Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Gläsernes Gehaltskonto

Advocatus Feminae , Tuesday, 04.11.2003, 01:03 (vor 8130 Tagen) @ Odin

Als Antwort auf: Gläsernes Gehaltskonto von Odin am 03. November 2003 00:08:16:

Häufig Streit um «Taschengeld» für Ehefrau
Hamburg (dpa) - In jeder dritten Ehe ist die Frau einer Umfrage zu Folge auf Taschengeld von ihrem Mann angewiesen.

Kann man etwas gehässig auch so formulieren: In jeder dritten Ehe muss der Mann für die Frau mitarbeiten.

Dies führe häufig zu Streitigkeiten, vor allem, wenn der Frau das Einkommen des Partners nicht genau bekannt sei, ergab die Emnid-Umfrage im Auftrag der Frauenzeitschrift «Lisa». Bei den 20- bis 29-Jährigen betreffe das rund 38 Prozent der Befragten, ansonsten fast jede fünfte Frau. Befragt wurden 481 Männer und Frauen im Alter von 20 bis 49 Jahren.

Wieder mal missverständlich: Sind 38 % der 20- bis 29-Jährigen auf Taschengeld von ihrem Mann angewiesen oder kennen 38 % der 20- bis 29-Jährigen das Einkommen Ihres Partner nicht ? Was heißt "genau" ? Genau kenne ich mein Bruttogehalt auch nicht, da müsste ich auch nachgucken.

Vor diesem Hintergrund könnte das so genannten «gläserne Ehegatten-Konto», das Baden-Würtembergs Justizministerin Corinna Werwigk-Hertneck (FDP) per Gesetzantrag in den Bundestag eingebracht hat, von Bedeutung sein. Es sieht vor, dass nicht erwerbstätige Ehepartner einen rechtlichen Anspruch darauf haben, zu wissen, was der Partner verdient. Zudem soll der Nichtverdiener «in angemessenem Umfang über Geld zum Familienunterhalt und für eigene Bedürfnisse verfügen», hieß es in dem Blatt.

Und der Verdiener ? Hat der keinen Anspruch auf eigene Bedürfnisse ? Wie auch immer normalerweise geht das so: Gemeinsame Ausgaben und Rücklagen festlegen, der Rest wird durch 2 geteilt und das ist das (gleiche) Taschengeld für beide.


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