Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Aber, ich bitte Sie!

__V__, Bavaria, Wednesday, 08.12.2010, 19:49 (vor 5516 Tagen) @ David
bearbeitet von __V__, Wednesday, 08.12.2010, 19:56

Hallo David,

ich versteh nicht so ganz, worauf Du hinaus willst.

Also was früher war, war früher und das wars dann auch. :)

Seh ich auch so.

Und ihre Rhetorik war nicht nur ziemlich beleidigend, sondern auch feige.
Entweder sie stellen seine Männlichkeit nicht in Frage und halten den
Rand oder sie tuns in aller Offenheit.

Er hat es doch in aller Offenheit gemacht. :/

Was nun diesen Spot an geht, man kann sich angegriffen fühlen oder auch
nicht.

Es ist ein (un)schönes Beispiel dafür, wie gesellschaftskonform
Männerbashing mittlerweile geworden ist. Würde man in dem Spot die Rollen
tauschen, der Mann säße auf dem Sofa und würde mitteilen, dass seine
Pussy hier Morgen sterilisiert wird, weil sie sich erheblich zuviel
rumtreibt,

STOP!
Weder hat die Frau im Spot von einem Schwanz (als Äquivalent zu Pussy) gesprochen, noch hat sie darauf hingewiesen, dass sich ihr Hund zuviel rumtreiben würde.
Das war Stimmungsmache von Dir. Einverstanden?

gäbs einen riesen Aufschrei der FrauinnenFrauen und Beschwerden
an den Presserat und Klagen und Kommentare von Politikern, Alice Schwarzer
und aller möglichen ähnlich bekloppten Leute.

Genau den Teil müssen wir übernehmen, nachdem wir noch keine eindeutige Ikone zur Hand haben.

Mann kann natürlich auch drüber stehen und lachen. Vermutlich ist es
nicht mal bösartig Männerabwertend gemeint, sondern soll einfach nur
lustig sein.

Ich persönlich erkenne diesen Spot als problematisch, egal ob er
abwertend gemeint ist oder nicht. Denn es IST eine Abwertung.

Was ist Humor? Kennst Du einen einzigen Witz, der _nicht auf Kosten von irgendjemand oder irgendetwas geht?

Ich werde auch gleich eine Email an Ültje schreiben und ihnen mitteilen,
dass ich zukünftig beim Einkauf Produkte ihrer Marke nicht mehr
berücksichtige.

Genau hier muss jeder selbst ansetzen!
Ültje ist eine Firma, die Produkte verkaufen will, die z.B. nicht mit Ernsthaftigkeit, Verantwortung, etc. zu verkaufen sind, da sie alles in allem überflüssig sind. Also muss als Werbe-Strategie halt Vergnügend-Freude-Freiheit-sonstwas suggeriert werden.

Und HIER kann wiedermal jeder selbst ansetzen.
Wenn wir Ültje darauf hinweisen, dass wir ihren Werbespot als sexistisch betrachten, mag das schonmal eine Reaktion auslösen.
Gleichzeitig kann man in seiner Mitteilung an die Firma suggerieren, was man stattdessen als modern-humorvoll betrachtet. Dafür müsste man sich aber schon aus dem Fenster lehnen und Farbe bekennen, was nicht unbedingt nötig ist, da es vollkommen reicht, wenn ich sage, dass mir der Spot böse auf den Magen schlägt (und DAS will Ültje bestimmt nicht ;)).

Ültje, als Firma, wird nicht im Geringsten daran interessiert sein, den Feminismus am Leben zu halten ... außer, sie gehen davon aus, dass ->ausschließlich weibliche Kunden den ->Firmengewinn steigern werden.

An diesem Punkt möchte ich auf einen Verdacht von mir hinweisen, dass es sogar durchaus sein kann, dass Ültje, als Firma, Interessen entwickelt, die dem Feminismus zuspielen. Und zwar mit folgendem Hintergrund:
Wenn z.B. der Staat größtenteils bestimmt, wer Geld hat und wer nicht (vgl. z.B. mit dem Fall Kachelmann, und eventuell zukünftig auch Assange, usw.), dann wird der freie Markt daran interessiert sein, diese zukünftigen Geldbesitzer auch an sich zu binden.

Soviel zu meinen Gedanken, die Dein Beitrag ausgelöst hat.

Gruß,
-Stefan

--
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Antifeminismus [image]
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