Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Re: "die Täter schützen"

Lars, Tuesday, 22.07.2003, 16:54 (vor 8233 Tagen) @ Arne Hoffmann

Als Antwort auf: Re: leider altbewährte Breitensportart! von Arne Hoffmann am 22. Juli 2003 12:57:43:

ich sehe den Fall genauso wie ihr. Aber sobald man solche Falschbeschuldigungen zum Thema macht, heißt es von gewisser Seite sofort, man wolle "die Täter schützen" und so einen Unfug. Stattdessen ist es wichtig, dass das Leben unschuldiger Menschen nicht durch solche Verleumdungen zerstört werden kann.

Oh ja, genau diese Totschlag-Phrase "die Täter schützen" kenne ich auch von der Uni her, als es im Rahmen der "Frauenhochschulwoche" mal wieder um den "alltäglichen Sexismus" ging, und ich fragte, wie es denn mit der Frage der Beweislast beim Thema sexuelle Belästung und vergewaltigung aussähe. Oh oh oh, das kam gar nicht gut an! Mir erklärte auch einmal ein Mann von einer linken Hochschulgruppe, daß meine Befürchtungen unbegründet seien, weil Frauen in einer für sie so ernsten Frage niemals leichtfertig falsche Anschuldigungen erheben würden. Naja, dann ist ja gut ...

Der "Täterschutz"-Vorwurf ist allerdings ein sehr effektives Instrument des Tabuisierung von Kritik. Das liegt daran, daß man dann erstmal DEFENSIV bestreitet, tatsächliche Täter schützen zu wollen ... und damit den Vorwurf ja erstmal als diskutable akzeptiert und quasi auf der Angeklagtenbank Platz nimmt! Statt dessen sollte man OFFENSIV kontern, was denen eigentlich einfällt, einen in die Nähe von Verbrechern zu rücken, einem ja strenggenommen die Beihilfe zur Vertuschung eines Verbrechens zu bezichtigen!


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