ausnahme. Jedenfall meiner (aber offensichtlich nicht nur meiner) Erfahrung nach.

Aber ich stimme dir zu: Man soll niemals aufhören zu differenzieren, und sich auch immer gerne vom Gegenteil überzeugen lassen, wenn es denn stimmt.

Ja, ich sehe es durchaus, dass es Frauen gibt, die ihre Männer ausnutzen, die ganz bewusst die Rechtslage, die unfair ist, benutzen, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Da sind wir absolut einer Meinung. Das aber _allen_ Frauen vorzuwerfen, ist nicht richtig.

Es freut mich, daß wir da einer Meinung sind. Allerdings ging es mir nicht nur um die Rechtslage, sondern auch um den Umgang miteinander. Ich habe geschrieben, daß sich Frauen einen Sport daraus machen, ihre Männer zu manipulieren. D.h. sie haben zwei Gesichter: eins für ihren Mann und eins für ihre beste Freundin. Alle Frauen? Wer weiß?

Wir wollen also differenzieren. Aber wie? Das ist meine Frage an dich. Einem Mann steht ins Gesicht geschrieben, was er gerade denkt. Einer Frau nicht. Ein Mann redet vor seinen Kumpels nicht anders über seine Frau als in ihrer Anwesenheit. Frauen grundsätzlich schon. Woher bitteschön, soll ein Mann bei einer Frau merken, mit wem er es zu tun hat? Und woran merkt es eine Frau bei einer Frau?


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