Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Die wahre Gestalt der "Frauenfrage" - im Lichte des Geistes betrachtet

DschinDschin, Friday, 09.05.2008, 22:45 (vor 6530 Tagen) @ Franziska Kleiser

Herkunft des Wortes "Perversion": Perversion, (lat. perversio „die Verdrehung, die Umkehrung“)

Und wenn auch Perversion heute meist im Zusammenhang mit sexuellem Verhalten verwendet wird, so geht der Begriff im Ursprung darüber hinaus: eine Verdrehung, eine Umkehrung der Ratio, der Emotio, der Wirklichkeit.

Und darum verdient der Text, dieses Plagiat, die Wertung: pervers.

Es ist pervers die Frauenfrage und die soziale Frage gleich zu setzen oder die Frauenfrage als Fortsetzung der sozialen Frage zu bezeichnen.

Die Aussage: Woman is the Nigger of the World. ist pervers. Denn sie verwischt sie negiert die eigentliche soziale Frage: Wer produziert die Güter und Dienstleistungen und wer konsumiert und wer verwaltet den Überschuss.

Frauen sind wie Männer Opfer und Täter im System. Kapitalbesitzende Frauen oder kaptitalbesitzende Männer besitzende Frauen stehen proletarischen Frauen und proletarischen Männern gegenüber. Die soziale Frage wird nicht dadurch gelöst, dass ich innerhalb der gesellschaftlichen Klassen zwischen Männern und Frauen Chancengleichheit und Gerechtigkeit herstelle, sondern dass ich über Klassengrenzen hinweg Chancengleichheit und Gerechtigkeit herstelle. Im Gegenteil, die zunehmenden beruflichen Chancen von Frauen verstärken die Klassengegensätze, weil jetzt zwei Partner im öffentlichen Raum agieren, wodurch sich die Konkurrenz unter den Arbeitskraftverkäufern, den Proletariern verstärkt.

Was den weiteren Text betrifft, so wird das Steiner'sche Geschwalle durch das Umprägen auf die Frauenfrage nicht eben verständlicher.
Dazu muss man wissen was Steiner ist: ein westlicher Hindu.
Und man muss wissen, was er als "wissenschaftlich" bezeichnet: seine Religion.
Die Antroposophie versteht sich als (Geistes-)Wissenschaft, was sie de facto aber nicht ist.

Das gute und schlechte am Kapitalismus ist seine unbarmherzige Ehrlichkeit. Arbeitskraft ist ein handelbares Gut, hat also Warencharakter, kann gekauft werden, hat einen Preis. Und es ist nicht schlecht, den Markt zu durchschauen und dazu gehören die gegensätzlichen Interessen von Käufer und Verkäufer von Kapitalist und Proletarier, den Gegensatz von Kapital und Arbeit. Das Verschleiern von Marktkräften durch religiösen Nebel mag den Zukurzgekommenen trösten und den Absahner ruhiger schlafen lassen, es löst die grundlegenden Probleme nicht. Aller Liberalismus und aller Fortschrittsglaube und alle Religion konnten die großen Weltkriege und die revolutionären Umwälzungen nicht verhindern.Denn erst kommt das Fressen und dann die Moral.

Die Entmündigung der Frau in alten Gesellschaften hatte vor allem den Hintergrund, sie zu schützen. Denn da sie als a priori "behindert" galt, hatte sie Anspruch auf den umfassenden Schutz der Gesellschaft, also der Männer. Begingen Frauen Vergehen wurden ihre Männer bestraft. Das soziale Netz war für Frauen viel dichter geknüpft als für Männer. Und nicht vergessen, der Großteil der Männer war nicht weniger entrechtet, als die Frauen. Die Männer mussten regelmäßig einen hohen Blutzoll für ihre Freiheit und ihre Rechte bezahlen, die Frauen bekamen dergleichen en passant.

Die Frauen müssen sich mal entscheiden, wollen sie gleich sein oder etwas Besonderes. Beides geht nämlich nicht. Und gleich heißt gleiche Chance und gleiches Risiko. Denn Gleichheit heißt, dass ich dem Könner und dem Tüchtigen wegnehme umd dem Nichtskönner und Unfähigen zu geben, weswegen Gleichheit niemals gerecht sein kann.

DschinDschin

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Barbarus hic ergo sum, quia non intellegor ulli.


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