Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Das war doch eher ironisch, würde ich sagen

Lars, Sunday, 28.09.2003, 00:14 (vor 8166 Tagen) @ Sam

Als Antwort auf: Re: Spiegel-Titelgeschichte; Nachbemerkung von Sam am 27. September 2003 16:35:25:

Bist Du sicher, daß Dir da nicht eine gewisse Ironie im "SPIEGEL" entgangen ist?

1. Der "SPIEGEL" greift eine im Grunde super-akademische evolutions-biologische Frage auf, nähmlich was mit dem Y-Chromosom in den nächsten Zehntausenden von Jahren passieren wird ... und bezieht das dann auf den gegenwärtigen Frauen-Power-Zeitgeist. Der Grund ist offensichtlich: Ohne den Frauen-Power-Bezug wäre das Thema nur für studierte Biologen von Interesse und keine Titelstory im "SPIEGEL" wert! Es ging also erstmal nur um irgendeine Titelstory.

2. Die Rechtfertigung feministischer Politik mit diesen weit hergeholten Bio-Debatten ist so absurd, das KANN der "SPIEGEL" gar nicht ernst gemeint haben.

3. Wenn man außerdem bedenkt, daß die Schlüsselpositionen beim "SPIEGEL" von Männern besetzt sind, liegt es nahe, diese Story eher als männliche Selbstironie aufzufassen, d. h. als Koketterie mit dem Stigma des "Auslaufmodells". Vielleicht sogar mit dem Hintergedanken, die LesER(!) zum Widerspruch zu provozieren.


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