Danke Arne :-)
Als Antwort auf: Re: Darum von Arne Hoffmann am 24. April 2003 09:26:33:
Huhu Arne und Rüdiger.
Hi Rüdiger,
Abgesehen davon habe ich den Eindruck, daß Euer Roman eher eine dröge theoretische Abhandlung, eine Art Utopia, notdürftig gekleidet in einen Roman, denn ein richtig spannender Roman sein wird. Wenn man die Planung eines Romans statt mit den Grundzügen der Handlung mit den (statischen) Grundzügen einer Art "Gesellschaftslehre des 23. Jh.s" beginnt, dann läßt das für den Unterhaltungswert des Romans nicht das Beste erhoffen.
Naja, sicher, das habe ich mir auch schon gedacht. Aber zwei Einwände: Zum einen ist es ein Science-Fiction-Roman, der in einer utopischen Gesellschaft spielt. Bei diesem Genre kannst du die Planung eines Werkes doch gar nicht mit der Handlung beginnen, sondern musst erst mal die Welt entwerfen, in der diese Handlung stattfinden soll. Bei "Gynopolis" und letztlich auch bei "Fox" war das ähnlich. In jedem anderen Genre (außer vielleicht Fantasy) ist das anders, weil man da auf existierende Welten zurückgreifen kann. [/i]
Ja, das habe zumindest ich, aber ich denke auch Susu, so gesehen. Schaut Euch mal an, wie akribisch in den Star trek Stories die gesellschaftlichen, technischen, philosophischen... Grundlagen vorbereitet wurden.... ich weiß nicht, wie Gene Roddenberry begonnen hat, und vieles ist wohl auch (aufgrund des Aufwands) mit der Zeit hinzu gewachsen, aber es geht mittlerweile so weit, dass es die klingonische Sprach z.B. wirklich gibt.
Roddenberry dürfte zu Beginn, zumindest einigen Aufwand den Grundlagen gewidmet haben. Bei uns ist das hier noch mindestens ebenso wichtig.
Zum zweiten denken wir wegen unserer Jobs vielleicht zu sehr in bestimmten Schienen. Spannung muss ja nicht unbedingt das einzige Kriterium sein, das über die Güte eines Romans entscheidet.
Ist richtig, und ich weiß nicht wie Susu diesbezüglich darüber denkt. Ich für meinen Teil möchte aber, dass die Geschichte auch von möglichst vielen Menschen gelesen wird, die mit der Gender-Thematik nichts zu tun haben/hatten.
Dazu ist es denke ich schon sehr wichtig, dass ein Roman spannend geschrieben ist. Aber so weit sind wir noch garnicht.
Im Augenblick ist die gesellschaftliche Struktur unser Thema. Und diese soll sehr plausibel entwickelt werden. Mit der eigentlichen Handlung hat das noch garnichts zu tun. Die Entwicklung Gesellschaftsstruktur wirkt dadurch zwingend ziemlich trocken (außer für Susu und mich *g*)... das sind ja auch nur reine Fakten, Begründungen von gesellschaftlichen Zuständen. Das geht (wie bei den Klingonen) bis zur Entwicklung einer eigenen Sprache. Die Sprache ist sogar ein ziemlich schwieriger Teil. Sie soll ja den Leser möglichst wenig behindern, unterscheidet sich aber dennoch erheblich von uns bekannten Sprachen.
Man muss ja nicht gleich bei JEDEM literarischen Projekt überlegen, ob man damit auch so viele Leser wie möglich erreicht.
Ich würde hier eine Mischform ansetzen.
Der erste Faktor ist: Wir haben ziemlich viel Spaß an der Sache.
Der zweite ist: Ich möchte eben nicht nur Leute als Leser haben, die sich in Gender-Foren rumtreiben. Also muß ich einem Unterhaltungs-Leser auch Unterhaltung bieten.
Das geschieht aber nicht aus der Intention heraus, möglichst viele Leser zu erreichen... nein *schmunzel* ich möchte wissen, wie das aufgenommen wird
) und dazu ist es notwendig "unbedarfte" Leser zu erreichen.
Also ist meine Beteiligung an dem Projekt eigentlich primär ein Gewinn für mich selbst.
Wie schon gesagt: Wir beide gehen mittlerweile fast automatisch unter diesem Blickwinkel an neue Texte heran. Aber ist es nicht auch spannend zu sehen, wie ein völlig neues Konzept entsteht: ein Roman über Transsexualität/Transgender, bei dem Inhalt und Form übereinstimmen (was ja eines der Kriterien von Kunst ist)?
Ich glaube nicht, dass dieses Konzept so neu ist. Ich finde es notwendig, ein gewisse Plausibilitäts-Tiefe zu erreichen. Ich bin mir sicher, dass einige Fakten, die wir hier diskutieren, niemals im Roman auftauchen werden. Dennoch sind sie nicht unwichtig. Es entsteht dadurch ein Bild, dass später vielleicht in Feinheiten wiederzufinden sein wird, so dass sie sich einem weniger oberflächlichen Leser als Erklärung wieder aufdrängen. Wenn wir das erreichen, sind wir gut 
Und schließlich möchte ich daran erinnern, dass viele neue Genres auf einer literarisch recht hohen Stufe beginnen, um dann immer mehr in Richtung "massengängig" eingeebnet zu werden.
Mal sehen, ob wir ein Spagat hinbekommen und es schaffen für jede Lesetiefe etwas zu bieten. Das wäre meine Wunschvorstellung.
Vielleicht sind Alex und susu ja Vorreiter beim Genre Transgender-Erzählung? Meiner Ansicht nach sollte man solche Experimente nicht schon in der Startphase durch allzu starke kritische Ablehnung abwürgen,...
Macht viel zu viel Spaß 
...auch wenn ich es für sinnvoll halte, auf potentielle Probleme aufmerksam zu machen.
Da bin ich immer dankbar. Tipps von Profis sind mit Sicherheit sehr hilfreich.
Ich jedenfalls bin FÜR dieses Projekt und bin gespannt, wie es sich entwickelt. 
*hihi* ich auch
Danke Arne.
Liebe Grüße
Alex
PS: Susu, spinnt Dein Compi immernoch? Oder klemmt's am Netz-Anschluß? Wo Du wohnst dürfte doch DSL-Flat kein Problem sein, oder? Wenn ich Dir irgendwie helfen kann, sag Bescheid....
gesamter Thread:
- @Jörg: Frage -
Alex,
23.04.2003, 22:05
- Re: @Jörg: Frage -
susu,
23.04.2003, 22:31
- Re: @Jörg: Frage -
Alex,
24.04.2003, 00:17
- Darum -
Rüdiger,
24.04.2003, 02:24
- Re: Darum - Alex, 24.04.2003, 03:32
- Re: Darum -
Arne Hoffmann,
24.04.2003, 12:26
- Danke Arne :-) -
Alex,
30.04.2003, 14:08
- Re: Danke Arne :-) -
susu,
01.05.2003, 18:24
- Re: Danke Arne :-) - Alex, 02.05.2003, 06:45
- Re: Danke Arne :-) -
susu,
01.05.2003, 18:24
- Danke Arne :-) -
Alex,
30.04.2003, 14:08
- Darum -
Rüdiger,
24.04.2003, 02:24
- Re: @Jörg: Frage -
Alex,
24.04.2003, 00:17
- Re: @Jörg: Frage -
Jörg ,
24.04.2003, 01:00
- Re: @Jörg: Frage - Alex, 24.04.2003, 01:08
- Re: @Jörg: Frage -
susu,
23.04.2003, 22:31