Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

Archiv 2 - 21.05.2006 - 25.10.2012

233.682 Postings in 30.704 Threads

[Homepage] - [Archiv 1] - [Archiv 2] - [Forum]

Homosexualität bei den Konservativen und bei den nationalen Sozis.

Informator, Sunday, 21.11.2010, 21:10 (vor 5533 Tagen) @ Gismatis

Nazis wie Konservative hatten ein traditionelles
Geschlechterverständnis. In diesem Punkt unterschieden sie sich nicht.

Da muß ich entschieden widersprechen.

Die Konservativen haben Schwule durchaus toleriert: Jedermann wußte, daß Stefan George Männer liebte. Allerdings hätten sie niemals die Institutionalisierung der Homo-Ehe zugelassen. Allein darin waren sie absolut intolerant. Und gerade weil die Schwulen damals nicht so verführt waren, sich in die Öffentlichkeit zu drängen, gab es damals auch nicht den (heimlichen) Haß gegen sie wie heute.

Die Nationalsozialisten hatten ebenfalls bekannte Schwule in ihren eigenen Reihen. Wenn sie gegen die Homosxualität offensiv vorgingen, so geschah das aus genau den Erwägungen, die Martin Bormann vorgetragen hatte, und die ihn zur Einführung des "Mutterkults" bewog: Es gab zuwenig zeugungsbereite Männer, um die Kriegsverluste auszugleichen. Darum wurde die Homosexualität geächtet, und die "wilde Ehe" und die unehelichen Kinder befürwortet.

So besehen, waren die Nazis Wegbereiter heutiger Zustände. Sie waren alles andere als konservativ. Unter ihnen zerfielen Traditionen und löste die hierarchische Ordnung sich auf. Was wir heute haben, wurde damals vorbereitet.

trel


gesamter Thread:

 

powered by my little forum