Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Denial

carlos, Friday, 16.01.2004, 21:44 (vor 8056 Tagen) @ Bijou

Als Antwort auf: Re: Denial von Bijou am 16. Januar 2004 14:24:05:

Servus!
Deine Art zu formulieren, Bijou, ist nicht unhoeflich; die Chance eine hoeflichen Erwiderung sei Dir somit gegeben.
Das Problem besteht bereits in seiner geschlechtsabhaengigen Wahrnehmung. Ich meine es nicht boese, wenn ich feststelle, dass Frauen und logisch=mathematisches Denken oftmals partout nicht zusammenpassen. Dies erklaert, wie Du als Frau von *einigen* Problemen sprichst, gerade so, als handele es sich um Randerscheinungen, um Ausnahmen und nicht um mittlerweile gaengige Regelfaelle.
Hierzulande werden derzeit nahezu 40% aller Ehen wieder geschieden; besagte Prozentzahl weist jaehrlich Steigerungen auf, die die Annahme zulassen, in sechs oder sieben Jahren duerften die 50% erreicht sein und auch ueberschritten werden. Eingereicht werden die Scheidungen zu 95% von Frauen, obwohl Studien belegen, dass die deutschen Ehemaennern zu den treuesten weltweit gehoeren. Seit den Neuerungen der Gentechnik und damit verbundenen Studien ist auch klar geworden, dass 25% der hierzulande geborenen Kinder dem Ehemann untergeschobene Kuckuckskinder sind (Eine Frau kann sich ob ihrer Mutterschaft immer sicher sein, ein Mann ob seiner Vaterschaft nicht unbedingt.)
Wird unter den zugrundegelegten Bedingungen obiger Zahlenwerke eine deutsche Ehe geschieden, dann bedeutet das fuer den kuenftigen Ex-Ehemann und vor allem Ex-Vater den finanziellen Ruin und die Entsorgung in die soziale Latrine. Wie der Bachelor es treffend formuliert hat: Ihm bleibt nur die Alternative zwischen Trottel oder Schurke; wobei ich selbst mit der Titulierung als Schurke etwas vorsichtig waere. Viele verzweifelte Vaeter versuchen durch Einstellung der Zahlungen einen Kontakt zu ihren Kindern zu erzwingen; leider oftmals vergeblich, wie die Erfahrungen zeigen. Mit anderen Worten: Hat hierzulande ein Mann erst einmal geheiratet, dann braucht er mehr Glueck als Verstand fuer die Zukunft seiner Kinder und sich selbst; das Familienrecht macht das Glueck zu einer beliebigen Manoevriermasse, deren Verschiebeparameter einzig und allein in den Haenden der Frau liegen.
So weit in Kuerze; ich bin alleinerziehender Vater zweier Toechter und weiss nur zu genau, welch knallharte Bandagen man als Vater anlegen muss, um seine Kinder dauerhaft bei sich zu haben. Da braucht man neben Nerven aus Stahlseilen auch die Bereitschaft zu Mitteln zu greifen, die gefaehrlich weit unter der Guertellinie liegen. Leider koennen viele Vaeter auf gar nix zuruechgreifen, weil sie nicht einmal einen notariellen Ehevertrag geschlossen haben.
Schoen, das da oben sind zunaechst einmal Zahlen; dahinter stehen fast immer maennliche Dramen; auch in meinem naeheren Freundeskreis hat im Dezember eine Frau Scheidung eingereicht; ihren Ehemann kenne ich noch aus dem Sandkasten. Der hat seine huebsche Frau vergoettert. Aus. Vorbei. Scheidung eingereicht und einfach abgehauen. Zwei Kinder; den Bub hat sie beim Vater gelassen, das Maedchen mitgenommen. Ich sag Dir, Bijou, dieser Berg von einem Kerl ist das heulende Elend; wochenends und abends faellt ihm die Decke auf den Kopf. Und weil ich weit herum komme, weiss ich, dass es exakt so fast immer und ueberall ablaeuft.
Ich gebe mich jetzt keinen Illusionen hin; etwa, dass Du vielleicht nicht mehr denken moechtest, es handele sich nicht nur um ein paar marginale Lappalien und nicht um ein Massenphaenomen, groesstenteils angezettelt von Frauen. So naiv bin nicht. Vielleicht versuchst Du als Frau moeglicherweise ja doch schon einmal mehr ueber Mathematik im Allgemeinen wie im Speziellen nachzugruebeln; das waere schon viel.
Gruss,
carlos


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