Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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UNO verurteilt Todesstrafe für Schwule nicht mehr.

Informator, Sunday, 21.11.2010, 00:07 (vor 5534 Tagen)

http://www.queer.de/detail.php?article_id=13170

18.10.2010

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen hat in einer Resolution ungerechtfertigte Exekutionen verurteilt - dazu gehört nun aber nicht mehr die Todesstrafe wegen sexueller Orientierung.

In den Resolutionen gegen die Todestrafe aus den letzten zehn Jahren haben die Vereinten Nationen stets ausdrücklich auch "sexuelle Orientierung" erwähnt. Auf Druck von arabischen und afrikanischen Staaten kommt diese Personengruppe nun nicht mehr vor: Marokko und Mali hatten am Dienstag beantragt, das Wort "sexuelle Orientierung" aus dem Resolutionstext zu entfernen. Statt dessen schlugen die beiden konservativen Länder vor, die Todesstrafe unspezifisch aus "Gründen jeder Form der Diskriminierung" zu verbieten - eine weiche Formulierung, die Verfolgerstaaten Interpretationsspielräume lässt. Der Antrag wurde mit 79 gegen 70 Stimmen angenommen.

Soweit gut. Die extra Erwähnung der sexuellen Orientierung unter den Formen der Diskriminierung ist genauso überflüssig wie der extra Tatbestand der Vergewaltigung. In beiden Fällen bedeutet das keinesfalls, daß die Todesstrafe wegen sexueller Orientierung bzw. die Vergewaltigung gebilligt würde. Es findet lediglich eine Ent-Sexualisierung, irgendwie also eine Ent-Genderisierung statt, obwohl ja Gender das soziale Gegenstück zum biologischen Sexus sein soll. Aber da zeigt sich nur, daß GM in Wirklichkeit Sexismus ist: Die unnötige Betonung alles Sexuellen.

trel


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