Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Wer schon mal etwas von Steve Jones lesen will

Joseph S, Wednesday, 17.09.2003, 01:33 (vor 8177 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Wer schon mal etwas von Steve Jones lesen will von Horst am 13. September 2003 19:10:08:

Hallo,

was mich bei diesem Artikel nervt, ist das Aufbauen von logisch inkorrekten Assoziationsketten.
Was hat die Beständigkeit eines Gens bei der Fortpflanzung mit der Lebenserwartung der Intelligenz
oder sozialen Fähigkeiten des Trägers dieses Gens zu tun? Die Genetik ist hier doch nur ein
Aufhänger, um alles aufzuzählen, wo Männer tatsächlich oder auch nur vermeintlich schlechter
abschneiden. Und weil die Genetik das biologische Symbol der Vorbestimmtheit ist, wird der
Siegeszug der Frauen als Schicksal dargestellt. Wenn zum Thema Schulversagen gesagt wird:
"Die Schlussfolgerung, die Gesellschaft habe durch übermäßige Frauenförderung den Mann ins
Abseits befördert, weisen Genetiker allerdings zurück. Sie sehen darin nur einen weiteren
Beweis für die Zerstörungskraft des Y-Chromosoms. " ist das viel übler als die Tatsache, daß
auch die biologischen Aussagen über Gene sehr unglaubwürdig sind.

Wie die Männer-Versager-Propaganda Selbstläuferdynamik entwickeln kann, wird sogar erwähnt.
"Der Schulfrust verleite die jungen Männer zu einer Verweigerungsstrategie. Statt sich
anzustrengen, richteten sie sich in einer "Bart-Simpson-Kultur" ein. Ihr Motto: Ich bin ein
Versager, aber ich bin stolz drauf, denn es ist verdammt cool, ein Trottel zu sein. "
Daß daran aber nicht defekte Gene sondern wahrscheinlich unfähige ErzieherInnen schuld sind,
will man nicht wahr haben. Das paßt nämich nicht ins Weltbild.

Gruß
Joseph


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