Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: Spiegel-Titelgeschichte; Nachbemerkung

Sam, Saturday, 27.09.2003, 19:35 (vor 8166 Tagen) @ Horst

Als Antwort auf: Spiegel-Titelgeschichte vom nächsten Montag von Horst am 13. September 2003 18:31:59:

Was mir bei den im SPIEGEL abgedruckten Leserbriefen auffällt: Der eigentlich sensible Kritkpunkt wurde wohlweislich nicht zitiert. Dass nämlich Hetzartikel wie jener im SPIEGEL gerade diejenigen am härtesten treffen, die sich dagegen am schlechtesten wehren können, weil ihnen naturgemäß oftmals noch die nötige persönliche Distanz fehlt, um diese schäbige Stimmungsmache als eine solche zu erkennen und die dahinter stehende ideologische Absicht zu sehen: männliche Kinder. Und dieser Punkt ist von ganz unmittelbarem Interesse nicht mehr allein für zu Recht empörte Männer, sondern auch für all die stolzen Mütter von Söhnen, die ihre geliebten Jungs ganz sicher nicht für eine "Seuche" halten, "die das Weibchen befällt".

Auch wenn es den eifrigen GeschlechtskriegerInnen nicht passt: Die Schicksale von Männern und Frauen sind in der menschlichen Gemeinschaft nun einmal aufs Engste miteinander verwoben und verknüpft. Wer also - wie der SPIEGEL - "den Mann" zum politischen Feind erklärt, der erklärt notwendigerweise den Großteil der Gesellschaft zum politischen Feind, oder anders ausgedrückt: Er erklärt sich selbst zum Feind der Gesellschaft.

Amüsant:
Ausgerechnet in der dieswöchigen Ausgabe des SPIEGEL ist im Rahmen einer Anzeige ein Zitat von Hanns Joachim Friedrichs abgedruckt:

"Einen guten Journalisten erkennt man daran, daß er sich nicht gemein macht mit einer Sache."

Wie passend. Gute Journalisten sind schwer zu finden. Zumindest wissen wir nun, wo man sie nicht findet.

Sam


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