Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Mutter-(Vaterschafts)urlaub

Peter, Monday, 05.01.2004, 15:20 (vor 8067 Tagen) @ Jörg Rupp

Als Antwort auf: Re: Mutter-(Vaterschafts)urlaub von Jörg Rupp am 03. Januar 2004 09:03:23:

Da postet einer ganz unverblümt genau die Gründe, die zu Quotenregelungen führen müssen und ihr merkt das noch nicht einmal.

Es geht um einen Kleinstbetrieb. Fuer die wird es nie eine Quotenregelung geben. Mach doch mal deine eigene rot-gruene Ich-AG auf, um zu sehen, wie es sich am Markt lebt.

Darüber hinaus sollen hier ganz konkret Männer, die sich bewusst für die Erziehung ihres Kindes entscheiden möchten diskriminiert, und ihr merkt das nicht einmal oder nehmt es unwidersprochen hin.

Wer im Kleinstbetrieb arbeitet, kennt die Risiken. Deshalb sollte er auch auf bessere Entlohnung pochen als im Großbetrieb.

Dann aber wieder mosert ihr über die Regelung, dass Kinder überwiegend nach Scheidung bei den Müttern bleiben, ja, habt ihr denn den Schuss nicht gehört?

Die Entscheidung, dass einer im Kleinstbetrieb arbeitet oder sich selbstständig macht, sollte von Vater und Mutter zusammen getragen werden. Die Folgen sollten auch beide tragen, z.B. dass nach einer Scheidung nicht mehr soviel Geld erwartet werdfen kann.

Elternzeit ist eine Errungenschaft, Mutterschutz ebenfalls und wer das geradezu so torpediert, der gehört als Unternehmen boykottiert - und nicht noch verbal unterstützt.

Ich habe ihn nicht unterstuetzt sondern auf die Rechtslage hingewiesen. Persönlich glaube ich, dass ein Unternehmer auch das Familienleben seiner Angestellten fördern sollte, dafuer arbeiten sie schließlich bei ihm - aber was soll ein Kleinstunternehmer machen, wenn da einer mit Beamtenmentalität deine Errungenschaften einfordert und keine Leistung bringt? Ein Großunternehmer rechnet mit solchen (seltenen) Fällen und verteilt die Folgen; im Mittelbetrieb machen die Kollegen Druck ueber den Betriebsrat; aber ein Kleinstunternehmen kann davon untergehen.

Kleinstbetriebe sind nicht ohne Grund von einigen Vorschriften ausgenommen - unsere Wirtschaft braucht sie und ihre Flexibilität und Schnelligkeit. Deine Errungenschaften muessen auch erstmal erarbeitet werden. Wohin reine Verordnungserrungenschaften fuehren, sehen wir ja ueberall im Renten- und Medizinwesen: die Kassen machen Minus und erlassen undurchdachte Zusatzabgaben.

Aber schöner hättet ihr eure Eindimensionalität nicht vorführen können. Dieser Thread bekommt einen Ehrenplatz in meinen Favoriten - Peinlichkeiten der Maskulisten.

Könnte es sein, dass sich hier jemand anderes bloßstellt?

Gruß,

Peter


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