Wieviel «Gleichberechtigung» verträgt das Land?

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Feminismus ist radikal humanistisch und radikal demokratisch.

Informator, Sunday, 14.11.2010, 17:56 (vor 5540 Tagen) @ Narrowitsch

Ich knüpfe jetzt nur an zwei Behauptungen in den letzten Absätzen deines Artikels an, weil sie es sind, welche dir eine Definition des Feminismus erschweren.

"Feministische Demokratie ist nach bislang allgemeingültigen Regeln zutiefst undemokratisch."

Nein, es ist Demokratie in letzter Konsequenz. Zur Demokratie gehört die Vernichtung der Qualität durch Quantität, aber auch die Manipulation der Quantität. Denn die vielen Dummen sind den Gewählten wertvoller als die wenigen Experten; darum wird ihre Zahl erhöht, was mit zunehmender Dummheit bzw. Weiblichkeit immer besser gelingt. Darum tendiert jede Demokratie zur Tyrannei und kann in eine solche umschlagen. Feminismus ist Demokratie in letzter Konsequenz - nicht nur, weil Frauen dort ihre einzige Überlegenheit, nämlich die quantitative (1,05:1), geltend machen.

"Ob Ideologie und Bewegung >Feminismus« das selbst verliehene Attribut >humanistisch« verdient, muss die Geschichte erweisen."

Humanismus ist die höchste Steigerung von Gottlosigkeit, nämlich Vergottung des Menschen. Das ist die verderblichste Form des Götzendienstes, noch schlimmer als die Anbetung einer Wachspuppe. Nun aber gibt es Schichten im Menschen, und deren elemtarste ist die sexuale Triebschicht. Also ist der Feminismus die letzte Steigerung des Humanismus.

Ich weiß, daß du mich am liebsten aus der Männerbewegung, zumindest aber aus diesem Forum, ausgegrenzt sähest, und darum wird es dich besonders ärgern, wenn ich dir frontal widerspreche. Aber die Sache ist mir heilig. Und darum sage ich: Du bist selbst zu sehr Feminist (weil u.a. Humanist), um den Feminismus leicht definieren zu können. Deine Distanzlosigkeit erzeugt das Problem.

Zuletzt will ich aber deine ausdrückliche Unterscheidung von Gleichheits- und Differenz-Feminismus als förderlich anerkennen.

trel


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